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Ein Cartoon wird politisch: Buffy treibt ab

10.02.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Der Erfinder der Vampirjägerin "Buffy" übt in einem Comic Kritik an den Medien.

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Obwohl Abtreibungen in den USA seit fast 40 Jahren erlaubt sind, ist die Debatte im US-Wahlkampf neu entbrannt. Jene, die sich für das Recht der Frauen auf Abtreibung einsetzen, erhalten nun Unterstützung aus der Comic-Welt: Nachdem in der vorigen Ausgabe des Comic-Hefts „Buffy – Im Bann der Dämonen“ bekannt wurde, dass die Titelheldin nach einer durchzechten Nacht schwanger ist, handelt das neue Heft von ihrem Umgang mit dieser ungewollten Entwicklung.

„Ich will etwas tun, und ich glaube es wird sehr schwer sein“, sagt Buffy zum potenziellen Vater des Kindes. Weil sie weder einen Job noch eine eigene Wohnung hat und sich nicht einmal erinnern kann, was in besagter Nacht passiert ist, entscheidet sich Buffy: „Ich werde abtreiben.“ Mit dieser Stellungnahme in seinem Comic machte Herausgeber und Buffy-Erfinder Joss Whedon eine Ausnahme. Whedon kritisierte laut „Guardian“ den Umgang von Medien, Filmen und Politik mit ungewollten Schwangerschaften bei Teenagern: Es werde nicht wirklich auf das Thema Abtreibung eingegangen. Das sei „extrem frustrierend“. „Ich finde nicht, dass Buffy das Baby bekommen sollte“, sagt Whedon. „Ich glaube nicht, dass sie dafür sorgen kann.“ Und über ihre Entscheidung abzutreiben: „Ich stimme mit Buffy überein.“ sig

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

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