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FM4 übergibt Facebook-Seite an "liebe illegale Fans"

04.05.2012 | 16:17 |   (DiePresse.com)

Der ORF darf offiziell nicht auf Social Networks präsent sein, urteilt die Medienbehörde. Die Facebook-Seiten von FM4 und Ö3 werden von Fans übernommen. Der ORF will gegen die Entscheidung ankämpfen.

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Aufgrund des ORF-Gesetzes darf der ORF keine eigenen Facebook-Seiten betreiben. Die Radiosender FM4 und Ö3 verabscheideten sich am Donnerstagabend daher von Ihren Facebook-Fans. In einem kurzen Statement auf der FM4-Website richten sich die Verantwortlichen an ihre "lieben illegalen Fans" und schreiben, dass sie alle Tätigkeiten auf ihrer Facebook-Seite einstellen müssen. Den Betrieb der Seite übernimmt nun "eine kleine Gruppe engagierter FM4-Fans". Diese betreut den Auftritt des Senders auf Facebook nun. So soll sichergestellt werden, dass die Präsenz aktiv bleibt, ohne dass der Sender mit dem Bescheid der Medienbehörde in Konflikt kommt. Bei der Ö3-Facebookseite ist nun der Hinweis zu lesen, dass der Sender selbst "nach einer Entscheidung der Medienbehörden wegen gesetzlicher Einschränkungen keine eigene Facebook-Seite betreiben darf" und daher keine offiziellen Meldungen aus den Ö3-Studios in Heiligenstadt mehr schalten wird. Auch sie wird den Fans vermacht.

"Don't be afraid"

Der ORF hatte nach Ansicht der Medienbehörde KommAustria mit 39 Online-Auftritten das ORF-Gesetz verletzt. Dazu zählen unter anderem Facebook-Auftritte von FM4, Ö3 und Radio Niederösterreich sowie der offizielle Twitter-Account des Club2.

Einer Berufung gegen den Bescheid beim Bundeskommunikationssenat (BKS) wurde nicht stattgegeben. Damit dürfte aber noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Wie FM4 selbst in Anlehnung an eines seiner Mottos schreibt: "Don't be afraid, babies - wir geben nicht so schnell auf!" Dazu gesellt sich ein Meme-Bild von Gene Wilder in "Willy Wonka und die Schokoladenfabrik".

Gang zum Höchstgericht

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz will gegen den Bescheid weitere Maßnahmen ergreifen. Ordentliche Rechtsmittel sind nicht zulässig, also will er Beschwerde beim Verfassungs- beziehungsweise Verwaltungsgerichtshof einbringen. "Wir werden den Weg zu den Höchstgerichten beschreiten und aufschiebende Wirkung beantragen. Die Gesetzesinterpretation des BKS ist für den ORF nicht nachvollziehbar", ließ Wrabetz in einer Stellungnahme ausrichten.

 

(db)

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9 Kommentare

Der ORF hat auf FB einfach nichts verloren.

Soweit kommts noch, dass die sich noch einen Kommunikationskanal unter den Nagel reissen, und dann damit argumentieren weitere Gebuehren zu erhoehen, bzw fuer internetfaehige Geraete einzuheben. Es ist nicht die Aufgabe des ORF alle Menschen ueberall zu erreichen, sondern es ist einfach seine Aufgabe das ORF-Gesetz zu erfuellen, im Optimalfall nicht mehr und nicht weniger, und das bei Minimalen kosten.
Der ORF verhaelt sich aber, vor allem mit OE3 und ORF1 wie ein klassischer Mainstream-Privatsender, nur, dass er unter der Fuchtel der Politik steht und zusaetlich noch Zwangsgebuehren bekommt. Der ORF hat auf dem Mainstreammarkt allerdings NICHTS verloren, der wird gut genug von Privaten gefuellt, da brauchts keine steuerfinanzierte Zwangsbelustigung. Und sollte der ORF eine Luecke hinterlassen, wird sie sicher von anderen Gefuellt. FM4 muss halt jetzt die Suppe mitausloeffeln, die die ORF-Fuehrung eingebrockt hat.

Re: Der ORF hat auf FB einfach nichts verloren.

Grüß Gott, guten Morgen und willkommen im 21 Jahrhundert.

Re: Re: Der ORF hat auf FB einfach nichts verloren.

Ich bin im 21. Jhdt, aber es ist nicht die Gesetzliche Aufgabe des Staatsrundfunks diese Medien ueber Gebuehr zu versorgen. Immerhin ist es ein Rundfunk, und keine allumfassende Propaganda.

Re: Re: Re: Der ORF hat auf FB einfach nichts verloren.

allumfassende propaganda kommt dann wenn jedes blatt und jeder sender dem murdoch bzw der raika gehört.

Re: Re: Re: Re: Der ORF hat auf FB einfach nichts verloren.

ach und wenn er dem staat gehoert und hoerig ist, dann nicht, oder was? der staat und seine vertreter haben noch nie was ohne eigeninteresse gemacht, und wenns nur die bereithaltung als grosser futtertrog fuer politiker die sonst nichts koennen (pelinka) ist.

Gast: UKW
04.05.2012 20:24
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Ich hoffe die "Fans" haben alle ein rotes Parteibuch

Dann bleibt alles wie gehabt.

Antworten Gast: k62
07.05.2012 12:15
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Re: Ich hoffe die "Fans" haben alle ein rotes Parteibuch

Die "Fans" stellen ihre monatlichen Honorarnoten weiterhin an den ORF, da wird sich nichts ändern.

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WEIL den ORF können sie kontrollieren aber FB eben nicht, und genau DAS ist das Problem! Nach dem Motto: Es könnte ja jeder kommen... dann kann da jeder Posten... und das kann doch jeder lesen... und das geht einfach nicht! Comprende?



Die Österreicher und ihre "begründeten" (Ur)Ängste!!!

Gast: guioz
04.05.2012 14:16
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Nicht die Fans sind dabei illegal, sondern der ORF und dass

bei einem so eindeutigen Gesetzestext der GD des ORF noch immer Verständnisschwierigkeiten hat, sollte zu seiner Abberufung führen.

Er kann sich zudem beim Gesetzgeber kundig machen, was dieser mit dem Gesetzes Text gemeint hat und was dieser damit ausschließen wollte. Für die Absicht eines Gesetzes ist nämlich der Gesetzgeber zuständig und nicht das Gericht. Aber anscheinend wird es hierzulande immer mehr zur Mode ungeliebte Gesetze durch ein Gericht interpretieren zu lassen, wodurch dieses zum Gesetzgeber mutiert, aber diese Kompetenz hat ausschließlich die vom Volk gewählte Gesetzgebungskörperschaft!