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ORF-Standort: Neubau in St. Marx am günstigsten

25.05.2012 | 20:11 |  von Isabella Wallnöfer (DiePresse.com)

Der Neubau in St. Marx liegt von den Kosten her gleichauf mit einem Standort am Küniglberg. Allerdings wäre der ORF nicht mehr Immobilien-Eigentümer, sondern Mieter.

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Lange hat ORF-General Alexander Wrabetz die Stiftungsräte warten lassen. Erst nach 19 Uhr erhielten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Standort am Freitag die geforderten Zahlen, die sich durch die Neuberechnung der verschiedenen Standort-Varianten ergeben hatten. Fazit: Entgegen ersten Kalkulationen ist nun die zunächst teuerste Variante die billigste. Dem Vernehmen nach (offizielle Auskunft will die ORF-Geschäftsführung nicht geben) wäre ein Neubau in St. Marx mit jährlich 32,2 Millionen Euro (auf 35 Jahre berechnet) knapp günstiger als ein gemeinsamer Standort aller ORF-Unternehmen am Küniglberg (32,3 Millionen). Ein Verbleib an den drei Standorten des ORF hingegen wandelt sich von der billigsten zur teuersten Variante (33,2 Millionen).

Eine von den Stiftungsräten von Wrabetz geforderte explizite Festlegung, welchen Standort er präferieren würde, ist in dem Schreiben, das er am frühen Freitagabend übermittelte, nicht enthalten.

ORF-Finanzdirektor Richard Grasl sah am Freitagabend denn auch „weiter alle drei Varianten im Spiel". St. Marx wird jedoch als sinnvolle und ökonomische Variante gelobt, was den Schluss zulässt, dass Wrabetz einem auch vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SP) bevorzugten Bau in St. Marx den Vorzug geben würde.

Entscheiden muss darüber der Stiftungsrat. Dort ist mit Widerstand zu rechnen. Bedenken herrschen vor allem, weil der ORF im Falle eines Neubaus in St. Marx nicht mehr Eigentümer der Immobilie wäre, sonder nur Mieter: (c) APA (Herbert Neubauer) St. Marx: Entsteht hier bald ein Neubau für den ORF?

(c) APA (Herbert Neubauer) St. Marx: Entsteht hier bald ein Neubau für den ORF?

Das Immobilienvermögen des ORF soll im dem Fall in eine gemeinsame Immobiliengesellschaft mit der Stadt Wien eingebracht werden, ein Immobilienfonds würde die Baukosten finanzieren. Das würde zu einer Abhängigkeit des ORF von der SPÖ Wien führen, fürchten Beobachter, die nicht wollen, dass der ORF sein „Familiensilber" verkauft.

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40 Kommentare
 
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Gast: Schwampf
25.05.2012 22:26
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Deutschland

Wir sollten uns an/nach Deutschland orientieren:
1) ORF ersatzlos steichen oder gleich wie in Deutschland organisieren, alle Programme FREI und in HD
2) Alle Programme aus Deutschland werden terrestrisch ohne Beschränkung ausgestrahlt
3) Dies alles kann auch für die Politik eingesetzt werden, ebenfalls für die Wirtschaft. In der BRD ist alles ca. 10% günstiger!!
4) Erster Schritt für ein vereinigtes Europa - Freistaat Österreich

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Re: Deutschland

vielleicht irre ich mich und habe etwas missverstanden aber irgendwie klingt das was sie da von sich geben ein wenig nach der Forderung zum erneuten "Anschluss".

Re: Re: Deutschland

na und? warum eigentlich nicht?! das wäre nicht das schlechteste! dann waren wir auf einen Schlag viele unserer Probleme los. ohne Deutschland wäre diese durch und durch korrupte Europa längst schon kaputt.

0 5

Re: Re: Re: Deutschland

Und ich nehme an wenn das passiert ist wäre aus Ihrer Sicht auch eine starke Führungspersönlichkeit nötig, die das neu entstandene deutsche Grossreich auf Vordermann bringt?

Re: Re: Re: Re: Deutschland

klar, die gibt es ja schon: Mutti Merkel.

man darf ja wenigstens noch von Deutschland träumen, auch wenn das leider immer wieder von manchen Neurotikern missverstanden wird.

0 4

Re: Re: Re: Re: Re: Deutschland

Wo ist die Presse Zensur wenn man Sie braucht? Was kommt als nächstes? Nach dem Anschluss und dem neuen Führer den Sie gern hätten dann der totale Krieg oder? Unglaublich was es für Leut gibt.

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st marx - name ist programm

...

Marxistischer Fernsehn ...

