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ORF-Chef schiebt Entscheidung über Standort auf

19.06.2012 | 16:25 |   (Die Presse)

Wrabetz geht nun taktisch vor. Er will die zuletzt wenig kooperativen Stiftungsräte des Senders freundlich für St. Marx stimmen. Wrabetz legte Montagnacht erneut Unterlagen zu den Gesamtkosten aller Standorte vor.

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Alexander Wrabetz hat gefunden, was ihm zuletzt fehlte – eine Strategie zur ORF-Standortsuche. Obwohl er den Neubau in St. Marx favorisiert, will der Generaldirektor die Sache über den Sommer abkühlen lassen und vorerst keinen Neubauantrag einbringen, wie er den Stiftungsräten in der Nacht auf Dienstag mitteilte.

Die Taktik ist leicht zu durchschauen: Wrabetz weiß, dass er derzeit im Stiftungsrat keine Zustimmung für den Umzug vom Küniglberg in den Dritten Bezirk bekommen würde. Also will er die zuletzt wenig kooperativen Stiftungsräte auf seine Seite ziehen, nächste Woche (wenn Publikums- und Stiftungsrat tagen) „noch einmal offen und sachlich die Varianten diskutieren“. Auch ist eine Entscheidung im Juni nicht mehr so dringend geboten, weil Wiens Bürgermeister Michael Häupl bereit ist, dem ORF die Fläche in St. Marx noch länger frei zu halten.

Wrabetz legte Montagnacht erneut Unterlagen zu den Gesamtkosten aller Standorte vor, aus denen die APA zitiert. Ein Neubau in St. Marx wäre demnach auf 35 Jahre gerechnet knapp am günstigsten. Vergleicht man nur die Baukosten, würde ein Neubau 284 Mio. Euro, neue Gebäude am Küniglberg für Ö1, FM4 etc. 300 Mio. und die Generalsanierung des Küniglbergs 193 Mio. Euro kosten. awa/APA

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12 Kommentare

Natürlich ist St.Marx...

...die beste Lösung. Dort hat man Schlachthoferfahrung und kann einige Köpfe rollen lassen.
Außerdem hat Karin Resetarits auf dem Areal bereits in weiser Voraussicht ein Speiselokal in petto.
Schon der Name "Heiliger Marx" ist für den ORF passend!

Gast: KFJ
19.06.2012 12:59
6 1

Wann verzichtet der ORF...

...eigentlich auf den Wrabetz. DAS wär mal eine Schlagzeile ;-)

Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

Gehen wir davon aus, dass der ORF privatisiert wird. Dann bleiben die Fragen, ob der ORF sich den Standort St. Marx überhaupt leisten kann!?

Wer berechtigt die ORF Führung, hier montalich den Scheck an die Stadt Wien bzw. an die Kasachen vom Blecha abzuliefern??

Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

welche 20T? wer wie was wo?

Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

Kosten der Option des ORFs auf das Gelände in St. Marx!

http://kurier.at/kultur/4500058-orf-standort-st-marx-auf-der-schlachtbank.php

Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

Besachwalterung derer die so etwas unterschreiben!

Re: Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

dachte er ist schon unter kuratel (der SPÖ)?

Re: Re: Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?

das ist dann die Geschichte mit dem Blinden und dem Einäugigen.....
wie sehr ist der von sich eingenommen dass er denkt er bringt sogar die teuerste Variante durch?
ok eigentlich eine naive Frage nach der Geschichte mit dem Pelinka.

Gast: Wie im Krieg
19.06.2012 09:07
5 0

Taktischer Rückzug nennt man das. Um sich hinter der Frontlinie neu positionieren zu können.


Übersetzt bedeuten Wrabetz Aussagen nichts anderes, als dass jetzt in den berühmten Freundesrunden, Hinterzimmern und sonstigen Treffpunkten weiter verhandelt wird. Deals unter der Decke laufen könnten, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Um eine Mehrheit für den Umzug zustande zu bringen.

Für den Steuerzahler könnte so etwas bedeuten, dass der Umzug noch kostenintensiver wird. Jetzt muss dann nicht nur ein neues Zentrum gebaut werden, sondern auch die finanziellen Wünsche derer bedacht werden, die sich jetzt noch gegen den Neubau und die Übersiedlung sträuben.

Dass an einer Übersiedlung weiter gearbeitet wird, sollte jedem klar sein. Denn das Rot-Grüne Wien will den ORF unbedingt in St. Marx. Koste es den Steuerzahler, was es wolle.

Ein Fall für den Staatsanwalt?


Sorry, muss leider auf die Konkurrenz ("Kurier") verweisen:

http://kurier.at/kultur/4500058-orf-standort-st-marx-auf-der-schlachtbank.php

Sollte dieser Artikel auch nur ansatzweise stimmen, hat sich der Standort St. Marx wohl ein- für allemal erledigt.

Dann müsste auch obligatorisch von Amts wegen die Staatsanwaltschaft eingreifen. Warum tut sie das nicht? Warum hat "Die Presse" nicht wenigstens im Nachhinein entsprechend recherchiert?

Antworten Gast: AuskennerIn
19.06.2012 10:37
0 0

Re: Ein Fall für den Staatsanwalt?

Leider wahr! Hatte die Presse 10 Jahre im Print-Abo, aber ich mag sie mir bald nicht mal mehr online anschauen. Quo vadis, Presse?

Antworten Gast: einer der drei Fragezeichen
19.06.2012 09:20
4 0

Re: Ein Fall für den Staatsanwalt?

Weil die Online Presse einfach einen BEricht der APA kopiert hat - selber nachfrage und recherchieren? warum denn - und noch dazu kritisch gegen die Stadt Wien? Aber geh...