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News-Verlag manipulierte Auflage

10.02.2012 | 18:38 |  ANNA-MARIA WALLNER (Die Presse)

Axel Bogocz, seit September Chef der News-Gruppe, macht reinen Tisch und sagt, dass sein Verlag bis zu 30 Prozent überhöhte Auflagenzahlen an die ÖAK meldete.

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Es ist das erste laute Lebenszeichen, das der neue News-Verlagschef Axel Bogocz seit seiner Ankunft in Wien von sich gibt – doch der Anlass ist weder für ihn noch für die Branche erfreulich. Donnerstagabend hat er einzelne Vertreter der Medienbranche informiert, dass der News-Verlag zuletzt zu hohe Auflagenzahlen an die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) gemeldet hat und das nun bereinigt werde. Die ÖAK ermittelt zweimal pro Jahr die verkaufte Auflage aller Printtitel im Land. Neben der Media-Analyse, die die Reichweite der Blätter durch Befragung von Lesern erfasst, ist das die zweite „Währung“, mit der Verlage und die Werbewirtschaft rechnen.

Vor knapp einer Woche hat Verlagschef Bogocz die ÖAK von der Zahlenmanipulation in Kenntnis gesetzt, nun präsentiert er sich im Interview mit dem „Standard“ als Aufräumer. Er hat die Führung des Verlags, der zu 56 Prozent der deutschen Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr gehört, erst im September von Superkurzzeit-Chef Matthias Schönwandt übernommen, der wiederum Anfang 2011 auf Oliver Voigt gefolgt war.

Bogocz sagt zur „Presse“, er komme aus einem vertriebsorientierten Markt, mit der neuen Vertriebschefin Angela Schuh-Haunold habe er den Vertrieb besonders genau unter die Lupe genommen: „Fehler wie diese fallen einem schnell auf“, sagt er. Noch befinde man sich in der Aufarbeitung, es sei noch nicht klar, wie lange die Angaben über die Auflagen schon manipuliert wurden. Fest steht, dass bei allen zehn gemeldeten Titeln „um zwei bis 30 Prozent“ höhere Zahlen angegeben wurde, sagt Bogocz dem „Standard“. Mit der ÖAK sei vereinbart worden, die Zahlen rückwirkend bis zum zweiten Halbjahr 2010 zu korrigieren, damit es bei der nächsten Veröffentlichung der Auflagenzahlen verlässliche Vergleichszahlen gebe.

 

Auflagenergebnis kommt am 24. Februar

ÖAK-Chefin Sibylle Callagy bestätigt, dass der News-Verlag die korrigierten Zahlen bereits übermittelt hat. Diese sollen am 24.Februar mit dem Gesamtergebnis des zweiten Halbjahres 2011 veröffentlicht werden. Die ÖAK hat eine Sondersitzung für kommende Woche anberaumt, in der diskutiert werden soll, wie solche Tricks in Zukunft nicht mehr durchrutschen können: „Wie werden uns genau ansehen, wie wir unsere Prüfsysteme auch gesetzlich verbessern können.“

Bogocz sagt, es werde ermittelt, wer für dieses Vorgehen verantwortlich war. Er habe am Freitag erste Reaktionen von Kollegen bekommen, die ihm für seine Offenheit Respekt zollten. Offizielle Reaktionen aus der Branche blieben am Freitag aber noch aus.

Auf einen Blick

Seit September 2011 ist der Deutsche Axel Bogocz (47) neuer Chef der Verlagsgruppe News (u.a. „Profil“, „Woman“), der seither das Magazin „News“ einem Relaunch unterzog und nun offenlegte, dass der Verlag bisher zu hohe Auflagenzahlen an die Österr. Auflagenkontrolle (ÖAK) gemeldet hatte. [APA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2012)

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17 Kommentare
Gast: Johann S
11.02.2012 19:26
0 0

Man wird

regelmäßig mit Gutscheinen für den Kauf von Zeitungen dieser Verlagsgruppe ,im Postkasten belästigt
Wird doch nicht so über drüber laufen..

Zeitgeist1
11.02.2012 17:32
1 0

News

Kann mir nicht vorstellen, dass es viele Leute gibt, die heutzutage noch das rote News kaufen.

Dieses Magazin ist einfach zu reisserisch und parteilastig. Wenn schon ein linksgerichtetes Magazin, dann den Spiegel, der ist wenigstens interessant und anspruchsvoller als das News, auch wenn ich die politische Grundeinstellung nicht unbedingt teile.

