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„Journalisten des Jahres“: Preisregen für die „Presse“

15.02.2012 | 18:27 |   (Die Presse)

„Die Presse“ hat die beste Printredaktion des Landes. Acht Mitarbeiter landeten im Ranking „Journalist des Jahres“ unter den ersten drei.

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Ein Saal voll fröhlicher Zufriedenheit. So präsentierte sich am Dienstag das Studio der Lotterien am Rennweg 44, wo sich die Medienbranche versammelt hatte, um die „Journalisten des Jahres“ zu ehren. Das Blatt „Der Österreichische Journalist“ vergab wieder eine Fülle an Preisen an jene Kollegen, die 2011 Namhaftes geleistet hatten. Nicht einmal das angespannte Verhältnis zwischen Verlegern und ORF konnte die Eintracht trüben: ORF-General Alexander Wrabetz und Styria-Vorstand Klaus Schweighofer, der dem Verband heimischer Privatsender vorsteht, teilten Tisch und Small Talk.

 

Hubert Patterer bester Journalist

Die Höhepunkte: Hubert Patterer, Chefredakteur „Kleine Zeitung“, als Journalist des Jahres durfte sich über geistreiches Lob von Bernd Schilcher freuen; Gerlinde Hinterleitner, Geschäftsführerin „Online-Standard“, wurde Medienmanagerin des Jahres; und „Presse“-Doyenne Anneliese Rohrer erhielt den Sonderpreis fürs Lebenswerk. „Presse“-Chefredakteur Michael Fleischhacker hielt auf sie eine launige, von Hochachtung getragene Rede, lobte, dass Rohrer sich für junge Journalisten einsetze. Mit Rainer Nowak gewann einer ihrer Schüler bei der „Presse“ die Kategorie Innenpolitik. Das Blatt war außerdem in mehreren Sparten auf Top-Ten-Plätzen stark vertreten: Josef Urschitz, Franz Schellhorn, Hanna Kordik (Wirtschaft), Oliver Pink (Innenpolitik), Norbert Mayer, Wilhelm Sinkovicz, Almuth Spiegler (Kultur), Oliver Grimm, Thomas Seifert (Außenpolitik), Sibylle Hamann (Kolumnisten), Clemens Fabry und Michaela Bruckberger (Foto). In der Kategorie Bundesländer wurden von der „Presse“ Duygu Özkan (Wien) und Klaus Höfler (Steiermark) geehrt. Karim El-Gawhary („Presse“ und ORF), der in der Außenpolitik gewann, wurde per Videoscreen dazugeschaltet. Erneute Sieger waren Rainer Nikowitz vom „Profil“ (Kolumnist) und Karl Hohenlohe von „Kurier“ und ORF (Unterhaltung). Im Sport setzte sich Wolfgang Winheim vom „Kurier“ durch.

Österreichs beste Journalisten geehrt: Lebenswerk für Anneliese Rohrer

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Coudenhove-Kalergi für Reform

Wrabetz nutzte die Gelegenheit, um für den ORF mehr Rechte im Bereich Social Media einzufordern. Vornehmlich allerdings freute er sich darüber, dass seine Mitarbeiter zur besten Redaktion des Landes gekürt wurden – nur knapp vor der „Presse“, die damit unter den Printmannschaften siegte. Politisch wurde Laudatorin Barbara Coudenhove-Kalergi: Sie sei stolz auf kämpferische ORF-Kollegen, meinte sie. Jede Generation müsse die politische Unabhängigkeit offenbar von Neuem erringen: „Es geht dabei nicht um die Besetzung eines Büroleiter-Jobs“, spielte sie auf den verhinderten Wrabetz-Sekretär Pelinka an, „sondern vielmehr um die notwendige Reform des Stiftungsrates.“ i.w

Die Preisträger

„Der österreichische Journalist“ lässt jedes Jahr „Journalisten des Jahres“ wählen: Hubert Patterer (Gesamtsieger), ORF (Redaktion des Jahres), Anneliese Rohrer (Lebenswerk), Rainer Nowak (Innenpolitik), Michael Nikbakhsh (Wirtschaft), Barbara Rett (Kultur), Kurt Kuch (Investigation), Karim El-Gawhary (Außenpolitik), Rainer Nikowitz (Kolumne), Karl Hohenlohe (Unterhaltung), Wolfgang Winheim (Sport), Clemens Fabry, Robert Jäger (Foto).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2012)

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3 Kommentare
Gast: Baguio
18.02.2012 16:19
2 0

Herzlichen Glückwunsch der Presse und den Journalisten!

. . . die beste Information auch für den Auslandsösterrecher.

Nur die Kommentare sollte man reihen, um die Streu vom Weizen zu trennen.

Gast: schlÄchter
16.02.2012 12:01
1 2

sg juroren von "der österreichische journalist"

am unsinnigen donnerstag sei mir folgender vorschlag erlaubt:

wie wäre es noch mit zwei weiteren kategorien:
"der beste manipulative journalist": mein vorschlag: ed moschitz
"der beste undercover-reporter": thomas müller

m fragenden g
s.


Gast: schluckspecht
16.02.2012 08:20
4 0

Mit Ausnahme von Anneliese Rohrer

wurden primär die Schönschreiber des neoliberalen Systems, welche die Leserschaft gezielt desinformieren, geehrt.
So wie auch Treichl und Stepic mit dem goldenen Verdienstzeichen für Österreich ausgezeichnet wurden, obwohl beide durch die horrenden Verluste und Risken ihrer Banken im Ostgeschäft massiv zum Verlust des AAA Österreichs beitrugen. Die höheren Kosten für den Kapitalbedarf der Republik dürfen nun die Steuerzahler berappen, die beiden Direktoren streifen Millionengehälter und ebensolche Boni ein.
Ergenisverantwortung auf österreichisch!
Das System huldigt sich selbst und seine Trabanten....derweil geht die Demokratie den Bach hinunter und die Schreiberlinge der gekauften Medien schauen weg!