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''Heute'': Scheidender Chefredakteur kritisiert Dichand

08.02.2012 | 10:34 |   (DiePresse.com)

Wolfgang Ainetter zufolge ging es beim Gratisblatt nie um Qualität, sondern um "politische und ökonomische Einflussnahme". Er verlässt Ende März das Unternehmen.

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Wolfgang Ainetter, Chefredakteur von "Heute", hat bereits im November gekündigt, laut Herausgeberin Eva Dichand "aus privaten Gründen". So hieß es damals. Nun, knapp zweieinhalb Monate später, übt Ainetter heftige Kritik an Dichand und verrät den Hintergrund seines Rückzugs: "Kritischer, unabhängiger Journalismus ist aus meiner Sicht nicht mehr möglich gewesen", sagte Ainetter am Mittwoch.

Der Auslöser dieser Aussage war ein Interview der "Heute"-Herausgeberin mit der Branchenzeitung "Medianet". Sie hatte den Abgang Ainetters damit begründet, dass ihr die Zeitung "zu 'Bild'-ähnlich" geworden sei: "Wir möchten uns qualitativ aber ganz deutlich davon abgrenzen."

"Bei den Gesprächen mit der Geschäftsführung ging es nie um die Frage der Qualität, sondern um die Frage der politischen und ökonomischen Einflussnahme auf die Redaktion, und dafür gibt es Zeugen", konterte Ainetter. Den endgültigen Bruch mit der "Heute"-Führungsetage gab es seiner Schilderung nach in Folge einer Aufdecker-Geschichte, die die SPÖ schmerzhaft traf: "Das Fass zum Überlaufen brachte unsere Geschichte über gefälschte und erfundene Leserbriefe, die von der SPÖ-Parteizentrale jahrelang an diverse Zeitungsredaktionen verschickt wurden."

Zur Erinnerung: Das Gratisblatt hatte am 22. November eine Story mit dem Titel "Faymanns falsche Facebook-Freunde schreiben auch Leserbriefe" gebracht. In dieser wurde geschildert, dass von einer Internet-Adresse der SPÖ massenweise Leserbriefe verschickt wurden, die unter falschem Namen erstellt wurden. Einen Tag darauf, gab Wolfgang Ainetter seine Kündigung bekannt. Wie er am Mittwoch erklärte, sei die einvernehmliche Trennung vom Unternehmen auf seine Initiative zustande gekommen.

(APA)

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92 Kommentare
 
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1 0

weg mit den verlogenen roten brigaden,

die uns in medialer und meinungsmachender geiselhaft halten!

0 4

ainetter wird sich also einen anderen beruflichen weg einschlagen....




denn weiterhin im zeitungsgeschäft zu arbeiten ist unmöglich: eine zeitung OHNE "politische und ökonomische Einflussnahme auf die Redaktion" gibt es nicht!

Antworten Boris
09.02.2012 09:19
0 0

Fallapfel aus seinem von ihm ausgetretenen Holzweg

Falsch:
"eine zeitung OHNE "politische und ökonomische Einflussnahme auf die Redaktion" gibt es nicht!"

Richtig:
"eine Gratiszeitung OHNE "politische und ökonomische Einflussnahme auf die Redaktion" kann es aus logischen Gründen nicht geben."

0 2

Re: Fallapfel aus seinem von ihm ausgetretenen Holzweg

dann machen wir den reality-check:

welche nicht-gratiszeitung gibt es OHNE "politische und ökonomische Einflussnahme auf die Redaktion" ?

Antworten Antworten Antworten Boris
09.02.2012 10:43
0 0

welche nicht-gratiszeitung gibt es OHNE "politische und ökonomische Einflussnahme auf die Redaktion" ?

eine ganze Menge.
Aber nachdem die allesamt nicht gratis sind, werden sie diese kaum je inhaltlich sauber beurteilen können...

Antworten Antworten Antworten Boris
09.02.2012 10:37
2 0

Die Presse, Kleine Zeitung Graz, Salzburger Nachrichten


in allen drei genannten Qualitätsblättern gibt es unterschiedlichste Gesichtspunkte zu Ereignissen (oft diametral sich kontakarierende Meinungen in einer Ausgabe) und das ist das Markenzeichen, sozusagen die Monstranz der Unabhängigkeit. (Mölzer schreibt z.B. in der Presse genauso selbstverständlich wie Muzikant einen Beitrag in der prominenten Samstagsausgabe) eine strikte und für den Leser nachvollziehbare Trennung zwischen Redaktion und Verkauf / Vertrieb / Anzeigen ec.