Der Österreich Teil kommt halt dot zu kurz, aber so interessant ist es eh wieder nicht in unserem kleinkarierten Land. ;)

franz.r
11.02.2012 15:06
2 0

verfellnerisierung

die verfellnerisierung schreitet zügig voran !

franz.r
11.02.2012 14:26
2 0

news

hier kann man sehen , wie die linke news jedes jahr viele leser verliert http://www.castelligasse.at/Werbetechnik/Media-Analyse/media-analyse.htm

Gast: bad news
11.02.2012 09:29
3 1

die vertriebskapazunder scheuen wirklich keine mühe


noch Kosten. Da kommt ein Anruf in welchem die Zusendung von zwei Freiexemplaren von "News" angedroht wird und auf den mittlerweile standardmäßgen Einwand, daß das Machwerk vom Postkasten direkt in die Papiertonne zu wandern pflegt kriegt man ein "Dankeschön" und "Tschüss". Kommt dem Verlag das Schreddern der Überproduktion teuerer als diese ganze Prozedur?

Antworten heri3
11.02.2012 12:10
0 0

Re: die vertriebskapazunder scheuen wirklich keine mühe

wenn ich ein brauner wäre,
würde ich genauso handeln wie sie!
denn die wahrheit über den konkursler darf nicht an die öffentlichkeit!

Antworten Antworten Contix
11.02.2012 19:00
0 0

Re: Re: die vertriebskapazunder scheuen wirklich keine mühe

RICHTEN SIE DOCH NICHT SO ÜBEL ÜBER KONKURSLER, in zeiten wie diesen

Gast: UKW
11.02.2012 06:28
3 0

Die Umwelt ist sicher dankbar

Statt dass man die Magazine gedruckt hat und dann massenweise im Altpapiercontainer entsorgt, wie es Fellner tut, hat man sich gedacht, man druckt sie gar nicht und tut halt ein bisschen lügen wie gedruckt.

LNGO
10.02.2012 22:16
11 1

NEWS: Nicht Eine Wort Stimmt

Man sollte sich auch einmal die Inserate von "News" genauer ansehen.

Man wird feststellen dass ein beträchtlicher Teil der Inserate von:

Stadt Wien
Verkehrsministerium (massiv)
ASFINAG
Gewista
Lotterien
Bundeskanzleramt
OMV
Telekom
Verbund
Post
Wiener Linien
usw.

stammen. Die suggestive (SPÖ freundliche) Berichterstattung kommt eben nicht von ungefähr...

HEUTE lässt grüßen :-)


Antworten Gast: UKW
11.02.2012 06:20
4 1

Re: NEWS: Nicht Eine Wort Stimmt

Richtig. Die Inseratenaufträge werden großteils von der SPÖ erteilt und der Steuerzahler muss zahlen. In anderen Ländern gibt es sicher einen Paragraphen dafür, in Österreich offenbar nicht.

Von der SPÖ kommen aber nicht nur die Inserate, sondern auch der Chefredaakteur. Wenn er in all den Jahren nicht bemerkt hat, dass die Auflagenkontrolle ständig belogen wurde, ist als Chef untragbar. Wenn er es gewusst hat, noch viel mehr. Wenn der Herr Bogosz sich als Aufräumer präsentieren will, dann sollte er mit den SPÖ-Genossen anfangen, damit dieses Magazin wieder einen Funken Glaubwürdigkeit zurückbekommt. Mit dem ehemaligen Chef des SPÖ-Blättchens Arbeiterzeiitung sollte er gleich anfangen. Weg mit Pelinka!

Gast: die Rufmacher
10.02.2012 22:12
5 1

schwerer Betrug am Leser und Werbekunden!

ich wage zu behaupten, daß dieser Betrug bei den Printmedien lange Tradition hat und auch weit verbreitet ist.

und besonders schlimm: wenn die zahlen einer ganzen branche nicht stimmen, warum sollte der vermittelte redaktionsinhalt wahr sein?

Gast: Trudpert
10.02.2012 21:38
7 1

Betrug am Inserenten?

Ist das nicht Betrug am Inserenten?

Antworten Gast: Altkater1
11.02.2012 00:10
3 1

Re: Betrug am Inserenten?

Wieso?
Lesen doch sowieso nur Parteigänger.
Also bleibts eh in der Familie! :-))

Wolfi
10.02.2012 21:05
14 1

News = Nicht Ein Wort Stimmt


0 10

Re: News = Nicht Ein Wort Stimmt

Jämmerlich falsch geschrieben.
Hier werden Sie geholfen: Nicht ein Wort stimmt.
Merken Sie den Unterschied?

Antworten Antworten Contix
11.02.2012 19:04
0 0

Re: Re: News = Nicht Ein Wort Stimmt

er meint doch das eine Wort news. Vielleicht gibts ein anderes Wort für den Titel des Blattes, was besser passen würd. Spontan SPÖ Nus

Gast: das hirn
10.02.2012 20:19
12 0

ein wort

dazu nur ein wort : f e l l n e r i s m u s