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ARD-Auftritt: Stronach irritiert als einsamer Prediger

03.10.2012 | 10:37 |   (DiePresse.com)

Neo-Parteichef Stronach wirkt bei "Maischberger" einsam und deplatziert, bringt aber die routinierte Inszenierung von Polittalks durcheinander.

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Erst am Sonntag absolvierte der Austro-Kanadier und Parteigründer Frank Stronach einen angriffslustigen Auftritt in der ORF-Sendung "Im Zentrum" ("DiePresse.com" berichtete). Nun hat Stronach seine TV-Tour in Deutschland fortgesetzt und beim ARD-Talk "Menschen bei Maischberger" erneut für Aufsehen gesorgt. Geladen waren von Moderatorin Sandra Maischberger auch Linke-Chef Oskar Lafontaine, der umstrittene ehemalige Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin sowie die deutsche Grünen-Politikerin Franziska Brantner und ihr FDP-Kollege Jorgo Chatzimarkakis. Eine illustre Runde also.

Während die vier Polittalk-geschulten Gäste sich am Thema "Euroland ist abgebrannt", abarbeiteten, sorgte Stronach bei den Anwesenden aber vor allem für Kopfschütteln und Schmunzeln. Nur der FDP-Politiker formulierte es härter: "Sie machen mir Angst", sagte er gegen Ende der Sendung. Dabei trat Stronach wie gewohnt auf. Erst erzählte er seine Erfolgsgeschichte und machte später mit seiner Idee eines eigenen Euros für jedes Land auf sich aufmerksam. Bei aller spürbarer Skepsis hielten sich aber Moderatorin und Kontrahenten auffällig zurück.

Stronach - "die unangefochtene Problemfigur"

"Als unangefochtene Problemfigur dieser Veranstaltung wurde ein gewisser Frank Stronach auffällig", urteilte "Spiegel Online". Auch Moderatorin Maischberger wurde kritisiert, weil sie "einem eitlen Möchtegern-Politiker mit hoch bedenklichen Ansichten" ein Podium bot, "auf dem er nicht nur unbehelligt, sondern auch noch von der Gastgeberin ermuntert seine Schwadronade herunterknödeln durfte". Und: "Dabei klang er teilweise wie die Mischung aus einem Wiedergänger des unseligen Jörg Haider und einem amerikanischen Erweckungsprediger". Weshalb Stronach in der Runde saß, sei unerfindlich geblieben. Seine Anwesenheit habe sich auch auf die Diskussion insgesamt negativ ausgewirkt, urteilte das deutsche Nachrichtenmagazin: "Es war, als hätte der Stronachsche Virus vorübergehend die Hirne vernebelt."

Und auch "Zeit Online" sah Stronach auf der falschen Bühne. Bescheinigt wird dem Neo-Parteichef aber, "die routinierte mediale Inszenierung der politischen Auseinandersetzung unbekümmert durcheinander zu wirbeln". Zumal sich Stronach beharrlich weigere, "irgendeine ihm zugedachte Rolle zu spielen". Eine konventionelle Debatte mit Stronach sei eigentlich nicht möglich: "Er pflegt statt dessen den patriarchalen Kommunikationsstil eines Erweckungspredigers, dem eine untrügliche Heilsbotschaft gegeben ist."

(phu)

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261 Kommentare
 
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Gast: Niemand weiß
06.10.2012 13:45
0 0

ob Stronach die Karre aus dem Dreck ziehen kann

Aber jeder weiß, daß es die herrschende politische Kaste nicht kann.

am podcast

die Diskussion noch einmal angeguckt....Oscarchen bestätigt Stronach bzgl. der Mutti....gefordert wurden Wirtschaftsregierungen, zumal die europ. Währung Spiegelbild derer ist und wie Lösungsansätze aussehen können, die Mekel nicht schafft.....also was soll an dieser Diskussion blöd gewesen sein ?? und Stronach hat ja zugegeben, über den EURO noch nicht so weit zu sein, um mit Sarrazin und Lafonaine mitreden zu können.....