... aus St. Marx. Wie passend. Wieso wird der ORF nicht endlich privatisiert? Wenn ich mal TV schaue, dann jedenfalls sicherlich nicht ORF: sowohl die Polit-Diskussionen auf ATV (Mi) als auch auf Puls4 (Mo) ist besser als Im Zentrum, Dokus bringen ServusTV, Phoenix, ZDF Neo, ZDF Expedition weit interessantere ... und der Müll um Dancing Stars und Co ist bestenfalls Konkurrenz zu RTL2, den ich gar nicht mehr programmiert habe.

einst war der küniglbeerg die beste lösung....



jetzt soll es st. marx sein?
HA HA HA!

in den 1960ger jahren regulierte man in heute liesing den liesingbach - jetzt haben wir, undank an die bezirksmacher ein RIVERSIDE shopping?


Gast: tg
25.05.2012 21:15
8 0

"Unabhängigkeit" - das ist originell...

In den Bundesländern macht der ORF doch sowieso reinste Hofberichterstattung und Selbstbeweihräucherung.

Beim ORF OÖ vergeht praktisch kein Tag ohne dass Pühringer und andere Politiker - völlig ohne Kritik - ins rechte Licht gerückt werden. Und In NÖ, Wien usw. wird es kaum anders sein.

Die Bürger lassen das brav über sich ergehen. Kennen ja nicht anderes. Aber Hauptsache der ORF ist "unabhängig"...

Gast: Analyst 829
25.05.2012 21:12
10 1

Nachts nach St. Marx

Ob Prominente gerne Nachts nach St. Marx fahren für diverse Nachrichtensendungen sei dahingestellt.

Billiger wäre auf jeden Fall ein Acker z. B. im Weinviertel, wenn es um den Preis geht.

Aber was soll's die Roten haben in St. Marx ein Problem, da dort in Wahrheit keine Firma ohne Subvention hinzieht. Das Preis/Leistungsverhältnis ist trotzdem in Wahrheit nirgendwo schlechter als in St. Marx. Nun, wo der ORF bald keine rote Hochburg mehr nach den nächsten Wahlen sein wird, muss er eben zerstört werden, damit diese Propagandamaschine nicht dem blauen Feind in die Hände fällt.

Da noch schnell eine rote Ruine in St. Marx zu übertünschen scheint schon fast logisch.

Dass so ein Fernsehsender genauso viel Strom braucht wie ganz St. Pölten, ist egal. Bauen wir eben Leitungen und auch Datenleitungen und das das Ganze für die Allgemeinheit eine Kostenexplosion gegenüber dem Standort am Künigelberg bedeutet, ist den Roten völlig egal. Rot-Grün ist eben Planwirtschaft und entsprechend ineffizient und teuer, das wissen wir doch vom Wasserpreis und von den Kurzparkgebühren in immer mehr Teilen der Stadt zu Wucherpreisen schon jetzt.

Ich brauche gar nicht rechnen, dass ich sagen kann, dass der jetzige Standort billiger, sicherer (z. B. Stromversorgung über ein eigenes Kraftwerk für den Notfall für Wochen gesichert) und auch zweckmäßiger ist, da der Großteil der privaten Filmindustrie bereits rund um den ORF sich niedergelassen hat.

Und das mit dem Mieten kennen wir vom IMAX-Kino...

Die Frage bleibt warum der ORF denn zwingend in Wien

seine Zelte aufschlagen muss. Ein Neubau im Süden (da gäbe es ein geeignetes Areal direkt an der B17 neben dem Tierschutzhaus) oder sonst irgendwo außerhalb der Stadtgrenze wäre sicher billiger und der Standort auch nicht schlechter. Man könnte Kooperationen mit privaten Firmen suchen die auch mal Studios brauchen und Kapzitäten und Technik an diese vermieten. Da würde Geld reinkommen, aber das will man ja nicht.
Der ORF erscheint nach außen hin recht elitär, obwohl er eigentlich dem Volk mit guter Informationen dienen sollte. Aber das hat er offensichtlich schon lange vergessen.

Gast: UKW
25.05.2012 21:01
11 1

Die bei weitem billigste Variante ist die ersatzlose Abschaffung des Rotfunks

Dadurch würde sich fast jeder Österreicher 250 Euro pro Jahr sparen. Könnten die Genossen von der Arbeiterkammer nicht diesbezüglich bei ihren Genossen intervenieren? Ach so, ich vergas, ein Genosse krazt dem anderen kein Äuglein aus.

Gast: the_max
25.05.2012 21:00
4 0

Wird sicher wieder ein Klassiker

Also mich würde es nicht wundern, wenn nach Baubeginn der Bau doch um vieles teurer werden und der Steuer- und Gebührenzahler wieder zur Kasse gebeten würde.
Überarbeitete Berechnungen sind sowie so "das Beste", wenn nachher das zufälligerweise gerade noch billigere Wunschresultat herauskommt!
DANKE - die Berechnung mag ich nicht sehen und prüfen...

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Re: Wird sicher wieder ein Klassiker

Sehr gut auf den Punkt gebracht!

 
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