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Markus Peichl soll Gottschalk auf die Sprünge helfen

22.02.2012 | 18:34 |  ISABELLA WALLNÖFER (Die Presse)

Thomas Gottschalks ARD-Talk kämpft in der "Todeszone" des Vorabends um Quoten. Ab März soll der Österreicher Markus Peichl dem Gottschalk-Talk als Redaktionsleiter zu mehr Schwung und Quote verhelfen.

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„Besonders düster sieht es für Thomas Gottschalk aus“, urteilte „Spiegel Online“ unlängst über das Quotendesaster des erfolgsverwöhnten TV-Entertainers. Da hatte dessen Vorabend-Talk „Gottschalk Live“ zum ersten Mal weniger als eine Million Zuschauer und nur einen mickrigen Marktanteil von 3,4Prozent erreicht. „So dürfte sich der in ARD-Kreisen gelegentlich auch ,Todeszone‘ genannte Vorabend für den ehemaligen Großunterhalter zum persönlichen Desaster entwickeln“, schrieb das Magazin. Doch der öffentlich-rechtliche Platzhirsch ARD will das Terrain nicht kampflos aufgeben – und holt sich kreative Unterstützung von einem in Berlin lebenden Österreicher: Markus Peichl – Jurist, Journalist, Medienberater und Sohn von Architekt und „Presse“-„Ironimus“ Gustav Peichl – soll Gottschalk als Redaktionsleiter auf die Sprünge helfen.

Peichl hat sich als Kreativer einen Namen gemacht: Er war Chefredakteur beim „Wiener“, gründete Mitte der 1980er-Jahre mit Lo Breier das Zeitgeist-Magazin „Tempo“, arbeitete als Medienberater, TV- und Musikvideoproduzent. Seit 2002 ist er Leiter der LeadAcademy für Mediendesign mit Sitz in Hamburg und Berlin und war von 2003 bis 2007 Redaktionsleiter bei „Beckmann“ (ARD). Ab März soll Peichl (53) dem Gottschalk-Talk als Redaktionsleiter (bisher gab es keinen) zu mehr Schwung und Quote verhelfen. Viermal wöchentlich läuft „Gottschalk Live“ um 19.20Uhr im ARD-Programm. Beim Start am 23.Jänner waren noch 4,34Millionen Deutsche dabei, mittlerweile sind es kaum über 1,5 Millionen.

Damit nicht genug, scheint sich die ARD auch nicht mehr nur auf Gottschalks Small-Talk-Künste und seinen Schwiegersohn-Charme zu verlassen: Komiker Oliver Kalkofe soll der Sendung mit gelegentlichen Kinobesprechungen Gags beisteuern.

 

ZDF: „Wetten, dass...?“-Nachfolge offen

Zwar hat Gottschalk bereits am 16.Februar in seiner Sendung verkündet: „Der Markus Lanz isses“, doch das ZDF hat sich mit seinem Late-Night-Talker offenbar noch nicht auf die Konditionen geeinigt, unter denen er Gottschalk bei „Wetten, dass...?“ nachfolgen wird. „Es gibt noch keine Festlegung“, sagte der scheidende ZDF-Intendant Markus Schächter der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“. Die Dauer der Nachfolgersuche begründete er damit, „dass es nicht klug gewesen wäre, jemand Neues in die Arena zu schicken, solange die Sonne des ,Allergrößten‘ noch am höchsten stand“. Gottschalks Rückkehr zum ZDF und zu „Wetten, dass...?“ sei aber „kein Thema“. Ein Neustart sei für Herbst geplant.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2012)

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4 Kommentare
Gast: triu
23.02.2012 16:03
0 0

Weder Peichl, schon gar nicht der "komische" Kalkofe

Ein solches Format, um die Zeit und dann nur eine halbe Stunde zwischen Werbung und Wetter, wer hat da noch Zeit nach Quote zu fragen....

artemis70
23.02.2012 15:15
0 0

wie lang muss jemand eigentlich

erfolgreich tätig sein, bis er nicht mehr als "sohn von .." bezeichnet wird?

Gast: Ritter Twitter
22.02.2012 22:22
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RT@yahoo.com

Mir hats heute gefallen.

Antworten Gast: Mir auch insoweit
23.02.2012 13:52
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Re: RT@yahoo.com

Wenn der Typ mal angesichts einer etwa Gleichaltrigen mit (mindestens) seinem einzigartigen Bekanntheitsgrad tatsächlich kurz die Luft anhält und dann nur noch was ins Schampus-Glas nuschelt, geht es!- Ob es sich aber noch dahin entwickeln kann?