Einäugiger Blick auf Orbáns Ungarn

25.09.2012 | 18:19 |  BURKHARD BISCHOF (Die Presse)

Die ORF-Dokumentation „Nationale Träume“ bietet Bekanntes und lässt viele wichtige Fragen unbeantwortet.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Viktor Orbán ist der „Puszta-Putin“, Ungarn ist „keine Demokratie mehr“, in dem EU-Land gibt es „keine freien Medien“ mehr, Minderheiten wie Juden und Roma sehen sich verschärftem Druck vonseiten der erstarkenden Nationalisten und Rechten ausgesetzt: All das hört man jetzt schon seit Jahren, all das wird in der heute Abend in ORF2 ausgestrahlten Dokumentation „Nationale Träume. Ungarns Abschied von Europa“ (22.30 Uhr) geballt wiederholt.

Dass die bekannte Kritik an den Zuständen in Orbáns Ungarn wiedergekäut wird, heißt zwar nicht, dass sie falsch ist. Aber von so erfahrenen Dokumentaristen wie Andrea Morgenthaler und vor allem Paul Lendvai hätte man doch erwartet, dass sie in ihrer Analyse tiefer schürfen, nach bisher weniger beachteten Erklärungen suchen und neue Erkenntnisse zutage fördern.

Zum Beispiel: Ein Orbán-kritischer Rapper berichtet in der Doku über das Gefühl absoluter Ratlosigkeit, Perspektivlosigkeit und Frustration in der ungarischen Gesellschaft. Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft? Oder ist die Frustration vielleicht gar nicht so groß? Einer der Interviewten sagt, nur europäische rechtskonservative Parteien könnten Orbán zurück auf den Pfad der Demokratie führen: Warum wurden dann rechtskonservative Politiker nicht zu Ungarn befragt? Immerhin kommen ja linke und grüne Europapolitiker und Orbán-Kritiker ausführlich zu Wort.

Kurz: Diese Ungarn-Dokumentation ist leider nicht so ausgewogen, wie sie sein sollte – auch wenn noch ein paar kurze Wortspenden von Orbán und Außenminister János Martonyi eingeschnitten wurden. Zu hoffen ist deshalb, dass im anschließenden Club2 zum Thema „Ungarn: Demokratie ade?“ nicht ganz so einseitig ans Werk gegangen wird. Denn Verteufelung hilft bei der Erklärung der in vielen Dingen so problematischen Entwicklung in Orbáns Ungarn nicht wirklich weiter.

 

E-Mails an: burkhard.bischof@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

27 Kommentare
 
12
Gast: Toboz
29.09.2012 13:53
1

ARADEBEISPIEL an manipulativem linkem PROPAGANDASTOFF

Ein PARADEBEISPIEL an manipulativem linkem PROPAGANDASTOFF, die auf Bestellung-Unterstützung von Banken wie ERSTE BANK und REIFFEISEN entstanden ist (diese Banken haben in der Gyurcsány-Regierung mehr als 1.100.000 Menschen in Ungarn durch exzessive Devisen-Kreditvergaben - ohne Risikoaufklärung über die eventuellen Konsequenzen im Falle einer Wirtschaftskrise - an Rande von Privatkonkurs getrieben, während diese Banken bereits im Jahr 2009 in Ungarn europaweit Höchstgewinne einstreiften).

Re: ARADEBEISPIEL an manipulativem linkem PROPAGANDASTOFF

Das Geld hat man gerne genommen, und die Banken hat Orban elegant enteignet.

Da wundert es wirklich, dass jeder Investor nun einen weiten Bogen um Ungarn macht.

Gast: Toboz
29.09.2012 13:53
2

Propagandabetreibung

Diese „Dokumentation“ sollte nach all den behaupteten Lügen, Verdrehungen, Halbwahrheiten, und verschwiegene Tatsachen untersucht und filtriert werden, und an Unis, Fachschulen und ähnliche Hochschulinstituten als „Wie kann man Menschen fehlleiten – Lehrstoff über effektive Propagandabetreibung“ gezeigt werden. Typisch ist auch das immerwährende Zusammenwaschen von den Parteien Fidesz (Konservativ) und Jobbik (Rechtsaußen), die tatsächlich einander offen bekämpfende politischen Gegner sind.

