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Wrabetz: "Lasse mich nicht erpressen"

08.01.2012 | 19:07 |   (Die Presse)

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bleibt hart. In Interviews mit der „Krone“ und der APA sagt er, es bleibe sein Wunsch, dass Niko Pelinka sein Büroleiter wird.

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Der Montag dürfte ein spannender Tag im ORF werden. Nach der Mittags-„Zeit im Bild“ um 13 Uhr wollen sich die Redakteure versammeln und über ihr weiteres Vorgehen der politisch motivierten Postenbesetzungen beraten. Ihr Chef Alexander Wrabetz trat unterdessen am Sonntag einen Verteidigungsfeldzug an. In Interviews mit der „Kronen Zeitung“ und der Austria Presse Agentur meldete er sich aus seinem Kurzurlaub zurück und machte klar, er habe nicht vor, seine Entscheidung, Niko Pelinka zu seinem Bürochef zu machen, zurückzuziehen.

Wrabetz sagte in beiden Interviews, er sei in der Postenbestellungs-Causa „nicht politisch erpresst“ worden: „Das weise ich ganz scharf zurück. In den letzten 14 Jahren meiner Tätigkeit im ORF ist immer wieder von verschiedenen Seiten erfolglos versucht worden, Druck auf mich auszuüben, in diesem Fall jedoch nicht. Ich habe aber auch in der Vergangenheit in anderen Fällen Leute gegen internen und externen Druck durchgesetzt. Auch solche, die mich jetzt kritisieren.“ Er habe Pelinka „aus guten Gründen“ das Angebot gemacht, in den ORF zu kommen. „Ich werde das Ausschreibungsverfahren ganz normal durchführen, das soll formal alles richtig ablaufen und ich gehe auch davon aus, dass Niko Pelinka sich bewerben wird“, sagt er zur APA.

„Büroleiter wurden immer so besetzt“

 Die angeblich 3.000 Bewerbungen auf den Büroleiterposten finde er „toll“, allerdings betont er: „Nicht jeder, der auf Facebook ein ,Like' drückt, ist gleich ein Bewerber. Aber es ist sicher der größte Zuspruch für einen Generaldirektor, den es wahrscheinlich in der langen Geschichte gegeben hat.“

Auf die Frage, warum der Posten des Büroleiters als „Leitender Redakteur“ in der Gehaltsstufe 16 ausgeschrieben wurde, sagt Wrabetz der APA: „In den vergangenen 20 Jahren sind alle Büroleiter des Generaldirektors mit der Gehaltsstufe 16 besetzt worden. Größere Geheimnisse verbergen sich nicht dahinter. Es ist damit keine Redaktionsleitung verbunden. Die Arbeitsbilder sind schon ein wenig alt und ich verstehe daher, dass man darüber diskutieren will. Soweit rückverfolgbar bis Anfang der 1990er Jahre, war die Stelle aber immer so besetzt.“

Einen Tag nachdem der designierte ORF-Büroleiter Niko Pelinka sich in der „Krone“ zur Causa zu Wort meldete, gab auch der ORF-Chef der Tageszeitung ein ausführliches Interview. Dort sagt er, er bedauere „die Diskussion, in der sich ja auch viele Feinde des ORF zu Wort gemeldet haben“, gibt sich aber zuversichtlich, dass das Thema Niko Pelinka in sechs Wochen vergessen sein werde. Zudem habe er mit der verspäteten Ausschreibung nicht gegen das ORF-Gesetz verstoßen. Und zur APA sagt er: „Jetzt werden wir mal dieses Verfahren ordentlich zu Ende bringen und dann wird schon wieder Ruhe einkehren.“ awa

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.01.2012)

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123 Kommentare
 
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Gast: citrusfrucht
09.01.2012 17:06
4 0

Und ich lasse mich nicht länger auspressen!

lg
eure citrusfrucht

Gast: Verkaufter
09.01.2012 16:52
4 0

Zwangsverein

Als Chef dieses Zwangsgebührenvereins kann er locker den "Harten" raushängen lassen. In der Privatwirtschaft hätten sie den Typ schon längst auf den Mond geschossen.

Wrabetz: "Lasse mich nicht erpressen"

Wenn sich jemand so im Wuergegriff der Partei befindet braucht er sich nicht mehr erpressen lassen um keine Luft, aber auch keine Handlungsfreiheit, zu haben. Fuer soviel "Rueckgrat" habe ich nur mehr Verachtung uebrig!

Gast: Ernst Holt
09.01.2012 14:27
10 0

PRIVATISIEREN - VERKAUFEN

Kein Mensch braucht im 21. Jahrhundert noch einen Staatsrundfunk!! - Außer vielleicht in Nordkorea.
Daher: Die Pfründner feuern und den ORF verkaufen! Eher heute, als morgen.
Es ist nicht einzusehen, warum die Bürger auch nur einen Tag länger für diese abstoßende Schmierenkomödie zahlen sollen!!!!!!

10 0

Aufstand der Günstlinge – ein Familiendrama am Berg

Bei dem Gehalt will halt keiner kündigen.

Gast: smilefile
09.01.2012 14:06
9 0

Doch,...


die 10%tige Gagenerhöhung in der Höhe von € 40.000,- jährlich sind angenehm und Hr. Wrabetz Alexander muß ja für sein Geld ja auch wirklich etwas tuen,.....

Haben wir wirklich solche Menschen als Vor,- und Meinungsbilder notwendig?? Mit welchen demokratischen Mitteln wird eine derartige Person auf diese Position gesetzt. Wie kann sich der Steuer,- und Zwangsgebührenzahler von solcher politischer Zwangsverblödelung fernhalten,.....

