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Willi Resetarits spendet zum letzten Mal „Trost und Rat"

15.06.2012 | 17:16 |   (DiePresse.com)

Am Sonntag wird die Liveshow des Radio Wien mit einem Fest beendet. Resetarits scheidet in Unfrieden mit der Direktion.

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Sonntag, 19 Uhr. Aus dem Radio ertönt eine anachronistische Signatur, eine sanfte ältere Dame kündet „Trost und Rat" an. Da wusste der Hörer von Radio Wien, dass eine Stunde (meist mehr) voller Livemusik, Lyrik und Prosa oder improvisiert vertonter Wettervorhersagen folgte, eingebettet in die stimmungsvolle Moderation von Willi Resetarits. Diese Ära ist nun vorbei: „Trost und Rat" wird am Sonntag, den 17. Juni, zum letzten Mal ausgestrahlt.

Dass diese Sendung, die in der Tschaunerbühne in Wien 16 aufgenommen wird, nicht nur die letzte vor der Sommerpause, sondern wirklich die letzte sein wird, war für die Fans und die Gestalter eine Überraschung. Die ORF-Landesdirektion Wien und Willi Resetarits konnten zu keiner Einigung kommen, wie „Trost und Rat" für die nächste Saison zu gestalten wäre.

Begonnen haben die Uneinigkeiten im April dieses Jahres, als Peter Blau, der Redakteur der Sendung, angeblich informiert wurde, dass er von „Trost und Rat" abgezogen wird. Blau hat vor sechs Jahren den Neustart dieses im deutschen Sprachraum einzigartigen Formats mitentworfen, plante seither jede der 200 Folgen mit individuellem Ablauf, lud Musiker und andere Künstler aus dem In- und Ausland ins Funkhaus und koordinierte die Live-Übertragungen. „Peter Blau ist einer der besten Radiomacher auf Gottes Erdboden", schreibt Willi Resetarits in einer Erläuterung.

Resetarits: „Eine Reihe von Schikanen"

Ohne Peter Blau kann und will Resetarits „Trost und Rat" nicht weitermachen, er sieht den Abzug des Redakteurs als „letzte von einer Reihe von Schikanen, die uns schon viel früher zum Aufgeben hätten veranlassen sollen". So wurde z. B. der Sendetermin von 13 auf 19 Uhr verlegt und den eingeladenen Künstlern die Aufwandsentschädigung von 50 Euro gestrichen. Trotz allem waren die Liveabende im Radiokulturcafé gut besucht, viele heute bekannte Musiker der Szene wurden hier „entdeckt".

Resetarits kündigte nun seinen Vertrag, da er mit der Vorgangsweise (es kam nie zu einem persönlichen Treffen mit Landesdirektorin Brigitte Wolf, er wurde nie über die geplanten Veränderungen informiert) mehr als unzufrieden ist. Direktorin Wolf bedauert gegenüber der „Presse“ seine Entscheidung „als großer Fan dieses unverwechselbaren Stücks Radio Wien“ und hofft, „dass  Resetarits nach einer Schaffenspause wieder Sehnsucht nach Radio Wien“ bekommen wird.

 

(vers)

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19 Kommentare
Gast: XXXL-Nobody 7 Danke, für die Veröffentlichungen
19.06.2012 07:30
0 0

Berichtigung: Es muss natürlich "HÖRSCHMAUS" heißen


Gast: XXXL-Nobody
19.06.2012 06:57
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Triumpf der pekuniären Magersucht

Was mich bei der Geschichte am meisten irritiert: Die gestrichenen 50 Euro Aufwandsentschädigung für die eingeladenen Künstler.
Macht auf mich den Eindruck hier wird nicht zeitgemäß aktuell angepasst entschädigt. Dieses karge Honorar ist ja nicht einmal die ranzige Butter aufs Brot der Kulturschaffenden. Andere langen da viel kräftiger zu. Vielleicht hat es die Zechner noch nicht begriffen: Der kümmerliche Lohn reicht gerade für einen kleinen Abstecher vom Hungertuch zum Discounter. PS. Auch AlmosenKünstler sind Menschen wie du und ich. Keiner von denen, liebe Frau Zechner, ist imstande von der zu Luft leben. Wenn sie allerdings anderer Meinung sind, vormachen und (…) stehen bei ihnen Schlange. PS.PS. Der geschasste Resetarits war natürlich ein angenehmer Hörschschmaus (kommt vom Sehen mit den Ohren). Meine ganz persönliche Meinung: Wer als ORF-Verantwortlicher eine solch unaufdringlich-anspruchsvolle Sendung abwürgt, legt sich damit selbst den Strick um den dünnen Hals.


Heute, jetzt und hier

Die Sendung kann ja noch gar nicht aufgenommen worden sein, beginnt sie doch erst in knapp einer halben Stunde hier auf der Tschaunerbühne!

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wo wurde die sendung aufgenommen

im radiokulturhaus oder im 16.en in der tschaunerbühne?

also ich weiß nicht, wer da eigentlich trost und rat braucht

klingt nicht sehr entspannt und gelassen der herr R..

Nur durch das bier vielleicht wirkt er ein wenig gedämpft.

Gast: Gudrun1093
16.06.2012 15:57
0 0

für die Fans

Für alle Fans hier gibt es eine Petition, Trost und Trat darf nicht sterben, danke

http://petitionen.com/p/trost-und-rat-auf-radio-wien" target="_blank">http://petitionen.com/p/trost-und-rat-auf-radio-wien

Ich

werde den "Herrn Doktor" sehr vermissen. Hat er mich doch jeden Sonntag davon abgehalten, Radio Wien zu hören.

