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"Tatort": Abschied von König Einsam

06.05.2012 | 10:38 |  von Heide Rampetzreiter (DiePresse.com)

Sein letzter Fall: "Tatort"-Kommissar Cenk Batu (Mehmet Kurtuluş) steht vor einem moralischen Dilemma, in dem er nur verlieren kann.

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Wenn der "Tatort" idyllisch anfängt, dann weiß man: Das wird kein gutes Ende haben. Am Beginn seines letzten Falles badet der Undercover-Cop Cenk Batu mit seiner neu gefundenen Liebe Gloria (Anna Bederke) im Meer und wandert durch die steinige Landschaft von Lanzarote - ohne Worte. Die fallen erst, als Batus Handy klingelt und er zu einem neuen Fall in die Hansestadt zurückbeordert wird. Diesmal führt sein Einsatz den Hamburger Ermittler in die Bankwelt. Ein Geschäftsmann hat einen Killerin auf den Bundeskanzler (Kai Wiesinger) angesetzt, um aus den Börseturbulenzen nach dessen Tod Gewinn zu schlagen.

Aber nicht der Geschäftsmann, die Killerin ist Cenks Gegenspielerin: Corinna Harfouch spielt den "eiskalten Engel" Valerie, eine Frau mit "sensorischer Integrationsstörung", wie es ein Psychiater formuliert. Das macht sie zum auf faszinierende Weise berechnenden Profi - und zur liebesunfähigen Mutter für ihren heranwachsenden Sohn (Jonas Nay). Valerie entführt Cenks schwangere Freundin und droht, diese zu töten, wenn er den Mord nicht ausführt "Die Ballade von Cenk und Valerie" heißt der letzte Einsatz von Mehmet Kurtuluş, der nach sechs "Tatort"-Folgen nicht mehr wollte.

Hart und kalt ist Valerie ein ebenbürtiger Widersacher für den so kontrollierten Cop, der beim Fernsehpublikum im im Vergleich eher mäßig ankam. Das ist auch dem Konzept Undercover geschuldet: Batus viele Identitäten machen ein Wiederkennen schwer, er hat keine Ticks, in denen man sich wiedererkennt, keine Freunde oder Familie. Erst in der letzten Folge zeigt er sich menschlicher, man erhascht einen Blick auf den "richtigen" Cenk, der sich unter all den Fassaden der vorigen Fälle versteckt. Ein Verlorener, der auch im moralischen Dilemma nach dem richtigeren Ausweg sucht.

Regisseur und Autor Matthias Glasner hat beim Abschied Ermittlers ganze Arbeit geleistet: König Einsam Cenk Batu zeigt sich noch einmal in vollem Glanze, die Killerin und ihr Sohn sind so gefährlich wie bemitleidenswert, allesamt erscheinen als Getriebene in einer kalten Welt. Schade, die Folge nicht das Gleichgewicht hält. Denn die parallel erzählte Geschichte von den bösen Spielern an der Börse ist so flach, dass das Wort Klischee zum Euphemismus verkommt. Wem die Sympathie eines Boerne oder Thiel fehlen, dem verzeiht man solche Schwächen eben weniger leicht.

Was nach dem Undercover-Cop mit dem Vertrauensproblem kommt? Til Schweiger. Der löst im Herbst seinen ersten Fall in der Hansestadt.

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9 Kommentare
Gast: ich liebe dise tatort
08.05.2012 15:03
0 0

der beste ist cenk

Er macht immer gute tatort un es ist shade das er keine merh mach
JE VEUT QUE TU CONTINUE :)

Gast: Tattortur
07.05.2012 17:52
1 0

Fernsehmist

Selten so einen haarsträubenden Blödsinn gesehen. War das Satire oder ernst gemeint? Die ganze Bank als irre Mörder GmbH? Die kranke Superkillerin mit Sohn im Wald? Der Undercover-Cop als Kanzlermörder und keiner der 300 Scharfschützen schießt, obwohl der Titelheld von den vielen roten "Leuchtpunkten" auf seinem Körper wie ein Maikäfer aussieht? Und die entführte Freundin mußte natürlich auch noch schwanger sein, der Held wird fast nackt auf einen Tisch gefesselt (warum eigentlich?). Ein Film, wie unter Rauschgifteinfluss gedreht. Für so ein Drehbuch sollte man Berufsverbot bekommen, ebenso wie der durchgeknallte Regisseur und der hölzerne Hauptdarsteller.

Gast: sp6179
07.05.2012 10:51
2 0

Ein großartiger Tatort...

... und ein toller Ermittler: Ich werde diesen Hamburg-Tatort vermissen, denn es muss nicht immer nur alles nach Schema F verlaufen (Leiche, zwei Ermittler, 70 Minuten Fahnund/Ermittlung, Happy End).

Eben weil diese Tatorte gegen den Strich gebürstet waren, nicht immer die obligatorische "Wer hat es getan?"-Geschichte lieferten, waren sie so spannend. Abgesehen davon waren auch alle Folgen mit - einem großartigen - Mehmet Kurtulus ästhetisch und außergewöhnlich fotografiert, was vielleicht nicht für den alteingegessenen Tatort funktionieren mag, aber keinesfalls ein Indiz für einen "schlechten" Krimi ist!

Schade, dass nach so wenigen Folgen schon aufgegeben wurde..

das wäre wohl eine Klage auf Schadenersatz

angebracht. Sowas von Volksverblödung gehörte
eigentlich bestraft.
Hatte das Video davon in fünf Minuten durch,
grosse Teile überspringend, und diese fünf
Minuten waren noch zuviel.

Mit Til Schweiger hat der "Tatort" seinen Totengräber gefunden.

Dieser Pseudo-Schauspieler ist so grottenschlecht, dass er an Negativperformance wohl kaum noch zu toppen ist.

hab nach

10 Minuten abgeschaltet - langweilig und verwirrend. Versucht filmisch modern zu sein. Ist das das Zielpublikum des Tatort? Bezweifle ich.
Fad!

Gast: so viele kluge menschen hier
06.05.2012 21:21
0 0

Beim besten Willen nicht zum Anschauen

Ich hab's aufgegeben :

So ein wüstes Sammelsurium von Unmöglichkeiten, Widersprüchen, Logik-Brüchen und Dummheiten habe ich in einem Krimi noch nie gesehen - noch dazu in kompletten Ernst dargestellt.

Wer soll dieses Machwerk bis zum Ende ertragen ?

Gast: b754
06.05.2012 15:30
1 0

sicher einer der schlechteten tatorte

und ich fürchte mit schweiger wirds noch schlechter

Gast: freund ?
06.05.2012 12:13
0 0

das 'undercover' kam nicht so an



bei den zusehern .