Wollen wir uns das wirklich als "Demokratie" länger leisten,...???

Gast: Karl Huber
09.01.2012 14:06
0 0

Die grinsenden Schutzgelderpresser

Na wenn einer denkt, die 1erReih ins Auge zu fassen, kann ich es ihm nicht verübeln...

Gast: ALEX der looser
09.01.2012 13:56
11 0

Das eigentliche Problem ist Wrabetz, denn als Generaldirektor ist er für

die Kostenexplosion beim ORF zu verantworten
den immer schlechteren Ruf des ORF verantwortlich
Studioproduktionen verantwortlich, die - im Vergleich zu denen von deutschen Fernsehanstalten - geradezu dilettantisch gemacht sind
Ist er dafür verantwortlich dass Private in D, t.w. aber auch schon Red Bull TV, mehr Bildungsauftrag übermitteln als der ORF
WOZU SOLLEN WIR ALSO ZWANGSGEBÜHREN ZAHLEN?

Wenn schon englisch,...

...dann aber bitte richtig: Trotz des langgezogenen u-Lautes wird der Loser nur mit einem "o" geschrieben. Wer ihn mit Doppel-o schreibt ("Looser"), macht sich selbst zum Loser-Typen in Sachen Orthografie. ;-)

SPÖ

Ich will mich jetzt gar nicht darüber auslassen was ich als eines seiner ersten Opfer über den verlogensten Chef den ich bisher hatte und seine Clique denke :(((((

Ich sag nur ;)

quod erat demonstrandum

S uperreiche
P lündern
Ö sterreich

lg

Gast: tempa
09.01.2012 13:44
13 0

Ja, der Sinn von Auschreibungsverfahren liegt darin,

als Feigenblatt für Vetternwirtschaft zu dienen.

„Ich werde das Ausschreibungsverfahren ganz normal durchführen, das soll formal alles richtig ablaufen und ich gehe auch davon aus, dass Niko Pelinka sich bewerben wird“, sagt er zur APA.

Schön, das der Chef des grössten Medienunternehmens ein Verständnis von objektiven und transparenten Stellenausschreibungen zeigt, das man in ihrer Dreistigkeit sonst nur von Diktaturen und gelenkten Demokratien kennt.


Re: Ja, der Sinn von Auschreibungsverfahren liegt darin,

das volk wird verarscht!

punktum!

der küniglberg macht sich a gaude auch gerne mit ARBEITSLOSEN, die auf eine annonce antworten, die für die katz ist!


7 0

Alexander Wrabetz bleibt hart.

Gut so, soll er doch hart bleiben der Herr Wrabetz. Damit es so richtig ordentlich mit diesem ORF krachen kann :-)

Frage:

Ist der Wrabetz irgendwie mit dem deutschen BP Wulff verwandt?

Überheblichkeit zur 100sten-Potenz

Rücktritt ... SOFORT!!!

Jetzt gehts um Wrabetz

Rücktritt - sofort!

20 0

ein hampelmann

dass er sich einen roten günstling als büroleiter aussucht ist schon mies genug. dass dieser wrabetz-typ dann aber so tut als hätte er sich den roten grinsekater (c jelinek) selbst ausgesucht, macht wrabetz endgültig zur lachnummer. noch dazu wo der grinsekater seit monaten damit angibt, wie sehr wrabetz nach seiner pfeife tanzt!

Re: ein hampelmann

Der Schwanz denkt, dass er mit dem Hund wedelt.

Gast: Gasterer
09.01.2012 11:33
15 0

Nicht schlecht ....

.. mittlerweile macht man sich nicht mehr mehr die Mühe zu kaschieren, dass mit der Vergesslichkeit des Volkes gerechnet wird! Man spricht es offen aus ... nach dem Motte: Die Hunde bellen und die Karawane zieht weiter

Gast: spechtler
09.01.2012 11:07
16 0

ein müder Scherz

Wrabetz verdankt seinen Posten nur seiner Fügsamkeitz gegenüber den Parteizentralen von schwarz/rot. Für wie dumm hält dieser Clown die Bürger dieses Landes?
Vetternwirtschaft und Parteiconnections sind das wichtigste Kriterium, um im ORF eine Spitzenposition besetzen zu können!


Re: Wrabetz will GIS-Gebühren erhöhen

D.h. die Pelinka-Besetzung stand schon länger am Programm?

Gast: Johan C.
09.01.2012 10:57
18 0

Sauerei!

Da wird mit UNSEREN (eigentlich) STEUER-GELDERN Schabernack betrieben.

Ich würd eine ANTI-GIS-KAMPAGNE sofort unterstützen - was würd die GIS denn machen, wenn sich auf einen Schlag 100.000 abmelden.

Mit einem privatisierten ORF würd die Sache ganz anders aussehen.

Antworten Gast: Messalina-X
09.01.2012 11:29
6 0

Re: Sauerei!

das wird die einzige Möglichkeit sein, die Zahlungen aussetzen, abmelden nutz ja nichts....

Gast: Aufregung
09.01.2012 10:51
13 0

SOS ORF !

Vor einigen Jahren gab es doch eine medial gut aufgestellte Gruppe "besorgter BürgerInnen und JournalistInnen", um den ORF vor zunehmender politischer Einflussnahme zu schützen.

Wo sind DIE jetzt????

Antworten Gast: Hans Berger
09.01.2012 11:42
14 0

Re: SOS ORF !

SOS ORF war lediglich besorgt, dass der linke Einfluss im ORF schwinden könnte.

Sofort nach der Re-SOZIalisierung des ORF waren sie wieder zufrieden und konnten glücklich ihre Umerziehungsarbeit fortsetzen.

 
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