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"Gottschalk live": Eine halbe "Happy Hour" Nonsens

23.01.2012 | 20:32 |  von Heide Rampetzreiter (DiePresse.com)

Hektischer Auftakt der täglichen Live-Talkshow von Moderatoren-Urgestein Thomas Gottschalk. Zum Glück war Michael "Bully" Herbig da.

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Thomas Gottschalk muss unglaublich viel kosten. Anders kann man es sich nicht erklären, dass der Auftakt seiner täglichen halbstündigen Talkshow "Gottschalk" live in der ARD (ab 19.20 Uhr) am Montag ganze drei Mal von Werbung unterbrochen wurde. Kaum hatten der langjährige "Wetten, dass ...?"-Moderator und sein erster Gast, Comedian, Filmemacher und Schauspieler Michael "Bully" Herbig, ins Gespräch gefunden, erklang auch schon wieder die Ankünder-Musik für die Werbeschaltung. Das war lästig für Gast, Zuschauer und Moderator, den die Unterbrechung selbst am meisten überraschte. Der 61-Jährige ist es natürlich auch nicht gewohnt, sich allzu streng ans Programm zu halten - bei "Wetten, dass ...?" überzog er immer heillos.

Als "halbe Stunde 'Happy Hour'" hat Gottschalk seine neue Sendung zu Beginn angekündigt. Hier werde nicht über Rettungsschirme oder strauchelnde Präsidenten geredet. Vielmehr setzt er auf seine bewährte, im Radio gelernte Taktik: Reden, reden, reden bis das rote Licht auf der Kamera nicht mehr leuchtet.

Bei langen Samstagabendshows fällt es allerdings weniger auf, wenn der Moderator einmal - wie die Deutschen sagen - Stuss von sich gibt. So analysierte er das Scheitern der Ehe zwischen Model und Castingshow-Moderatorin Heidi Klum ("Ich habe sie entdeckt!") und Musiker Seal simpel damit: "Es hat nicht halten können, wenn in einer Familie zwei Menschen Karriere machen wollen." Da würden ihm wohl viele widersprechen. Und warum man sich für den deutschen Comedian und gegen Hollywood-Schauspieler Nicolas Cage, der momentan in Berlin weilt, als ersten Gast entschieden habe, erklärte Gottschalk so: "Ich habe gesagt: 'Kein Ausländer. Nehmen wir Herbig.'" Der macht seine Sache gut, bleibt humorvoll und erdet Gottschalk mit etwas Ruhe. Und am Ende hat man fast eine Ahnung davon, wovon sein neuer Film "Zettl" (Regie: Helmut Dietl) handelt.

Bei Gottschalk hingegen regiert das Chaos, auch mit den Jahreszahlen tut er sich nicht leicht: Herbigs Erfolgsfilm "Der Schuh des Manitou" glaubt er, 1982 (!) im Kino gesehen zu haben. Passend dazu wird in einer der Unterbrechungen ein Medikament gegen Gedächtnisschwächen beworben. Vielleicht sollte ihm hier seine Redaktion, die (als Saalpublikum-Ersatz) vor der Kamera am Social-Media-Auftritt und anderen sendungswichtigen Dingen arbeitet, ein wenig mehr unter die Arme greifen.

Mit den weißen Hausschlapfen (ein Mitbringsel Herbigs) in einem biederen Wohnzimmer-Ambiente auf Ledersesseln sitzend: Gottschalk hat ein bisschen etwas Großväterliches und Großvätern verzeiht man so manchen Blödsinn. Noch fehlt der Rhythmus, er hat sich auf die kurze halbe Stunde noch nicht eingespielt. Aber wenn er das in absehbarer Zeit schafft, dann darf man davon ausgehen, dass sich das Engagement des Moderatoren-Urgesteins für die ARD auszahlen wird. So ein bisschen Nonsens im Plauderton zum Feierabend ist ja doch recht entspannend.

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16 Kommentare
Gast: Liebe Presseleute
24.01.2012 16:34
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Berichtet bitte regelmäßig, welche neuen Sendungen es am privaten und ausländischen Fernsehmarkt gibt.

