„Wir sind die kleinen, schnellen Haie“, sagt Botschafter Emil Brix: Das deutsche Goethe-Institut wäre dann wohl der Wal. Beide lehren Deutsch im Ausland, aber in den „Kernländern“ Südosteuropas ist das heuer zehn Jahre alte Österreich Institut flexibler und stärker vertreten als der deutsche Kooperationspartner, vorerst in Bratislava, Brünn, Budapest, Istanbul, Krakau, Ljubljana, Rom, Warschau und Wroclaw. In drei Monaten kommt ein Institut in Belgrad hinzu. Zudem betreibt Österreich als einziges westliches Land ein Sprachlernzentrum im iranischen Teheran.
Damit wurde die Anzahl der Sprachlernzentren seit der Gründung 1997 auf demnächst zehn verdoppelt; die Anzahl der Deutschkurs-Teilnehmer: rund 10.000 pro Jahr. Deutsch ist die verbreitetste Muttersprache Europas und zweithäufigst gelernte Sprache. Für das Österreich Institut arbeiten laut Geschäftsführerin Brigitte Ortner „170 in Österreich ausgebildete Germanisten“, Nationalität sei „nachrangig“. Es ist zur Gänze im Besitz des Außenministeriums. Warum gibt es in Österreich selbst nur die Zentrale in Wien, aber keine weiteren Niederlassungen etwa für Migranten? Laut Ortner, weil Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln völlig unterschiedliche Aufgaben seien. Künftige Ziele: Deutsch als regionale Kommunikationssprache Mitteleuropas zu etablieren, mehr Kenntnis über Österreich zu vermitteln und die Stellung des österreichischen Deutschs zu stärken – das allzu häufig zum „Dialekt“ des deutschen Deutschs degradiert wird. trick
www.oesterreichinstitut.at("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2007)

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