Alexander Wrabetz hat gefunden, was ihm zuletzt fehlte – eine Strategie zur ORF-Standortsuche. Obwohl er den Neubau in St. Marx favorisiert, will der Generaldirektor die Sache über den Sommer abkühlen lassen und vorerst keinen Neubauantrag einbringen, wie er den Stiftungsräten in der Nacht auf Dienstag mitteilte.
Die Taktik ist leicht zu durchschauen: Wrabetz weiß, dass er derzeit im Stiftungsrat keine Zustimmung für den Umzug vom Küniglberg in den Dritten Bezirk bekommen würde. Also will er die zuletzt wenig kooperativen Stiftungsräte auf seine Seite ziehen, nächste Woche (wenn Publikums- und Stiftungsrat tagen) „noch einmal offen und sachlich die Varianten diskutieren“. Auch ist eine Entscheidung im Juni nicht mehr so dringend geboten, weil Wiens Bürgermeister Michael Häupl bereit ist, dem ORF die Fläche in St. Marx noch länger frei zu halten.
Wrabetz legte Montagnacht erneut Unterlagen zu den Gesamtkosten aller Standorte vor, aus denen die APA zitiert. Ein Neubau in St. Marx wäre demnach auf 35 Jahre gerechnet knapp am günstigsten. Vergleicht man nur die Baukosten, würde ein Neubau 284 Mio. Euro, neue Gebäude am Küniglberg für Ö1, FM4 etc. 300 Mio. und die Generalsanierung des Küniglbergs 193 Mio. Euro kosten. awa/APA
ORF-Chef schiebt Entscheidung über Standort auf
19.06.2012 | 16:25 | (Die Presse)
Wrabetz geht nun taktisch vor. Er will die zuletzt wenig kooperativen Stiftungsräte des Senders freundlich für St. Marx stimmen. Wrabetz legte Montagnacht erneut Unterlagen zu den Gesamtkosten aller Standorte vor.
12 Kommentare
Natürlich ist St.Marx...
...die beste Lösung. Dort hat man Schlachthoferfahrung und kann einige Köpfe rollen lassen.Außerdem hat Karin Resetarits auf dem Areal bereits in weiser Voraussicht ein Speiselokal in petto.
Schon der Name "Heiliger Marx" ist für den ORF passend!
Zum Artikel: ORF: Wrabetz verzichtet auf Neubauantrag in St. Marx
Wann verzichtet der ORF...
...eigentlich auf den Wrabetz. DAS wär mal eine Schlagzeile ;-)Zum Artikel: ORF: Wrabetz verzichtet auf Neubauantrag in St. Marx
Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
Gehen wir davon aus, dass der ORF privatisiert wird. Dann bleiben die Fragen, ob der ORF sich den Standort St. Marx überhaupt leisten kann!?Wer berechtigt die ORF Führung, hier montalich den Scheck an die Stadt Wien bzw. an die Kasachen vom Blecha abzuliefern??
Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
welche 20T? wer wie was wo?Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
Kosten der Option des ORFs auf das Gelände in St. Marx!http://kurier.at/kultur/4500058-orf-standort-st-marx-auf-der-schlachtbank.php
Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
Besachwalterung derer die so etwas unterschreiben!Re: Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
dachte er ist schon unter kuratel (der SPÖ)?Re: Re: Re: Re: Re: Warum bezahlt der ORF der Stadt Wien rückwirkend EUR 20.000 p.m. für eine SÜNDTEURE LÖSUNG?
das ist dann die Geschichte mit dem Blinden und dem Einäugigen.....wie sehr ist der von sich eingenommen dass er denkt er bringt sogar die teuerste Variante durch?
ok eigentlich eine naive Frage nach der Geschichte mit dem Pelinka.
Zum Artikel: ORF: Wrabetz verzichtet auf Neubauantrag in St. Marx
Taktischer Rückzug nennt man das. Um sich hinter der Frontlinie neu positionieren zu können.
Übersetzt bedeuten Wrabetz Aussagen nichts anderes, als dass jetzt in den berühmten Freundesrunden, Hinterzimmern und sonstigen Treffpunkten weiter verhandelt wird. Deals unter der Decke laufen könnten, unbemerkt von der Öffentlichkeit. Um eine Mehrheit für den Umzug zustande zu bringen.
Für den Steuerzahler könnte so etwas bedeuten, dass der Umzug noch kostenintensiver wird. Jetzt muss dann nicht nur ein neues Zentrum gebaut werden, sondern auch die finanziellen Wünsche derer bedacht werden, die sich jetzt noch gegen den Neubau und die Übersiedlung sträuben.
Dass an einer Übersiedlung weiter gearbeitet wird, sollte jedem klar sein. Denn das Rot-Grüne Wien will den ORF unbedingt in St. Marx. Koste es den Steuerzahler, was es wolle.
Zum Artikel: ORF: Wrabetz verzichtet auf Neubauantrag in St. Marx
Ein Fall für den Staatsanwalt?
Sorry, muss leider auf die Konkurrenz ("Kurier") verweisen:
http://kurier.at/kultur/4500058-orf-standort-st-marx-auf-der-schlachtbank.php
Sollte dieser Artikel auch nur ansatzweise stimmen, hat sich der Standort St. Marx wohl ein- für allemal erledigt.
Dann müsste auch obligatorisch von Amts wegen die Staatsanwaltschaft eingreifen. Warum tut sie das nicht? Warum hat "Die Presse" nicht wenigstens im Nachhinein entsprechend recherchiert?

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