Wir dürstenden ORF-Gebührenzahler sind dankbar zu erfahren, welche Alternativsendungen es zur ORF Sendeleere gibt.

"Reden, reden, reden bis das rote Licht auf der Kamera nicht mehr leuchtet"

wetten, dass.... gottschalk pro wort bezahlt wird?

Gast: Frage
24.01.2012 06:39
6 0

Seit wann

macht die ARD Werbeunterbrechnungen? Ist das erlaubt?

Re: Seit wann

Die bezeichnen das wahrscheinlich als "Einschaltungen im öffentlichen Interesse".

Go's Gesicht kennt man gefühlte 100 Jahre,

es ist verbraucht, seine Schmähs auch!

In spätestens drei Monaten ist's vorbei!

Wirkte etwas

wie die allererste Probe, nicht wie die allererste Sendung.
Bin gespannt ob sich da ein Puplikum findet, weil das war etwas ganz Neues, finde ich.

Gast: b754
23.01.2012 21:27
5 2

er sollte wissen wanns genug ist

es gibt ein fernsehen ohne gottschalk

Antworten Gast: OnkelHannz
24.01.2012 08:38
5 0

Re: er sollte wissen wanns genug ist

Sie haben das Recht umzuschalten, Gottschalk hat das Recht zu arbeiten!
so ist es!

Antworten Antworten Gast: b754
24.01.2012 10:41
1 4

Re: Re: er sollte wissen wanns genug ist

du glaubst dochh nicht dass ich mir das angesehen habe der ist doch der größte schwatzer den das tv je gesehen hat überbezahlt und ein echter lauda

Antworten Antworten Antworten Gast: Krähe
25.01.2012 14:41
0 0

Re: Re: Re: er sollte wissen wanns genug ist

Sie haben Elstner übersehn.
Gottschalk war wenigstens mal gut und hatte nie diesen Säusel-Jammer-Lehrer-Weichei-Ton.


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Re: Re: Re: er sollte wissen wanns genug ist

Aha Sie sind aber akkurat in der Bewertung von Dingen, die Sie nicht gesehen/gehört/ ... haben.
Übrigens, wenn der Gottschalk ein echter Lauda ist, was ist dann der Lauda - ein falscher Gottschalk?

Re: Re: Re: er sollte wissen wanns genug ist

Immer diese Neider.

Gast: Werner Pf. Graz
23.01.2012 21:24
6 2

Warum tut er sich das an?

Warum tut er sich das an?
Und warum soll ich mir das anschauen?
Für Werbeunterbrechungen sind die Privaten zuständig!

Durchfall!!!

Re: Warum tut er sich das an?

Und warum tut er uns das an? Wetten, daß dieser Quatsch bald eingestellt wird?

Gast: lobundtadel
23.01.2012 21:01
6 1

Nonsens oder Dauerwerbesendung?

Zu allererst: die Erwartungen an Gottschalk sind extrem hochgeschraubt. Hat man jedoch die letzten Jahre Wetten, dass? verfolgt, weiß man, dass der Gute etwas in die Jahre gekommen ist. Ich als "Mit-Gottschalk-groß-gewordener" sehe ihm das nach.

Nur: wo war im Auftakt die im Vorfeld viel gepriesene Tagesaktualität, der Nonsens, der uns zwischen "heute" und "tagesschau" ins Gemütliche zurückholt? Ich empfand es als komprimierte Couch, auf der nun ein Gast in epischer Breite über einen kommenden Film und dem üblichen Heititei mit Schauspielerkollegen und Regisseur plaudern durfte – kurz gesagt

WERBUNG

... welche im Übrigen in dieser geballten Form unerträglich ist!

Fazit: Inhaltlich stark ausbaufähig! Und zumindest diese Schleichwerbung für Filme, Bücher, etc... sofort einstellen! Ganz zu schweigen von der dreimaligen Unterbrechung durch Werbeblöcke. Wer kommt auf so eine beknackte Idee?


zum Vergessen - einmal und nie wieder!