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"Bundestrojaner" und "Komasaufen": Wörter des Jahres

13.12.2007 | 16:26 |   (DiePresse.com)

Eine Fachjury und Internet-User wählten die prägendsten Begriffe des heurigen Jahres. Spruch des Jahres wurde das Gorbach-Diktum "The world in Vorarlberg is too small".

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"Bundestrojaner" und "Komasaufen" waren die Begriffe, die Österreich 2007 am stärksten geprägt haben. Das ergab die Wahl zum österreichischen "Wort", beziehungsweise "Unwort des Jahres 2007". Internetuser und eine Fach-Jury wählten die Ausdrücke unter Leitung vom Institut für Germanistik der Uni Graz in Kooperation mit der Austria Presse Agentur aus zehn Vorschlägen zu dem markantesten Ausspruch des Jahres.

Der Ausdruck "Bundestrojaner" verweise in "knapper Form und zugleich auf pointierte Weise auf aktuelle Entwicklungen", die "höchst umstritten" seien, so das einstimmige Urteil der Jury unter der Leitung von Univ.-Prof. Rudolf Muhr . Knapp hinter dem Sieger-Wort des Jahres landeten die Begriffe "gruscheln" und "Raucheroase".

Bei dem ersten Ausdruck handelt es sich um eine Zusammensetzung aus den Wörtern grüßen und kuscheln, die im Rahmen einer Studenten-Onlineplattform als Zeichen für "freundliche Kontaktaufnahme" entstanden ist. Dies verweise auf neue Formen der Beziehungsstiftung durch das Internet. Die "Raucheroase" wiederum sei eine "wunderbar widersprüchliche" Aussage, die ein "Refugium aus sauberer Luft" mit Zigarettenqualm und Einschränkungen beim Tabakkonsum verbinde.

"Komasaufen" stigmatisiert Opfer

"Komasaufen" als Ausdruck der Skandalisierung einer negativen gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung wurde zum Unwort gekürt. Es trage zur Stigmatisierung der Opfer bei, so das Urteil der Jury. Auch die Ausdrücke "gendern" und "Kindergeldsünder" zählen zu den Unwörtern des Jahres.

Ein Spruch des Jahres wurde ebenfalls erneut gewählt. An die Spitze schaffte es dabei Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ) mit dem Zitat "The world in Vorarlberg is too small", das in einem Schreiben an den britischen Finanzminister Alistair Darling auftauchte.
Zum Un-Spruch des Jahres wurde der Name eines politischen Programms des BZÖ in der Steiermark gekürt: "Wir säubern Graz!" Der Slogan könne der "harmlose Werbeslogan einer Putzfirma sein", es handle sich allerdings um den Kampagnen-Titel in einer Wahlwerbung, der die Ausgrenzung von Menschen zum Programm mache, so die Jury.

2006 hatte der "Penthouse-Sozialismus" die Wahl zum Wort des Jahres gewonnen. Der Slogan "ätschpeck" einer Werbekampagne wurde zum Unwort des vergangenen Jahres gewählt. Nominiert für die Wahl zum (Un)Wort des Jahres 2007 waren u.a. auch die Ausdrücke humanitäres Bleiberecht, Pflege-Amnestie sowie Zickenkrieg. (APA/Red.)

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6 Kommentare
Alien
13.12.2007 12:57
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Es gibt auch noch den Unfall...

Niemand verwendet mehr den Genetiv richtig (nicht einmal Presseredakteure)... oder mit anderen Worten: Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod.

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Wäre

nicht "Klima-Hysterie" bzw. "Klima-Wahn" passender?

Noah von der Arche am Berg der Freude

Antworten yoshi
13.12.2007 11:18
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Re: Wäre

Hatten wir das Thema nicht schon?

Klar, um in der breiten Öffentlichkeit Anklang zu finden musste scheinbar Panikmache betrieben werden, nicht schön anzusehen für den verständigen Menschen, aber letzten Endes effektiv...

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Re: Re: Wäre

ßliha?
Posten Sie nicht aus dem "green comical office" des St., Joshua?

Noah von der Arche am Berg der Freude

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Re: Re: Wäre

Finanziell effektiv für die Treibhaus-Hysterie-Lobby ist die Kioto-STEUERGELD-Verschwendung für ihre grüne Schildbürger-Klima-Wandel-Bürokratie sicherlich

aber

nicht SINNVOLL!

Noah von der Arche am Berg der Freude

Schmeggs
13.12.2007 09:35
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Zeitverlust

Ich finde als Unwort "Zeitverlust" auch ganz passend.
Wenn jemand "im Stau steht", und länger als sonst braucht, um an sein Ziel zu kommen, dann hat das lt. den Radiosprechern einen "Zeitverlust" zur Folge.