Gast: Toboz
29.09.2012 13:51
2

Toboz

Eine typische SCHMUTZKAMPANIE, geleitet durch den offenkundigen Ungarnhasser Lendvai (war früher tätiger Agent und Spion der kommunistischen Partei Ungarns). Und dies nur weil in Ungarn plötzlich die Rechte der Menschen und nicht die übermäßigen Rechte der durch die Linken unterstützte Multinationalen Konzerne und Banken an erste Stelle stehen sollen

Gast: MZ/X
28.09.2012 14:26
1

wow...

...so viel Dreck zammbringen;) Herr Lendvay hat sich echt Mühe gegeben. Anfangs bracht man zwar ein paar Speibsackln, aber nach ein paar Minuten wird´s witzig;)

Gast: Zweifel
27.09.2012 12:38
0

Jó napot kívánok! Einen schönen guten Tag!

Ein Antwortversuch auf die Frage, warum es kein Aufmucken in Ungarn gibt:

Zutiefst Beeindruckt-sein über die Genialität der Machtausübung und -konzentration von Herrn Orbán, Überrumpelt-sein, gelähmte Enttäuschung, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Aussichtslosigkeit.

Und weitere Fragen, die vielleicht auch gleich Antworten sind:
- Warum geht es bei den meisten Kommentaren um Herrn Lendvai, den ORF, die MSZP, warum nicht um die Inhalte des Films?
- Was war in dem Film gelogen?
- Sind alle Fragen, die einem einfallen, auch zulässig (zB. 26.09. 09:14)?
- Sind alle Ideen, die eine Regierung verwirklichen kann, allein durch die Fähigkeit diese durchsetzen zu können, auch legitim (zB. MNB-Abstimmung 3:4)? Schafft es Vertrauen, 53 % mit 67 % gleichzusetzen?
- Welche Auswirkung hat es, wenn ein Land jahrelang einer (Freiheits)Kampfrhetorik ausgesetzt wird?
- Wo ist in Ungarn eine (politische) Kraft in Sicht, welche eine grundlegende Gemeinschaft der Menschen schafft, um auf dieser Basis die offenen Fragen und die dazu vorhandenen verschiedenen Meinungen menschenwürdig diskutieren zu können?

Ich wünsche es uns allen.


Antworten Gast: Bolta
29.09.2012 23:22
3

Re: Jó napot kívánok! Einen schönen guten Tag!

- Warum kam im Film kein sozialistischer Funktionär vor?
- Warum kam im Film kein LMP Funktionär vor?
- Warum von den Oppositionsparteien nur Jobbik vor?
- Warum bekamen die abgehalfterten ehemaligen SzDSz Aktivisten das Wort?
- Was hat der Lügner Gyurcsány mit seinem 1% Partei noch in einer Sendung über Ungarn zu suchen?


Antworten Gast: Papa Schlumpf
27.09.2012 13:20
5

Re: Jó napot kívánok! Einen schönen guten Tag!

Ach wie arm Sie doch sind!
Der Reihe nach:
* die MSZP hatte bereits polizeistaatliche Methoden, kein Aufschrei witzigerweise
* im Film ging es vor allem um JOBBIK - wird gerne mit FIDESZ für Propagandazwecke gleichgesetzt
* Die MSZP hat das Land ausgeraubt und ausländische Grosskonzerne wie auch die Finanzmafia auf Kosten Ungarns beglückt - Orban will es für Ungarn besser machen und wird deshalb schlecht gemacht
* Die Vorwürfe gegen Orban und die FIDESZ zerbröseln wenn man sie genauer betrachtet

Gast: Schlaubi
27.09.2012 10:23
5

Staatsfunk ORF mit Propaganda-Auftrag

Über Ungarn MUSS schlecht berichtet werden - seit nicht mehr die MSZP an der Macht ist. Davor MUSSTE gut berichtet bzw. all die Verbrechen wie die Polizeigewalt bei den Demos 2006 vertuscht werden.
Lendwai hat - vielleicht aus Versehen - bestätigt dass das Mediengesetz in Ungarn harmlos ist verglichen mit anderen europäischen Staaten. ABER das System ist böse. Ganz bestimmt...

Lustig war die Propagandasendung vor der Diskussion: da wurde krampfhaft versucht die JOBBIK mit der FIDESZ gleichzusetzen.

Antworten Gast: ladislaus
29.09.2012 14:44
2

Re: Staatsfunk ORF mit Propaganda-Auftrag


Völlig richtig, Schlaubi! Natürlich war es ein Propagandafilm! Die meisten Teilnehmer gehören einer kleinen "linksliberalen" Gruppierung "DK" genannt, die eine weitbekannte anti-nationale Orientierung hat.
Und "was war gelogen?", "zweifel" ?!
Sie wissen ja schon. Z.B die schlau verfälschte Darstellung und die Tatsachen, die -wie gesagt, s.Gast2- wie zuvor, den "Herrn" Lendvai gar nicht stören!
Ja, über Ungarn MUß man Schlechtes berichten - dieser Film ist eine SCHANDE für die Führung des ORF!!!