Sie können das jetzt glauben oder nicht - aber so ist die Lebenswirklichkeit.
Voraussetzung ist allerdings, das man sich, so wie ich die Druckausgaben leistet oder im Kaffeehaus liest, und nicht nur den ewig meckernden cheap charlie der Produkte wertet ohne sie (weil er dafür zahlen müsste) gesehen zu haben, spielt.

Gast: Gratiszeitung - was will man
09.02.2012 02:52
2 0

Was ich mir erwarte und was nicht..

Also, wenn Qualitätszeitungen nur mehr APA Artikel 1:1 übernehmen ohne jede Kritik und Aufarbeitung inklusive des Staatsfunks, dann wäre eine Erwartung das das bei einer Gratiszeitung anders wäre schon sehr viel verlangt.

Die sagenumwogenen Lesebriefe betreffend, ich hab sie nie gelesen, was soll's es gibt bei weitem bessere Kommentare in den Qualitätsmedien die fallweise sogar besser sind als die Artikel selbst, dafür ist schlicht kein Platz in einer Gratiszeitung.

Das Werbung vorkommt, na von irgendwas müssen sie den doch leben, macht nix, es gibt Kommentare, die sind hin und wieder sogar Lesenwerts und wären selbst für Qualitätszeitungen beachtlich. Nicht außer acht lassen darf man die netten Schönheitsköniginnen wenn kein tragisches Ereignis derartiges unterbindet, wahrscheinlich ohnedies der beste Anblick in U-Bahn und co.

Wichtig auch, sie kann so gelesen werden das der Nachbar nicht die halbe Zeitung vor dem Gesicht hat, btw. dem davor sitzenden Menschen die Haare trocknet...

Dafür gibt's noch ein Rätselecke, die ideale Beschäftigung bei der Fahrt, ärgerlich nur wenn man dabei dann die Station zum Ausstieg übersieht...

Und ja, es gibt noch andere Gratiszeitungen, die bleiben dort wo sie sind, in der Entnahmebox und nicht alles was kostenlos ist, ist auch gut, diese Boxen sind auch am Abend noch voll, wo bei "Heute" schon längst gähnende Leere herrscht...

Antworten Zappelzapp
10.02.2012 04:19
0 0

Es geht nicht um die Werbung an sich

sondern darum, dass eine Zeitung, bei der mindestens der Zeitungstitel Eigentum der SPÖ ist, zu einem Drittel von Finanzierungsinseraten staatlicher Institutionen lebt.

SIMO
09.02.2012 00:00
8 0

Und trotzdem berichtet der ORF...


...ein vielfaches Mehr über Grassers angebliche 500.000 Euro als über Faymanns sichere x0.000.000,- Euro, welche in Form von Inseraten an derartige Medien wie Österreich, Heute oder Kronen-Zeitung verschoben wurden - aus Steuergeldern.

0 3

Re: Und trotzdem berichtet der ORF...

"...aus Steuergeldern. "

soll also auch faymann nach badgad, tripolis und grosny fliegen, um sich dort einen geldkoffer für seine inserate und plakate abzuholen?

vom thema ablenken, indem ein völlig neues fach aufgemacht wird: kindergartenniveau nach jörgls art.
gratuliere zum leeren kopf!

Antworten Antworten Zappelzapp
10.02.2012 04:21
0 0

Die von Ihnen behaupteten Geldkoffer sind reine Propagandabehauptungen

während Werners Millionen aus realem Steuergeld bestehen.

Antworten Antworten Boris
09.02.2012 10:26
2 0

Faymann holt sich die Geldkoffer nicht aus badgad, tripolis und grosny

er holt es sich aus unserem Börsel.

Ich weiß nicht was Ihnen lieber ist, was mir lieber ist weiß ich.

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
08.02.2012 21:24
3 1

Beim Nachtreten ist er mutig, der feine Herr!

Bisher hat man keinen Mucks von ihm gehört.

Sehr unglaubwürdig!!!

Gast: glykshas
08.02.2012 20:25
6 0

gefälschte und erfundene Leserbriefe von der SPÖ?

falsche Facebook-Freunde für Faymann?

Nie und nimmer würde die SPÖ so etwas tun,
denn die ist eine ganz saubere Partei und hat es wirklich nicht nötig zu solchen undemokratischen Methoden zu greifen!

Jetzt reichts aber, zu guter letzt kommt da noch einer und behauptet, dass die SPÖ auch noch die Leserbriefe der Rechten schreibt, oder es gar seitens der SPÖ Druck auf HEUTE-Dichand gegeben hat und bei weiteren solchen Geschichten keine Inserate mehr auf Staats(betriebs)kosten gibt und deshalb der Chefredakteur abgelöst werden muss.

Zum Glück hat Dichand reagiert und wird HEUTE zur Qualität zurückbringen, denn nur so kann man die Zeitung auch ökonomisch führen und durch den Inseratenkauf unabhängig und glaubwürdig bleiben.

