Der Lessing-Preis, der seit 1993 alle zwei Jahre verliehen wird, ehrt Künstler, die das Werk von Gotthold Ephraim Lessing in herausragender Weise fortsetzen. Der deutsche Theaterregisseur Volker Lösch erhält den mit 13.000 Euro dotierten Lessing-Preis 2013 des Landes Sachsen. Das sächsische Kunstministerium teilte am Sonntag mit, dass die Förderpreise zu je 5.500 Euro gehen an die Schriftstellerin Franziska Gerstenberg und die Autorin und Buchgestalterin Judith Schalansky. Die Preisverleihung erfolgt am 19. Jänner 2013 bei den Lessing-Tagen in seiner Geburtsstadt.
Lösch für die Öffentlichkeit
Löschs Theaterpraxis stelle Öffentlichkeit her, begründete das Kuratorium seine Entscheidung. Sie mache das Stadttheater wieder zu einem Ort der Auseinandersetzung über Angelegenheiten, die alle Bürger angehen. Der Regisseur setzt in seinen Inszenierungen oft Chöre aus Laiendarstellern ein, die nicht selten soziale Randgruppen verkörpern. Nach Ansicht der Juroren erhalten so die "Übergangenen und Nichtbeachteten, die Marginalisierten und Ausgegrenzten eine eigene Stimme". Lösch, 1963 geboren, stammt aus Worms und war als Regisseur schon an vielen Bühnen tätig, darunter auch in Dresden. Seit der Spielzeit 2005/06 ist er Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am Staatstheater Stuttgart.
(APA)
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