Gast: Gast2
27.09.2012 09:53
3

die Wahrheit

Die Wahrheit und die Realität sind für Herr Lendvai überhaupt nicht wichtig!!! Er verbreitet sehr viele Lügen über Ungarn und es ist sehr traurig, dass er dabei von ORF geholfen wird

Gast: kikelet
27.09.2012 00:09
5

xy50

Danke, Herr Bischof! Endlich kann man mal solchen Artikel in der linksliberalen österreichischen Presse lesen, wie dieser! Für Paul Lendvai - wie ich seine Meinung und seine eingeschränktes Blickfeld kenne - sind die Fakten, die Wahrheit, die Realität nicht wichtig. Wichtig ist, dass er die Orbán Regierung schlecht macht. Weil er denkt, was ihm nicht gefällt, das muss er antidemokratisch, antisemitisch interpretieren. Das ist absurd.

Gast: Hannibal105
26.09.2012 14:01
3

Herr Surányi!

Es ist jedem unbenommen, sich Pfeilkreuzlerfilme oder Kommunistenpropaganda "intravenös" reinzuziehen. Aber der ORF wird aus Steuergeldern finanziert und hat den gesetzlichen Auftrag zu Objektivität. Das heißt, dass er darüber frei berichten kann, wenn irgendwo ein Gesetz geändert wird. Er ist aber gezwungen Kritiker und Befürwörter in gleichem Maße dazu Stellung beziehen zu lassen. Mögen die besseren Argumente siehen. Und möge es doch der mündige Seher entscheiden, wer recht hat, nicht der Redakteur.
fazit: Ich zahle nicht dafür Gebühren, dass mir jemand sagt, was ich denken muss, sondern dass mir jemand eine informative Grundlage gibt, zu entscheiden, was ich denken will.

Gast: rast22
26.09.2012 13:44
2

VertuschungsJournalismus

Wie wärs wenn der wortgewaltige Demokratie-Kämpfer Lendvai mal seine Stimme gegen die österr. Sozialdemo0kraten erheben würde u d österr. Politiker , die sich dem U-Auschuss verweigern?! Dafür fehlt ihm aber der Mut, denn diese haben ihm ja das Ehrenkreuz d demokrat. Republik Österreich an die Brust geheftet. Das nennt man Kadavergehorsam gegenüber einer Scheindemokratie, wo Abgeordnete vom Bundeskanzler abwärts einfach nicht zu einer Vorladung erscheinen. Wenn das e normalsterbliche/r Österr. macht sperrt man ihn/sie i d Häfn. Lendvais Journalismus: E. Verdtuschungs- / Ablenkungsjournalismus v d eigenen demokrtiefeinmdlichen Zuständen im Land Ö.

Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Die Ungarn sind ein Volk von Hasen. Aufgemuckt wird hier nicht. Die Ungarn lehnen sich nicht auf, sondern versuchen es sich einfach zu richten.

Ungarn war 155 Jahre von den Türken besetzt, und muckte nicht auf. Als die Türken kamen, war die Burg bereits von den Ungarn verlassen.

Genauso verhalten sie sich nun unter Orban. Jeder versucht einfach seine eigene Position zu halten, und nicht aufzufallen.

Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Ich glaube, dass Ungarn in Bezug auf Revolutionen und Aufstände gegen die Obrigkeit sehr viel mehr am Buckel hat, wie jede andere Nation in Europa:
1. 1242 die Mongolen
2. 1480 die Türken
3. 1526 die Türken
4. 18. Jahrhundert die Habsburger
5. 1848 die Habsburger
6. 1918 die Entente
7. 1920 Trianon
8. 1956 die Kommunisten
9. 1989 die Kommunisten
10. 2006 die Kommunisten
11. 2012 die EU, IMF, Weltbank...

Also, wenn die Ungarn ein Volk von Hasen ist, dann ist Österreich der Zehennagel dieses Hasen!!
Danke
Liebe Grüße aus dem Geschichteunterricht!

Antworten Gast: Toboz
29.09.2012 14:43
2

Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

"Die Ungarn sind ein Volk von Hasen"

Du scheinst ein Mensch von Unwissenheit zu sein. Oder verdrehst gern die Wahrheit. Denn es gibt nicht viele Völker in Europa die mehr revoltiert und gekämpft hätten (müssen) als die Ungarn. Lese Geschichte bevor dur deine Unwissenheit/Lüge kundtust...

