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Die zehn verrücktesten Skandalbands (RTL): Listen für die Nachwelt

10.07.2008 | 13:04 |  Christina Böck (DiePresse.com)

Das zweitgrößte Mysterium des derzeitigen Fernsehens ist: Wer schaut sich eigentlich diese lieblos gemachten Top-Ten-Shows an?

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Das größte Mysterium des Fernsehens heute ist Big Brother. Das ist das, wo man sich immer zehn Jahre zurückversetzt fühlt, wenn man zufällig beim Zappen dazu kommt. Menschen mit unmodernen Frisuren und unmoderner Kleidung sitzen im unmodern eingerichteten Container und was sie tun, sieht man nie, weil man schon längst wieder weitergezappt hat. Vor Schreck, dass es so etwas auch noch gibt. Es mag überraschen, dass diese Leute nicht seit zehn Jahren dort eingesperrt sind, das sind tatsächlich immer wieder andere. Wer sich diese überwuzelte „TV-Innovation“ heute immer noch anschaut, das ist ein gut gehütetes Geheimnis.

Aber ähnlich ist es bei der RTL-Reihe „Die zehn“, die eine unermüdliche Redaktion hat, die offenbar nur bis zehn zählen kann. Und sich mit Dingen beschäftigt, die für die Nachwelt von ungeheurer Relevanz sind. Etwa die „10 witzigsten Promi-Interviews“ oder „Die zehn größten Soapstars“ oder, wie am Mittwoch, „Die zehn verrücktesten Skandalbands“. Da geben dann „Prominente“ - meistens aus dem Dunstkreis der RTL-„Dschungelshow“ - ihre Fachurteile ab. Wie Michaela Schaffrath (ehemals Pornostar Gina Wild), die total neue Aspekte an Rammstein findet: „Ja, die polarisieren“. Oder Willi Herren, der gerade noch den Sabber unterdrücken konnte bei der Erwähnung der Fake-Lesben T.a.T.u.: „Das war schon was Reizvolles, ja.“ natürlich muss auch die Viva-Leuchte Gülcan ihren Fremdwortschatz ausreizen, zum Thema Marilyn Manson konnte sie mit „Hallozigenen“ aufwarten. Nummer eins der Liste wurde übrigens die Bloodhound Gang. Eine steife RTL-Magazin-Moderatorin meinte ganz ernst: „Die müssten alle mal zum Psychiater“. Das hat sich der ein oder andere Zuseher wohl auch gedacht. Aber andererseits – siehe oben...

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