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Eva Dichand legt Eigentümer offen: „Heute“ und „Krone“ in einer Familie

07.05.2012 | 18:45 |  Von Florian Skrabal (Die Presse)

„Heute“ und die „Kronen Zeitung“, die beiden größten Zeitungen Wiens, gehören der Familie Dichand: Sie erreichen 75 Prozent der Tageszeitungsleser in der Bundeshauptstadt (ohne Berücksichtigung der Doppelleser).

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Es galt als eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Republik: Wer steckt hinter der Gratistageszeitung „Heute“? Seit die erste Ausgabe der U-Bahn-Zeitung im September 2004 zur freien Entnahme auflag, verdeckte ein Netz aus Treuhändern und Privatstiftungen die Identitäten der eigentlichen Nutznießer. Nach jahrelangen Spekulationen legten die Verantwortlichen gestern offen, wer hinter Wiens mittlerweile reichweitenstärksten Tageszeitung (41,5 Prozent im Jahr 2011) steht: Die Mehrheit hält „Heute“-Herausgeberin Eva Dichand, Ehefrau von Christoph Dichand, seines Zeichens Chefredakteur und Herausgeber der „Kronen Zeitung“. Zusammengenommen (ohne Doppelleser zu berücksichtigen) erreichen „Heute“ und „Krone“ 75 Prozent der Wiener Tageszeitungsleser.

Eigentümer der Gratiszeitung sind offiziell zwei Stiftungen – die Pluto beziehungsweise die Periodika Privatstiftung. Pluto ist zu 74, die Periodika zu 26 Prozent an der Ultimate Media Beteiligungs- und Management GmbH beteiligt. Diese hält wiederum 100 Prozent der AHVV Verlags GmbH, in deren Haus „Heute“ erscheint.

Mit der Offenlegung kommen die Verantwortlichen der Gratispostille jener Änderung des Mediengesetzes zuvor, die in rund zwei Monaten in Kraft tritt. Ab 1. Juli müssen Medien melden, wer ihre „direkten oder indirekten“ Eigentümer, oder im Fall von Stiftungen, „die Begünstigten der Stiftung“ sind. Letzteres war bisher der beste Schutz vor einem Blick hinter die Kulissen des Gratisblattes: Denn Begünstigte einer Stiftung sind laut österreichischem Privatstiftungsgesetz nur in der sogenannten Stiftungszusatzurkunde vermerkt – und diese ist für die Öffentlichkeit nicht einsehbar.

Die Pluto Privatstiftung wurde von Eva Dichand und ihrem Bruder Georg Kriebernegg gestiftet. Begünstigte wiederum sind Eva Dichand und ihre Kinder.

Die zweite Stiftung hinter „Heute“ ist im stetig in Bewegung befindlichen Firmennetz keine Unbekannte: Bereits im Jahr 2005 übernahm die Periodika Privatstiftung sämtliche Anteile an „Heute“ vom SP-nahen Steuerberater und Treuhänder Gerhard Nidetzky. Dieser hatte 2004 eine leicht verschuldete Firma übernommen und in AHVV Verlags GmbH unbenannt. Am selben Tag wurde Wolfgang Jansky deren Geschäftsführer. Jansky wechselte damals Jobs – und die Seiten: Vom Pressesprecher des damaligen SP-Wohnbaustadtrates Werner Faymann wurde er zum Geschäftsführer und somit zu einer der zentralen Figuren bei „Heute“. Ob der Treuhänder Gerhard Nidetzky die Anteile an „Heute“ zuvor auf eigene Rechnung oder für jemand anderen gehalten hat, ist bis dato unbekannt. Jansky jedenfalls wurde wenig später zum Vorstand jener Periodika Privatstiftung.

Fragen zur Vergangenheit weiter offen

Auf Grund dieser wie anderer personeller Verflechtungen und des zeitlichen Ablaufs bei der Zeitungsgründung waren in der Vergangenheit immer wieder Vermutungen laut geworden, dass hinter „Heute“ entweder die SPÖ oder „Krone“-Gründer Hans Dichand stecken könnte. Diesen Gerüchten will Eva Dichand nun ein Ende bereiten: „Jeden, der jetzt noch behauptet, dass ,Heute‘ der SPÖ oder einer SPÖ-nahen Organisation gehört oder von dort finanziert wurde oder dass ,Heute‘ Hans Dichand oder der Mediaprint gehört, werden wir vorbehaltlos auf Verleumdung und Schadenersatz klagen“, kündigte sie an. Dass man nicht schon früher an die Öffentlichkeit gegangen sei, habe mit „gewachsenen Strukturen“ zu tun.

Genau diese Strukturen lassen jedoch noch etliche Fragen unbeantwortet. Wer hatte etwa bei der Gründung von „Heute“ und bei der rasanten Expansion seine Finger im Spiel? Und woher kam das Geld? Laut Eva Dichand ausschließlich über die Bank Austria mit einem Drei-Millionen-Kredit. Experten scheint das wenig für die Gründung einer Zeitung.

