Es ist bereits die zweite Tonpanne bei der ARD in kurzer Zeit: Am Sonntagabend zeigte der deutsche Öffentlich-Rechtliche den letzten Fall des Hamburger "Tatort"-Ermittlers Cenk Batu (Mehmet Kurtulus). In "Die Ballade von Cenk und Valerie" ging es hochdramatisch zu: Mit einer todkranken Profi-Killerin, einem Anschlag auf den deutschen Bundeskanzler und dem Ableben des Undercover-Cops - aus Liebe. Ausgerechnet im Finale patzte die ARD: Man hörte die Stimme von Moderator Jörg Schönenborn, der im Anschluss an den "Tatort" über die Landtagswahl in Schleswig-Holstein berichtete. "Ja, machste zwei 1:30, Lutz macht das immer", hörte man Schönenborn. Eine Frau sagte: "Nur so, dass die kleinen Haare (...) da weg sind."
"Noch während des laufenden "Tatorts" hat ein Techniker in Kiel den Tonkanal aus dem dortigen Wahlstudio zu früh geöffnet", erklärte eine NDR-Sprecherin der deutschen Nachrichtenagentur dpa. "So war in der 'Tatort'-Schlussphase für wenige Sekunden zu hören, was zur selben Zeit im Wahlstudio gesprochen wurde. Eine bedauerliche Panne."
Lachanfall bei den "Tagesthemen"
Zuletzt gab es Mitte April eine Tonpanne in der ARD: Während der "Tagesthemen"war im Hintergrund die Champions-League-Berichterstattung auf Sat.1 zu hören. Nachrichtenmoderatorin Susanne Daubner brach daraufhin in Lachen aus.
Der Abschied von Mehmet Kurtulus als Cenk Batu war in Deutschland mit 7,08 Millionen Zuschauern (Marktanteil 19,9 Prozent) der bislang quotenschwächste "Tatort" in diesem Jahr. Sein Nachfolger im Hamburger "Tatort"-Revier wird Til Schweiger.
(Red.)

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