Antworten Zappelzapp
10.02.2012 04:23
0 0

Supersauber ist sie, die SPÖ

und für sie gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Gast: UKW
08.02.2012 20:13
11 2

Wenig überraschend

Weiß doch jeder, dass "Heute" voll unter roter Kontrolle steht. Nicht umsonst, hat ihr die Häupl-SPÖ das Privileg eingeräumt die Verteilboxen im U-Bahn-Bereich aufzustellen und Tag für Tag die U-Bahnen zu beschmutzen. Häupl hat sogar auf Steuerzahlerkosten eine eigene Putztruppe engagiert. Natürlich rekrutiert aus treuen Parteimitgliedern. Die Hauptlast für den Steuerzahler fällt aber an, weil die Häupl-SPÖ dieses SPÖ-Blattl mit Innsseraten täglich nur so überhäufen lässt. Einmal die Bibliotheken, dann die Wiener Gärtner, dann die Stadtwerke, dann der Stadtrat XY, dann die Stadträtin XYZ, dann.....

Selbst in Weißrussland wären solche Zustände in dieser Dimension undenkbar.

Antworten Boris
08.02.2012 20:55
9 0

Richtig erkannt

Von Heute über ORF und x anderen medienähnlichen roten Politrülpsern bis hin zum staedtischen Bestattungsmonopol ist "Heute" nur eine einzige dünne knallrote Tentakel eines gigantischen, ausgeklügelten, in sich verzahnten Politkommerz-Komplexes der SPÖ der den (Wiener) Bürger von der Wiege bis zur Bahre begleitet, abzockt & kujoniert.
Ob GEWISTA, Kanal, ob Energie, U-Bahn, Senderechte, Müll oder WienerWohnen - man entkommt ihr nicht - so lange der "Capo de Tutti Capi" mit eisener Faust sein rotes Herzogtum regiert.
Man kann das nur innerer Emigration hinnehmen ("resistance is futile") und hoffen, das man irgendwann einmal in (naher Zukunft) den Sturz des roten Papstkonklaves im Rathaus noch erleben darf.

Antworten Antworten Gast: UKW
08.02.2012 21:13
8 0

Re: Richtig erkannt

Gigantisch und ausgeklügelt sind die richtigen Worte für das was sich in der roten Stadt Wien abspielt. Dagegen sind die anderen Parteien kleine Lehrbuben.

Gast: pezi fröhli
08.02.2012 19:18
11 0

heute und krone sind zumindest moralisch mitschuld an der ausufernden korruption

Wenn ein wenig bekannter mime heute einen jubelleserbrief an den jeanne schreibt, ist dies ein gutes beispiel für die zu grosse macht dieser beiden medien. Es geht nicht mehr um eigene leistung, sondern nur gu vernetzt zu sein.
Moral bleibt so leicht auf der strecke.

Gast: Mann beißt Hund
08.02.2012 19:11
8 0

Eine korrupte Zeitung ist kein Nachrichteninhalt

Eine nichtkorrupte Zeitung, das wäre eine spektakuläre Nachricht!

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
08.02.2012 19:01
11 0

der herr ainetter...

... wird uns sicher auch aufklären können, wem das schmierblatt tatsächlich gehört, oder?
ach, ich hab vergessen, man lebt nicht lang, wenn man der spö in den rücken fällt;-)

Gast: Altkater1
08.02.2012 18:50
18 0

Ich nehm die Zeitung aber gern mit!

Manchesmal muß ich zwangsbeglückterweise in Wien mit den Öffis fahren.
Dann nehm ich diese beiden Qualitätsblätter immer wieder gern mit!
Sie eignen sich so hervorragend um sie in der Werkstatt wo drunterzulegen, wenn Öl tropft.
Und nacher brennen sie so schön als Anzündmaterial im Ofen.

Das wars aber auch schon!

Antworten Boris
08.02.2012 19:03
11 0

Re: Ich nehm die Zeitung aber gern mit!

Fisch sollte man in die beiden Qualitätsblätter nicht einwickeln - die Druckerschwärze geht ab und malträtiert den optischen und geschmacklichen Eindruck.
Aber immer noch besser als Lesen...

Enrico II
08.02.2012 18:07
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Die Klugschei....


...von Pensionisten, die in ihrem Beruf zu feig waren, interessiert doch keine Sau.

Antworten Gast: maulwurferl
08.02.2012 18:58
2 0

Re: Die Klugschei....

gut, es interessiert Sie also nicht...

Antworten Boris
08.02.2012 18:20
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Re: Die Klugschei....

genau!
Wenn's in der eigenen Hose kracht, entdecken auch die servilsten Sartappen plötzlich die Ethik die sie dann vor sich hertragen wie Monstranzen.

 
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