Gast: ezona
04.10.2012 23:37
0 0

Egal wo Stronach ankommt ER kommt immer an

austrianeedstruth, 04. 10. '12 01:32
Re: Burschen ihr brauchts Values and Visions,
kolovrat (...) " Der BLAUE Zahntechniker aus Wien hat vermutlich goße Angst vor dem Stronach oder doch?"

...

ja große angst

es ist aufälligerweise - seit die frank da is ... sehr ruhig ... beinahe schon ... unheimlich ...

... verdächtig...

... still ...

... um den herrn hace geworden.

entweder denkt er nach, oder er schließt innerlich ab.

aber vermutlich, denkt er nach und vielleicht sogar daran, sich dem (aus der funny bethedummy-welt freigekauften) unkle frenks (mit hut und: werte) anzuschließen und mit ihm quer (batman = hace - robin = frank) durchzusarten

odr?

ABR I think, the big frank is bigger than the hating-little- $-men, frank hat genuk kelt und frank mag weder robinson noch criso noch bettmen und SCHON GARNICH the schlicht badman schlechthin

Gast: ROTFRONT
04.10.2012 23:26
0 3

Gratulier! So ca. 99% der Dummheit in einem Studio vereint! So war die Sarrazinsche Infernalie ein Meilenstein in der politischen Unkultur dieses Universums!

Unglaublich!
Und diese Schadronierer müssen wir Steuerzahler in ihrem Luxus durchfüttern!

Unbequem

Wenn Einer die Dinge beim richtigen Namen nennt, ist er für die Etablierten unbequem. Noch dazu, wenn er auf das Geld der Steuerzahler für sein Salär nicht angewiesen ist, muß davon ausgegangen werden, daß er sich für korrupte Machaloikes mit ihnen - sollte er ins Parlament kommen - nicht einläßt. Daher kann er in der Funktion eines Parteiführers nicht der ihre sein.
Also wird er mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Journaillie) nieder gemacht.
Ist Herr Stronach auch der Samariter für den er sich ausgibt?
Vielleicht möchte er den Regierungsparteien Stimmen wegnehmen, weil sie ihm irgendetwas - trotz eingestellter Parteibonzen in seinem Imperium - verweigerten?
So könnte seine Parteiengründung auch ein Racheakt sein.
Aber "Nichts genaues weiß man nicht".

Gast: Poldi Grausam
04.10.2012 18:49
11 1

Gut, dass Sarrazin auch in der Diskussionsrunde war.

Alle beide haben gemeinsam, dass sie von der linken veröffentlichten Meinung in Grund und Boden geschrieben werden, aber bei der Bevölkerung großen Zuspruch genießen.

10 1

Stronach sehr gut in ARD

Der Fra´nk war sehr gut bei der Meischberger, das war sehr gut daß er den € für eine Fehlgeburt hält daher wählen wir Team Stronach oder Bucher BZÖ

Gast: franz-josef
04.10.2012 15:21
7 2

durchsichtig

sind die Reaktionen der Deutschen, und schlicht wadlbeißerisch.Die von Stronach gestellte Merkel-Diagnose muß - nach anfänglichem Kindergarten-Niveau (was, ich bin blöd? DU bist blöd!) natürlich weiter geahndet werden.
Was den Haider-Vergleich anbelangt, erinnert mich dieser Schwachsinn an das von der EU betriebene Haider-Bashing und die Sanktionen für das blaugetönte Österreich, als damals Haider eben nicht im PRO-EU-Chor mitgeschrien hat.
Genau das gleiche passiert nun mit Stronach.

Ich hoffe, Stronach hat genug Kraft, um diese elenden Untergriffigkeiten durchzuhalten.Immerhin hat er schon an die 10 % der Wähler gewonnen - und diese sind eindeutig der Prozentsatz, der sich nach Anständigkeit in der Politik sehnt und daher auch riskiert, einem Newcomer zu vertrauen.

Antworten Gast: nereiren
04.10.2012 21:12
2 0

Versteh nicht ganz, wie "Anständigkeit" und die Stronach-Partei zusammenhängen sollen?

