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Salzburgs Public Viewing: Jedermann für Jedermann

25.06.2012 | 18:41 |   (Die Presse)

41 Inszenierungen in fünf Wochen: Die Salzburger Festspiele bauen ihr Public-Viewing-Angebot auf dem Salzburger Kapitelplatz aus und zeigen fünf Live-Übertragungen aus den Festspielhäusern.

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Salzburg/Wien/Cim. Wer im Sommer in Salzburg die Festspiel-Produktionen live mitverfolgen möchte, braucht sich nicht mehr um Karten bemühen oder dafür zahlen. Seit Jahren übertragen die Festspiele (in Kooperation mit Siemens und ORF) einige Inszenierungen per Großbild-LED-Wand auf den Salzburger Kapitelplatz.

Die beleuchtete Festung Hohensalzburg bietet die Kulisse im Hintergrund. Heuer wird das Public-Viewing-Angebot erweitert: Zum ersten Mal werden während der gesamten Dauer der Festspiele, von 27. Juli bis zum 1. September, Produktionen auf den Kapitelplatz übertragen.

Vergangenes Jahr haben etwa 40.000 Menschen bei den „Siemens>Fest>Spiel>Nächten“, so der offizielle Name, 26 Aufführungen auf großer Leinwand verfolgt. Heuer werden 41 Inszenierungen gezeigt. Neben Produktionen aus den vergangenen Jahren (am Abend der Eröffnung, am 27.Juli, werden etwa zwei Jedermann-Inszenierungen gezeigt, eine aus dem Jahr 1983, eine aus 2010) ist heuer die Übertragung von 12 Aufführungen aus dem aktuellen Festspielprogramm geplant. Teilweise können die Public-Viewing-Gäste diese zugleich mit dem Premierenpublikum verfolgen.

 

„Unbezahlbarer Werbewert“

„Wir sind dermaßen überbucht, dass schon oft Leute beleidigt waren, wenn sie keine Karten bekommen hatten“, sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Dank der kostenlosen Open-Air-Veranstaltung (den Gästen stehen am Kapitelplatz übrigens 1000 Sitz- und ebenso viele Stehplätze sowie Tische bei den Gastronomen am Kapitelplatz zur Verfügung) bräuchten sie das nun nicht mehr sein.

Heuer zeigen die Festspiele schon zum elften Mal Produktionen zugleich öffentlich in der Stadt. In den vergangenen zehn Jahren seien so etwa 200 Aufführungen von 400.000 Menschen gesehen worden. Die Befürchtung, die Festspiele würden so ihrer Exklusivität beraubt, habe sich als unbegründet erwiesen, sagt Rabl-Stadler und spricht von einem „Marketing-Tool von unvorstellbarem Werbewert“ für Salzburg.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

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3 Kommentare
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Detailprogramm

Die Siemens-Website kann mit iPhone nicht ausgelesen werden. Des neumodische Zeugs is a Hund!

Gast: Analyst
25.06.2012 22:11
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Ich liebe dieses so genannte "Public-Viewing".

Man könnte es auch öffentliche Übertragung nennen, aber nein, es muss angliziert werden und vielleicht können dannn die "Viewer" dann auch noch "voten" , ob sie diesen "Marketing Tool" so "cool" finden, dass sie deshalb wieder in Salzburg eine zur Kulisse degenerierte Stadt samt hoffnungslos überteuerter touristischer Struktur besuchen wollen. Dafür müssen die selbständigen Bürger dieses Landes eine "Tourismus-Steuer" , pardon, "Abgabe" zahlen und dürfen dann auch noch die erhöhten Lebenshaltungskosten und Immobilienpreise zahlen, allerdings mit dem bitteren Beigeschmack, dass sich Normalverbraucher in Salzburg immer weniger leisten können - aber Hauptsache "Public Viewing"!

Gast: Kaspar hauser
25.06.2012 21:15
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