Gast: markus b.
16.06.2012 12:12
0 0

...

an den vorigen poster: Sie sagen zwar, es gäbe in Wien auch nüchterne Menschen, doch nörgeln und schreiben sie selbst, v.a. argumentativ, wie Ang'wasserter.

Ewig schad um eine wunderbare Sendung, fahrlässig von Frau Wolf und konsequent und richtig von Willi Resetarits.

Antworten Gast: Ferdinand
17.06.2012 22:58
0 0

Re: wow

Wow, was für eine unglaublich originelle Formulierung, um seine Abneigung kundzutun!

Gast: oTTo
16.06.2012 01:23
1 0

Willi Resetarits spendet zum letzten Mal „Trost und Rat"???.....

....wenn das wirklich stimmt, dann kann ich endlich wieder Radio Wien hören, das war ja nicht mehr auszuhalten.....alle paar Minuten war irgendetwas vom Ostbahn-Kurti/Resetarits zu hören, das war schon so aufdringlich, dass ich diesen Sender immer nur wegdrehte, das war nicht mehr auszuhalten.....dieses Trost und Rat war ja wirklich das Ärgste(TAUSENDMAL AM TAG DIE HEADLINE FÜR TROSTUNDRAT), da hat man geglaubt, da hört man ein paar übriggebliebene übernachtige angetschecherte und reden so viel Schmarrn, dass einem schlecht wurde....man kann ja Musik von Ostbahn/Resetarits spielen, aber ich hatte wirklich den Eindruck, dass der Sender Radio Wien dem Resetarits gehört.......das war für mich als Hörer nicht mehr auszuhalten, sonst war die Musikmischung schon in Ordnung, aber man wusste genau wann jetzt wieder ein Ostabahn/Resetarits auftaucht......die Mischung machts, aber nicht sich permanent vor die Msichung stellen, als gebe es nichts anderes.....wenn dieses Trost und Rat-Milieu jetzt endlich vorbei ist, dann horch ich wieder öfter Radio Wien......IN WIEN LEBEN AUCH NÜCHTERNE NORMALE MENSCHEN, DANKE UND GUTE NACHT!

Gast: Gudrun1093
15.06.2012 23:35
0 0

Einfach unmöglich

Wie soll das gehen, ein Sonntag Abend ohne Trost und Rat? Ohne einen Willi Resetarits, der mit seiner Art und seiner Stimme, immer wieder zum träumen verleitet. Warum einen Menschen nicht würdigen, der so schon so viel gemacht hat, der so eine tolle Persönlichkeit ist.

Für mich wird es keinen Sonntag (bzw. überhaupt) mit Radio Wien mehr geben, wenn der Herr Willi nicht mehr ist...

Gast: trost-und-ratloser
15.06.2012 22:40
0 0

eine frechheit

... die frau wolf soll sich ihre scheinheiligkeit mal sonst wo hinstecken! Die einzige gue sendung in dem land scheitert am ego einer inkompetenten "chefin".

Gast: UKW
15.06.2012 21:10
2 0

Der arme Mann wurde von seinen eigenen Genossen verraten und verkauft

Da bricht eine Welt zusammen.


Antworten Gast: ein entsetzter
15.06.2012 22:38
0 1

Re: Der arme Mann wurde von seinen eigenen Genossen verraten und verkauft

entsetzt
über die Vorgangsweise der Absetzung der Sendung (kein Gespräch)
und
über das Niveau mancher und auch dieses
Kommentars.

Antworten Antworten Gast: UKW
16.06.2012 20:54
0 0

Re: Re: Der arme Mann wurde von seinen eigenen Genossen verraten und verkauft

Ich bin auch entsetzt. Vielleicht hat er den SPÖ-Mitgliedsbeitrag nicht pünktlich entrichtet.

Gast: stoneyfiddler
15.06.2012 19:22
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das ist sehr schade...

eine ganz tolle, schrullige sendung, wirklich hörenswert, nicht nur wegen der musik oder wegen willi resetarits, sondern auch wegen der sonstigen geladenen gäste verschwindet aus dem programm. und: ein weiterer österreichischer sender setzt den weg in richtung billigen kommerz fort - traurig.

nur gut, dass es immerhin ö1 noch gibt!

Gast: Wie das Leben halt so spielt
15.06.2012 17:29
4 4

Die Ute Bock

gibt ihm sicher einen Sendeplatz, für die hat er sich ja immer so verzehrt. Dem armen, habens jetzt die ORF Leibrente gestrichen. Also sowas aber auch.

Gast: sadfsdf
15.06.2012 17:21
7 2

Je weniger ich eine(n) Resetarits - egal welche(n) - sehe oder höre, desto lieber ist mir das.


Ja darf denn das wahr sein ...

Da will ein Ausnahmekünstler und österreichische Institution - wie es im Hause Resetarits ja üblich ist - nicht in Pension gehen und wird auf so schnöde Art und Weise dran gehindert.

Ich bin entsetzt, dass die Sendung nicht mit Peter Blau und Willi Resetarits fortgesetzt wird.

Aber gibt es nicht andere Sender, die vielleicht durchaus Interesse an der Ausstrahlung dieser wohltuenden Sendung haben könnten?