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70 Kommentare
 
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Haben was drauf, die Dichands ...

... da wird der Geifer wohl kein Ende nehmen.

Antworten Gast: L.W.
08.05.2012 15:23
1 0

Haben was drauf, die Dichands ...

Richtige Vorbilder sind das, nicht wahr ?

Übrigens, was genau haben die denn so drauf ? Könnten Sie das näher erörtern ?

Eventuell wie man mißliebige Kritiker zum Kuschen bringt ? Oder einen 3 Mio-Kredit bei der zum Glück politisch überhaupt nicht eingefärbten Bank Austria abstaubt ?

Wie man von Inseraten auf Kosten der Steuerzahler lebt ?

Wie man die Unmengen des täglich produzierten Mülls auf Kosten der diese Postillchen Nichtlesenden umwälzt ?

Bin schon gespannt auf Ihre Vorschläge...

Aber wie man sieht, funktioniert die Medienkaufmethode der SPÖVP überaus wirkungsvoll!

Durch die staatliche Presseförderung und die Inseratenflut haben sich die SPÖVP die Medien gekauft und zu Regierungspropagandaabteilungen degradiert !!!!

Aber wie man sieht, funktioniert die Medienkaufmethode der SPÖVP überaus wirkungsvoll!

Durch die staatliche Presseförderung und die Inseratenflut haben sich die SPÖVP die Medien gekauft und zu Regierungspropagandaabteilungen degradiert !!!!

Gast: Gast2345
08.05.2012 13:09
8 0

Heute

Also das unseriöse Schmierenblatt -Heute- als deren Eigen zu bezeichnen ist für die Dichand-Dynastie peinlich genug. Die Krone an sich ging ja für die österreichischen Musikantenstadelschauer gerade noch durch.

Gast: Argesauge
08.05.2012 10:34
5 0

Anzeige

Frau dichand betont gerne, dass der Großteil der anzeigekunden von Handelsfirmen kommt (70%?)

Ja - das mag stimmen ?

nur - könnte heute OHNE die restlichen 30% anzeigen die von steuergeld bzw. via im oeffentlichen Besitz befindlichen bzw. unter Kontrolle stehenden Einrichtungen, Firmn, etc. kommen überleben?

Würde heute dann noch Gewinn abwerfen?

Zahlt heute für die Standplätze bei den ubahnen?
wieviel?

liebe press. Recherhieren Sie - bitte!

Danke!


Re: Anzeige

Die Antwort lautet NEIN, ohne die SP wäre dieser Betrieb im AUS!

Gast: guest658
08.05.2012 08:32
10 0

..und wo ist da die Wettbewerbsbehörde?

In Demokratien könnte dies der Anlass zur Zerschlagung eines beherrschenden Unternehmens sein...

Re: ..und wo ist da die Wettbewerbsbehörde?

Es gibt "leider" in diesem Zusammenhang KEINE Sippenhaftung!

armes

österreich !

immer wieder faszinierend wie ein kleiner arroganter teil der bevölkerung dem eigenen volke schaden !

12 0

Die intime Nähe zu den Sozialisten,

im Besonderen zu den Rathaus-Sozialisten, ist augenscheinlich an den mehr oder minder täglichen, einfältigen Inseraten der Wiener Stadtwerke in den beiden Gratis-Blättern. Unter anderem wird mir vom Monopolbetrieb Wiener Wasserwerke - zu Lasten meiner Wassergebühren - mitgeteilt, dass diese mich mit Trinkwasser versorgen.
Interessant ist auch, dass diese Gratisblätter ohne Weiteres Genehmigungen für ihre fix montierten Zeitungsständer im Haltestellenbereich von U- und Straßen-Bahn erhalten. Interessant wäre auch, wie viele Tonnen Altpapier von den im Haltestellenbereich verteilten Gratisblätter die Wiener Linien - zu Lasten meiner Fahrscheingebühren - zu entsorgen haben.

'Halt du mir die Leute dumm, ich halt sie dir arm'


Kann sein, dass das früher der Fürst zum Bischof gesagt haben mag.

Heute sagt es jedenfalls der Sozialist zum Verleger!

Gast: Argesauge
07.05.2012 23:55
8 0

Heute wird untergehen

Volksbegehren GEGEN Veruntreuung von Steuergeld für befreunderlschafte Medien via Pseudoauftraege Inform von Inseraten

Inserate kosten die Zeitung defakto fast nichts !

bitte um info liebe presse:

was kostet eine zusaetzliche Doppelseite Werbung Farbe auf schundpapier bei Auflage > 500.000 ???
und was kostet sie den Inserenten!

Und bitte ohne Gemeinkostenanteil - NUR die zusaetzlichen kosten fuer druck !!!!

Danke !

27 0

Heute gehört SPÖ

....und jetzt verklage mich...