10% haben schon ganz andere, z.B. auch Hans-Peter Martin, erreicht - sind trotzdem nicht anständig und haben z.B. OLAF ständig im Genick.
Sind die von ihnen genannten 10% der Wähler jene, die sich wieder nach "anständigen Abkassierern" sehnen? Denn wer von den bisher präsentierten NR-Abg. in der Stronach-Bewegung ist den z.B. durch "anständige politische Leistung" aufgefallen oder z.B. durch "beständig anständige politische Weltanschauung" statt opportunistischen politischen Farbwechseln? Jeder davon wird ordentlich Steuergeld erhalten, aber wo wird die Leistung sein? Bitte also um Klärung, was Sie unter "Anständigkeit" verstehen.

Gast: Revolutionsbroschüre
04.10.2012 12:34
2 0

Ein Staat wie auch ein Staatenverbund der auf Schulden lebt wird gelinde gesagt, nie die soziale Frage befriedigend lösen können.

Als gelernter Kapitalist, sage ich es bäuerlich. Wenn ich immer nur die Kühe melke, die wenig Milch geben können, habe ich als wirtschaftender Bauer, wie auch die Kühe die ein pralles ungemolkenes Euter besitzen, ein großes Problem.

na klar kann der wirre onkel frank froh sein, dass er nicht in deutschland antritt


denn die journalisten bei uns teilen ja seine vorurteile, die von der presse überhaupt. da sie auch nicht besser sind als er, hat diese art "journalist" auch kein problem mit stronachs "niedrigem gedanklichen level". das ist nämlich genau das level des marktliberalen journalismus bei uns. "staat böse, unternehmer gut", ist ja auch das leitmotiv dieser zeitung, insoferne fällt das jammern über stronachs niveau genau auf euch zurück, liebe presse!

Re: na klar kann der wirre onkel frank froh sein, dass er nicht in deutschland antritt

genau darum haben wir ja den pomadisierten, schlauen profilherausgeber und lila sockerlträger.

3 2

Nach ...


... der NR-Wahl 2013 könnten Rot + Schwarz + Grün stimmenmäßig unter die 50%-Marke rutschen.

Leider werden einige kleinere Wahlwerber die 4%-Hürde nicht schaffen, sodass es sich für die Block-Parteien mandatsmäßig ausgehen könnte.

Das BZÖ und auch die EU-Austrittspartei sollten mit Stronach eine Wahlgemeinschaft eingehen; ansonsten sind ihre Stimmen verloren.

0 0

Re: Nach ...

sorry, sollte ein "Gefällt mir" werden

Antworten Gast: wirtschaft lebt
04.10.2012 14:23
4 1

Re: Nach ...

ein frank stronach lässt sich doch auf gefahr wegen stimmenverlust mit keiner partei verpackeln. für ihn zählen ausschließlich gute leute -egal von wo sie kommen -- die ideen und deren verwirklichung müssen umgesetzt werden.

Antworten Gast: wirtschaft lebt
04.10.2012 14:22
3 1

Re: Nach ...

ein frank stronach lässt sich doch wegen eventuellen stimmenverlust mit keiner partei verpackeln. für ihn zählen ausschließlich gute leute -egal von wo sie kommen -- die ideen und deren verwirklichung müssen umgesetzt werden

Na dann lesen sie mal die Lesermeinungen...


....in den deutschen Medien.

Dort zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Links-grüne Medien-Propaganda und echtes Leben sind halt zwei Welten.

sehr aufschlußreich

wenn man so betrachtet wie gewisse medien, und dann die dazugehörigen abhängigen schreiberlinge , in blindem kadavergehorsam jenen zermon abtippen der ihnen von irgendwoher befohlen wurde, und fest gegen den alten stronach wettern, drängt sich einem der fürchterliche verdacht auf dass der " alte" vielleicht doch nicht so daneben liegt mit seinen äusserungen.

Zitate

Sie haben super rescherschiert, sogar Bild-Zeitung ist dabei.Und was schreibt die Zeit?
Nach diese Darstellung sind meiste österreichische
Politiker korrupte "Flaschen"und dank diese haben wir Stronach in der Politik.

