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Bregenz "bereit für neue Phase der Evolution"

18.07.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler will am Bodensee "Meilensteine" setzen. Bundespräsident Heinz Fischer eröffnete die "Festspiele 2011".

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„Erinnerungen an die Zukunft“ ist das Motto der 67. Bregenzer Festspiele. Als wolle er unbewusst darauf anspielen, versprach sich Bundespräsident Heinz Fischer bei seiner Rede und erklärte erst die „Festspiele 2011“ für eröffnet. Auf Zurufe aus dem Publikum fragte er „2000?“ und sagte launig: „Ich lass' mit mir handeln...“

Davor hatte er für „Mut für das Neue“ plädiert, in Politik, Gesellschaft und auch Kunst. Fischer zitierte Arnold Schönberg: „Kunst heißt: neue Kunst“. Dem Zukünftigen müsse man freilich mit der Erfahrung der Vergangenheit begegnen. Als „zwei Premieren“ nannte er die Teilnahme von Landeshauptmann Markus Wallner und Festspiel-Präsident Hans-Peter Metzler, beide neu in diesen Funktionen. Und er dankte den Vorgängern: Günter Rhomberg habe die Festspiele wesentlich geformt; Herbert Sausgruber sei ein Landeshauptmann gewesen, „dem jede Form populistischer Kraftmeierei fremd war“. Dass Rhomberg, Festspiel-Präsident von 1981 bis März 2012, nicht gekommen war, sah Fischer als „sehr noble Geste“: Er wolle eben die Bühne „voll und uneingeschränkt seinem Nachfolger überlassen“.

Der neue Festspiel-Präsident, Hans-Peter Metzler, meinte, Bregenz sei „sehr bereit für eine neue Phase der Evolution“; er wolle leidenschaftlich agieren, aus Visionen heraus handeln – freilich „in der Überzeugung eines opernuntypischen Happy End“.

Kulturministerin Claudia Schmied erklärte, man habe in Österreich zu lange die Schatten der Vergangenheit verdrängt; erst in der Person des ehemaligen Bundeskanzlers Franz Vranitzky habe man sich „zu den Taten aller Teile unseres Volkes, zu den guten und zu den bösen“ bekannt. Lobend erwähnte Schmied auch Vorarlberger Schüler, die protestiert haben, als ein türkischstämmiger Jugendlicher in eine Diskothek nicht eingelassen wurde.

Am Abend stand als erste Aufführung die Premiere der Oper „Solaris“ auf dem Programm.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2012)

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1 Kommentare
Gast: vor dem arlberg
19.07.2012 17:10
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Gelungene Veranstaltung

Wie man in V-heute gesehen hat, war es eine schöne Eröffnungsveranstaltung, vor allem das Wetter hat bestens gepasst. Und auch beim BP hat es "gemenschelt", als er zuerst 2011 gesagt hat. Hoffen wir, dass das Wetter auch in nächster Zeit für die Festspiele "mitmacht". Schade nur, dass die Jungbläser der HS Nenzing, die in Zürich den ersten Preis gemacht haben, nicht im TV gezeigt wurden. Aber das ist halt ein Problem bei Radio V - die Übertragungszeiten sind oft einfach zu kurz.
(Dafür gibt's immer wieder Selbstbeweihräucherung !!!). Fünf Minuten mehr wären oft ausreichend. Dafür könnte man auch einmal die Berichte aus den anderen Bundesländern weg lassen, da sie sowieso kurz darauf in den Hauptnachrichten wiederholt werden. Wieviel Sendezeit wurde nur für die unsinnigen und hässlichen "Eisenmänner" vertan. Zum Glück kommt der Unsinn jetzt endlich wieder weg. Es gab ja noch genug "Verwirrte", die sie stehen lassen wollten. So einen Blödsinn haben wir in unseren Bergen wirklich nicht nötig.