Das Israel-kritische Gedicht von Günter Grass, das am Mittwoch in der "Süddeutschen Zeitung", der "New York Times", in "La Repubblica" und "El País", veröffentlicht wurde, schlug eruopaweit Wellen:
Der Mailänder "Corriere della Sera" schreibt: "Wer der Waffen-SS angehört hat, sollte vorsichtiger in seinen Urteilen sein. Ist es möglich, dass die iranischen Drohungen und das Vorhaben, die Atombombe zu bauen, um den Staat Israel auszulöschen, Grass nicht dazu bringen, sich an den antijüdischen Hass zu erinnern, der doch genau dieses doppelte 'S' beherrschte? Ist es möglich, dass diese ganze Entrüstung des Günter Grass sich gegen die Bewaffnung des Staates Israel richtet, nie gegen den 'gängigen' Antisemitismus, der in Europa das Blutbad unter jüdischen Kindern in Toulouse preist? Ein Gedicht reicht nicht aus, um soviel Unsensibilität zu kaschieren."
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