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„Ich verdamme niemanden, der Facebook und Twitter nicht nützt“

19.06.2012 | 17:15 |  Von Anna-Maria Wallner (Die Presse)

Seit seine Schwiegermutter auf Facebook ist, komme er besser mit ihr aus, sagt Sree Sreenivasan. Sein Rat: Wer soziale Netzwerke nützt, soll dieselben Spielregeln anwenden wie bei jeder anderen Kommunikation.

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Auf einer Deutschland-Reise hat er sich in dieses Zitat von Kaiser Wilhelm II. verliebt: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nicht mehr als eine vorübergehende Entscheidung.“ Seither baut Sree Sreenivasan es gern in seine Vorlesungen ein, weil sich die Aussage perfekt auf so viele andere Technologien umlegen lasse: das Telefon, das E-Mail oder die sozialen Netzwerke.

Dabei will der New Yorker Professor für digitale Medien an der Columbia Universität niemanden bekehren. Für die „Society of Professional Journalists“ gehört der Social-Media-Experte zu jenen 20 Menschen, denen man auf Twitter folgen sollte. Er selbst betont aber: „Ich verdamme niemanden, der Facebook und Twitter nicht nützt. Diese Menschen lesen vielleicht mehr oder haben ein besseres Verhältnis zu ihren Freunden und ihrer Familie. Nichts daran ist falsch.“ Sein Wissen gibt er auf einer eigenen Webseite (sreetips.com) und auf Vortragsreisen weiter, auf denen ihn, wie in Wien im Rahmen der Hedy-Lamarr-Lectures, seine Familie begleitet. Seine größten Kritiker sind seine neunjährigen Zwillinge, die ihm direkt sagen: „Deine Vorlesungen sind so langweilig.“ Die Schwiegermutter ist nicht dabei, aber seit er mit ihr auf Facebook befreundet ist, „hat sich unsere Beziehung verändert. Sie dachte vorher, sie kennt mich, aber jetzt sieht sie, was ich wirklich tue den ganzen Tag.“

Sreenivasans Zugang zu sozialen Netzwerken ist auffallend entspannt. Keiner muss, jeder kann sie nützen, ist sein Leitsatz. Wer sie nützt, sollte jedoch nie vergessen, dabei dieselben Spielregeln einzuhalten wie bei allen anderen Arten der Kommunikation. „Natürlich kannst du all deinen Freunden erzählen, was du zum Frühstück gegessen hast. Aber du musst nicht.“ Für sinnvollere Dinge sollten Unternehmen oder Medien Social Media nutzen, aber stets so, dass sie damit reale und digitale Welt miteinander verbinden. Social Media würde als Verstärker der physischen Welt dienen, wer einen schlechten Kundendienst hat, werde auch auf Twitter nur ein schlechtes Kundenservice etablieren können.

„Schreibe nichts, was du heute bereust“, ist Sreenivasans Rat an alle Onlinenutzer. Er denke stets an seine Mutter, seine Ehefrau und seinen Chef, bevor er einen Satz im Internet veröffentlicht, aber auch, wenn er ein E-Mail schreibt. Auch hier kommt wieder der Vergleich der Medien: Alles, was man heute mit einem Tweet machen kann (es unzählige Male verschicken, speichern), kann man auch mit einem E-Mail tun.

Den Aufstieg von Facebook sieht er noch lange nicht beendet – dank der Entwicklungsländer und der Frauen. Den größten Zuwachs hat das Netzwerk in den USA derzeit bei Frauen zwischen 55 und 65. Prognosen über den Erfolg von neuen Netzwerken will Sreenivasan keine geben. „Da muss man vorsichtig sein. Wenn ihnen jemand sagt, er hat die Antwort auf die Zukunft des Internet, vertrauen Sie ihm nicht. Niemand hat die Antwort. Nicht einmal Mark Zuckerberg weiß, wie Facebook funktioniert.“
Sree Sreenivasan hält heute, Mittwoch, im Forum Journalismus und Medien Wien einen Workshop für fortgeschrittene Social-Media-Nutzung. Info: www.fjum-wien.at

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11 Kommentare
Gast: tucumano
28.08.2012 09:12
0 0

Wieso Facebook

Ich geht genau so gut wie auf Facebook und Whats up aber sicherer. www.yor5.com

Zitat

Wenn ich mich recht entsinne sagte Kaiser Wilhelm II. : „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nicht mehr als eine vorübergehende Erscheinung.“

rums

das war ein Sack Reis - habts den ghört?

0 1

who cares...

"Ich verdamme niemanden, der Facebook und Twitter nicht nützt"

0 1

bin ich froh, dass ich mich nicht alleine ueber sree's absolution freue

inder im allgemeinen und indische professoren noch dazu in den usa, im besonderen glauben sowieso die weisheit gepachtet, falsch, im alleinigen besitz, zu haben.
beim umzusetzen des "hervorragenden wissens" in die praxis tun sie sich etwas schwer. Bei einem metallurgiecongress in toronto sagte ein ami:"they (the indian professors) know every line behind the wall, but they don't know how to switch on the light". dem ist eigentlich nichts hinzuzufuegen.
ausser vielleicht:
es ist wenig ueberraschend, dass sie mit ihren millionen gurus weltmeister in esotherik sind. aussagen zu diesem thema lassen sich kaum ueberpruefen.

Ich weiss zwar nicht, aus welcher Kaste Sree Sreenivasan stammt

- aber auch bin bin froh, dass er mich nicht verdammt. Dankeschoen!

Gast: einBeobachter
20.06.2012 10:20
4 1

Gott sei Dank

„Ich verdamme niemanden, der Facebook und Twitter nicht nützt“ - bin ich froh, daß er mich nicht verdammt !

Gast: Gastnamen2
20.06.2012 08:38
0 1

feesbuck

ich hab' einen korb, der heisst feesbock. fast so wie das facebook. ich schreib auf kleinen und grossen zetteln so was ich plane und tue. dann zerknülle ich diese zetteln und werfe sie in den feesbock. der vorteil, die cia kann diese daten in meinen feesbuck nicht lesen. die meisen daten im facebook sind auch mistkübelwürdig.

Ich empfehle

den Besuch bei einem Psychotherapeuten Ihres Vertrauens.

Re: feesbuck

Aber wenn du Deinen Hut nicht mit Alu-Folie auskleidest, dann kann die CIA via Satelit Deine Gedanken lesen.

2 1

Facebook... Facebook... wo habe ich schon diesen Namen gehört?

Facebook: Eine s.g. "Server plantation" finanziert durch eine Tochtergesellschaft der CIA mit der Bediengung, dass die Behörde -vor allem die CIA- einen offenen Draht zu den Profilen und Dateien haben darf (s.g. profiling = also wer mit wen was wann weswegen, usw.) und mit den dubiösesten AGB die es auf der ganzen Welt gib. Ein Mega-Flop beim Börsengang, der nur "eingeweihte" etwas nutzte, ansonsten ist Facebook nichts anderes als eine reine GRATIS (und freiwillige) Daten Sammlungs Maschine und die wenigen fragen sich WAS mit den gesammelten Daten überhaupt passiert!!!