Gast: schonwiedereingast (dauerzensuriert)
07.05.2012 21:38
0 1

sry, hab noch die 10%

Politiker, Bonzen u sonstiges Gesindel vergessen

28 0

Diese beiden Blätter

sorgen für die vorschreitende Verdummung der Bevölkerung.

Gast: 75%
07.05.2012 20:51
23 0

Kartell zerschlagen

75%
Das ist doch eindutig ein Kartell
So schnell als möglich zerschlagen

Gast: UKW
07.05.2012 20:37
24 0

Man sollte die Anzahl der Leser nicht mit der Druckauflage verwechseln

Ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Druckauflage geht ungelesen zum Altpapier.

Aber so unrecht hat die Dichand gar nicht. "Heute" wird nicht von der SPÖ finanziert. Es sind die Steuerzahler, die die Inserate bezahlen müssen, die vom Personalkader der SPÖ in ihren öffentlichen Funktionen an "Heute" vergeben werden.

7 0

Re: Man sollte die Anzahl der Leser nicht mit der Druckauflage verwechseln

Und den Rest kassieren sie mit der Förderung der Medien.
Alleine für die Veröffentlichung der Lottozahlen gibt es schon jede Menge Geld.

Gast: 75% der Wiener (ohne Berücksichtigung der Doppelleser). Da wurden schon mit kleineren Streitmächten ganze Imperien erobert.
07.05.2012 20:32
22 0

Kann bei 75% der Wiener (ohne Berücksichtigung der Doppelleser) noch ein Politiker wagen, nicht brav Inserate zu buchen? Der hätte dann wohl kein nettes Leben mehr, oder? Besser lieber die Dichands mit Steuergeldern anfüttern, als sie zu erzürnen, oder?


Da versteht man die Unnötigen im U-Ausschuss besser, wieso die lieber nur auf den Grasser los gehen. Der steht alleine und muss sich alles gefallen lassen. Ob er jetzt viel oder wenig angestellt hat.

Die Familie Dichand dagegen ist sakrosankt. Aufmüpfige könnten bei der Medienmacht einfach in Grund und Boden geschrieben werden. Und mit Klage hat die Frau ja auch schon gedroht.

Damit jeder gleich weiß, wie der Hase läuft? Muss man den Dichands jetzt alles durchgehen lassen? Weil ihre Rache fürchterlich wäre?

Und wieso wird Herr Fellner jetzt nicht mehr in den U-Ausschuss vorgeladen? Obwohl das Herr Pilz gefordert hat. Hat man Angst, den Zorn der Dichands heraufzubeschwören? Denn immerhin, bei aller Konkurrenz, ist doch Fellner auch ein Medienmacher, auch einer von ihnen.

Steht der inzwischen auch unter dem Schutz der Dichands? Nach dem Motto, einer Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus?

Und darf man, in Zeiten wie diesen, so etwas überhaupt noch posten?

Antworten Gast: vercingetorix
08.05.2012 02:03
0 0

Außerdem ist die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien

(in deren Vorstand einige aktive ÖVP-Nationalratsabgeordnete sitzen) über eine 50 %-ige Beteiligung an der Medicur Holding Ges.m.b.H. (Die restlichen 50% halten die RZB-Tochtergesellschaften UNIQUA und RZB Wien.) zu 44,8% an der KURIER Zeitungsverlag und Druckerei GmbH beteiligt. Diese hält wiederum 30% an der Mediaprint Zeitungs- und Zeitschriftenverlag GmbH & Co KG und 25,3% an der Verlagsgruppe NEWS GmbH (An der, über die Verlagsgruppe NEWS Beteiligungsgesellschaft m.b.H. & Co KG, mit 36,25% die Familie Fellner partizipiert. Der Mehrheitsanteil dieser Beteiligungsgesellschaft gehört Gruner & Jahr.).

http://www.raiffeisen.at/eBusiness/rai_template1/1021234568466-347687825877055807_439781726722414381-537146113816046496-NA-11-NA-NA.html

Anders ausgedrückt: Es sind nicht nur die Fellner-Brüder und die Familie Dichand, die hier "mitschneiden".

Gast: b754
07.05.2012 20:04
1 18

da jammern die schwarzen dabei haben die doch die freie presse


Antworten Gast: b754
07.05.2012 20:53
9 0

Da steckst du also. Habe dich schon im ganzen Forum gesucht. Sucht dir endlich einen eigenen Nick.


Antworten Antworten Gast: b754
07.05.2012 21:17
0 10

Re: Da steckst du also. Habe dich schon im ganzen Forum gesucht. Sucht dir endlich einen eigenen Nick.

wenn du sonst nichts zu tun hast bist due eine ziemlich arme....

Antworten Antworten Antworten Gast: b754
07.05.2012 21:30
0 0

Und wer bist du? Gehörst du auch dazu?


Antworten Gast: b753+1
07.05.2012 20:22
1 1

Gib mir jetzt endlich meinen Nick zurück, ich wollte ihn zuerst!


 
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