Gast: Held der Arbeit
04.10.2012 10:16
6 2

halte stronach auch bestenfalls für schräg

aber dass die presse in extenso den spiegel online artikel zitiert ist bescheiden. der artikel ist nämlich eine völlig inhaltsleere anpatze stronachs, ohne diese auch nur mit einem einzigen faktum oder zitat zu unterlegen. mehr ist allerdings von diesem linken schönschreibeorgan auch nicht zu erwarten. von der presse allerdings würde ich mir schon eine etwas kritischere auseinandersetzung mit dem thema erwarten.

Stronach ist scheinbar für die österreichische Politik notwendig

Er redet nicht so geschmeidig und unverbindlich wie unsere oder die deutschen Politiker.
Nicht alle Vorstellungen finden Anklang oder sind realisierbar.
Wer aber das Getue, das Herumlavieren und die Klientelpolitik unserer Politiker satt hat, der "sehnt" sich nach Veränderung.
Stronach und Haider wurde von der etablierten Politik der Boden vorbereitet.
Die Gemeinsamkeit zwischen Haider und Stronach wird auch von intelligenten Kommentatoren sofort erkannt!
Macht gute Politik - dann brauchen wir keine neuen "Macher"

Gast: die schwyz hot mehr als kaas!
04.10.2012 09:37
2 10

Dieser Stronach passt zu Österreich! Ein absolut arroganter imperdinenter aufdringlicher Bauchredner der geschwätzig seine Tellerwäscher-wird-Milliardär-Story vor sich herträgt wie jeder andere Österreicher seinen Bierbauch!

Wie tief muss das Land ohl schon gesunken sein, wenn ein solcher pöbelhafter Ungeist mit 80 noch Wähler findet?
Ist es mit dem Alkohol in Österreich echt so schlimm?
Machen da wirklich nahe Verwandte den Nachwuchs?
Schaut ganz so aus!

Antworten Gast: storyteller
04.10.2012 10:18
7 0

Re: Dieser Stronach passt zu Österreich! Ein absolut arroganter imperdinenter aufdringlicher Bauchredner der geschwätzig seine Tellerwäscher-wird-Milliardär-Story vor sich herträgt wie jeder andere Österreicher seinen Bierbauch!

Öha, da spricht einer aus dem Land, in dem die Frauen erst seit 1990 in allen Kantonen wählen dürfen! An ihrer Stelle würde ich mich mal im eigenen löchrigen Schweizerland umschauen bevor ich derart unnötige Kommentare abgebe.

Das Einschießen der deutschen Medien auf Stronach ist reines Ablenkungsmanöver.

Der FDP-Abgeordnete hat nämlich wortreich etwas gesagt, was mit lautem Geschrei der deutschen Medien überdeckt werden muss.

Schauen Sie sich die Sendung an und hören Sie gut zu. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Charamakakis oder so ähnlich sagte, drei Regierungsflugzeuge mit x-Ministern sind nach China geflogen (nicht nach USA, da ist man noch nie mit so großer Delegation hingeflogen), um sich dort die Anweisung zu holen, der Euro muss bleiben und Merkel muss in Europa die Führungsrolle übernehmen.

Hören Sie sich es selbst an und machen Sie sich ein Bild.

Da muss natürlich laut getönt werden, dies Fauxpas des Plagiators Charmakakis oder so vergessen zu machen. Alles klar!

Antworten Gast: Eleonora K.
04.10.2012 11:59
2 1

Re: Das Einschießen der deutschen Medien auf Stronach ist reines Ablenkungsmanöver.

Dass sich Frau Merkel aus China Anweisungen holte, muss Herrn Charamakakis oder so ähnlich "ausgerutscht" sein, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Aber danke, dass Sie das erwähnen, denn das war die wichtigste Aussage der Sendung. Jetzt wissen wir genau, wie der Hase läuft. Aber vor lauter Gegeifere über Stronach ist das wohl gar nicht so richtig "rüber gekommen".

Re: Das Einschießen der deutschen Medien auf Stronach ist reines Ablenkungsmanöver.

man hat fast den eindruck, wenn man sich das gegeifere dieses angeblichen deetschen journals so auf der zunge zergehen läßt, dass der bütterlhafte willfährige schreiberling diesen artikel in vorauseilendem gehorsam schon vor sendungsbegin fertiggetippt hatte. gesehn, und versucht sinnerfassend zu zuhören dürfte er dies nicht haben.

 
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