Re: Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Ja, 1541 "eroberten" die Türken kampflos Buda. Allerdings im 10. Jh waren die Ungarn tatsächlich noch ein gefährliches Reitervolk.

1956 konnten sie wenig ausrichten, was sich bis 1989 nicht wesentlich ändern sollte.

Das bestätigt übrigens indirekt auch der ehemalige Ministerpräsident.

Antworten Antworten Antworten Gast: Bertha
30.09.2012 04:24
0

Re: Re: Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Eroberten in Anführungszeichen. Sie wissen also selber, dass Ihr Beispiel hinkt.

Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Ich freue mich riesig wenn jemand für die ungarische Geschichte Interresiert.
Aber leider, Sie haben der falsche Bücher oder was immer gelesen.Sonst so ein Blödsinn ist nicht zu erklären.
Wobei, Orbàn mit dem Türken Krieg zu vergleichen fast schon Avantgarde.Lesen Sie bitte was steht in Wikipedia über Belagerung Belgrad (damals Ungarische Königreich).Wissen Sie warum 12 Uhr mittags
die Kirchenglocken geläutet wird siet 556
Jahren ? Wegen dieser ungarischen Sieg.

Im Übrigen bin ich überzeugt dass die ORF wie immer (ha ha..) ausgewogen, korrekt, und unpartaiisch wird.
Träumen dürfen doch noch.


Antworten Gast: ribbl
26.09.2012 19:24
2

Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Muckt jemand in Österreich auf, wenn Parlamentsabgeordnete und ehemalige Regierungsmitglieder den von ihnen zuerst eingesetzten und dann abgewürgten Korruptionsausschuss boykottieren und verhöhnen? 2006 demonstrierten 1/2-1 Mio UngarInnen gegen eine sozilist.-liberale Gyurcsany-Lügenregierung und bezahlten diese Zivilcourage mit einer Gewalltorgie der Prügelsoldateska. In Ö marschieren angekarrte All-Inclusive-Sozialisten a 1 Mai wie in kommunistischer Manier v Kaviar-/Toskana-u Fiakersozialisten...

Antworten Gast: Diecry
26.09.2012 14:35
3

Re: Warum aber gibt es dann so überhaupt kein Aufmucken dieser so frustrierten Gesellschaft?

Meine zahlreichen ungarischen verwandten und freunde die unter Orban leben habem sich nur positiv über ihn geäussert, da er seit langem der einzige ungarische politiker ist der überhaupt was für das volk tut.. es haben 10000 ungaren gegen orbam demonstriert; doch ein paar tage darauf sind 200000 ungaren FÜR orban auf die strassen gegangen, doch davon hat der aufs höchste gefilterte medienstream natürlich nichts berichtet ;)

Werter Herr Bischof,

was anderes erwarten Sie von Herrn Lendvai. Von der ethnischen Zugehörigkeit dürften die Zwei eigentlich perfekt zusammenpassen, bei der Ideologie liegen allerdings Welten zwischen dem sympathischen Herrn Orban und Herr Lendvai. Vom linkslinks eingestellten Lendvai, der wahrscheinlich im Auftrag seiner europäischen und anderer Gesinnungsgenossen handelt, ist nichts anderes als die dauernde Diffamierung eines demokratisch gewählten Staatschefs zu erwarten.

Gast: Suranyi j Andras
25.09.2012 19:22
0

Einäugiger Blick auf Orbáns Ungarn

Vestehe nicht ganz kristalklar, warum ein Bericht unbedingt ausgewogen sein soll. Gut soll er sein, wahr soll er sein. Oder sollte sich der Lendvai vergewaltigen? Die Pfeilkreuzler haben genug Filme schon gemacht, in denen von Ausgewogengenheit natürlich keine Spur ist, was auch kein Trottel von denen erwartet. Wenn ich die Hungaronazis hören will, dann schaue ich ihre Filme an.

Lieber Andras,

nächster Versuch.
In Orbans Blut vermischt sich jüdiswches Erbgut mit ROma/Sinti Erbgut.
Wie kann so einer Hungaronazi sein ?

Lieber Andras,


 
12

Meinung

Jetzt Kultur-Newsletter abonnieren

Die Meldungen des Tages aus den Bereichen Kunst und Kultur. Kostenlos.

Newsletter bestellen

Code schwer lesbar? » Neu laden

AnmeldenAnmelden