Umberto Eco: Religion ist "Kokain fürs Volk"

16.12.2007 | 18:11 |   (Die Presse)

Der Autor und Sprachforscher Umberto Eco kritisiert den Papst, weil er den Atheismus für die Gräuel des 20. Jahrhunderts veranwortlich macht. Es gebe Verbindungen zwischen Faschismus und Religion.

(c) EPA (Boris Roessler)

Für die größten Grausamkeiten des 20.Jahrhunderts hat Papst Benedikt in seiner Enzyklika "Spe salvi" den Atheismus verantwortlich gemacht. Gegen diese Ansicht wendete sich nun Umberto Eco, Semiotiker und Romanautor, in einer seiner Kolumnen im römischen Wochenmagazin "L'espresso".

Eco sieht die einschlägigen Passagen der Enzyklika als indirekte Replik auf den portugiesischen Autor und Literaturnobelpreisträger José Saramago ("Das Evangelium nach Jesus Christus"): Er hatte behauptet, dass die Menschen, wären sie alle Atheisten, in einer friedlicheren Gesellschaft leben würden.

Eco schreibt, er teile Saramagos Meinung nur bedingt. Doch nicht ohne Grund hätten die Nationalsozialisten den Wahlspruch "Gott mit uns" gewählt. Auch sei festzuhalten, dass "die Militärkaplane der Falangisten die faschistischen Wimpel segneten, dass der Massenmörder Franco von religiösen Prinzipien inspiriert war..." Eco nennt Osama Bin Laden und auch George W. Bush, der unter dem Motto "God Bless America" den Irak angegriffen habe. In diesem Sinn sei Religion nicht, wie es Marx formuliert hat, "das Opium des Volkes", also beruhigend, sondern eher Kokain fürs Volk, anstachelnd und euphorisierend.

Zeffirelli kooperiert mit Papst

Ganz anders steht Italiens Starregisseur Franco Zeffirelli zu katholischer Kirche und Papst: Er arbeitet mit Benedikt VI. an einer Reform der Film-Kommunikation des Vatikan. Laut "La Stampa" sagte er: "Josef Ratzinger, der in die Liturgie Ordnung gebracht hat, duldet die schändliche Anarchie in der Darstellung des Heiligen nicht." Er kritisierte explizit Mel Gibsons "The Passion of the Christ" und eine TV-Serie über das Leben von Franz von Assisi – und versprach: "Wenn man mir offiziell den Posten des Aufsehers anvertraut, werde ich mich dieser Aufgabe voll widmen. Es ist nötig."

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2007)


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31 Kommentare
 
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Von Gast: Aufklärer am 01.01.2008 um 02:42

Religionen nicht bekämpfen

Religionen wird es auch in Zukunft geben, weil die Menschen auf Rituale, Moral, Lebenkundliche Unterweisungen nicht verzichten wollen.
Klöster und Sozialleistungen der Kirchen sind auch staatlicherseits zu fördern. Zu bekämpfen sind nur die Auswüchse: Also Privilegien zurücknehmen oder beschneiden, politischen Einfluß zurückdrängen. Verzichten müssen die Kirchen auf staatlichen Kirchensteuereinzug und auf Religionsunterricht in öffentlichen Schulen usw.
Politischer Machtanspruch ist aber nicht nur bei den Kirchen festzustellen. Unzulässige Einflußnahmen der Wirtschaft, der Gewerkschaft oder anderer mächtiger gesellschaftlicher Verbände sind genau so kritisch zu betrachten.
Die Kirchen müssen sich - wegen ihres hohen Anspruches - in besoderer Weise dem Wettbewerb der geistigen öffentlichen Auseinandersetzung stellen.
Die Schwierigkeit dabei ist: Die Kirchen ringen nicht um Wahrheit, sie besitzen sie bereits.

Von Gast: MaxwellsDemon2000 am 28.12.2007 um 19:56

Der Papst und die Azteken

Als die Spanier in Südamerika landeten lebten dort 20 Millionen Indianer, als die Spanier mit den Indianern 'fertig waren' lebten noch 1 Million in Indianer. Auch im Namen und mit Duldung der katholischen Kirche wurden von den Spaniern 19 Millionen Menschen hingemetzelt. Und das war nicht das einzige Verbrechen der katholischen Kirche wie wir alle wissen.

Von William of Orange am 19.12.2007 um 10:13

wären sie alle Atheisten, in einer friedlicheren Gesellschaft leben würden.

ist mir neu das nicht 99% der gegenwärtigen Menschheit Atheisten sind. Wer glaubt den noch an Gott und Religion? Nur zu behaupen, ja ich bin Christ-Hindu-Moslem whatever, heißt noch lange nicht, dass man tatsächlich theistisch lebt. Re-ligio (n) kommt vom griechischen und ist mit dem sanskritwort des yo-ga verwandt, was gelebte hingabe zu Gott bedeutet. Also wer sich als gottesbewusst definiert müsste alles was er tut, egal in welcher Lebenslage (ob Glück oder Leid) und alles was er besitzt für Gott tun bzw. geben. Wer macht das? Vielleicht 1 Prozent wenn überhaupt. Also leben wir in einer atheistischen Welt, es gibt einen Gott und der heißt Geld

Von woizi am 17.12.2007 um 16:36

Letztendlich tut Gewalt nur der, der sich nich an die Worte Jesu hält

"Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen. Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch dar; und werd dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt von dem fordere es nicht zurück."
Jesus selbst hielt sich konsequent an diese Worte, was ihm so große Beliebtheit verschaffte, dass andere auf ihn neidisch waren und ihn ermorden ließen.
Man mag den, der sich alles gefallen lässt für dumm anschauen. Doch wenn alle so handeln würden, gebe es keine, die einen ausnehmen. Das bleibt
Es gibt nur zwei Arten von Menschen, egal woher sie kommen, entweder sie wollen diesen Worten gehorchen oder sie wollen diesen Worten bewusst nicht gehorchen.
Krieg in dieser Welt kommt nur daher, weil viele die Worte Jesu verspotten. Leider verspotten auch manche Kirchen die Worte Jesu oder glauben nicht einmal, dass er sie gesagt hat. Folge: Krieg

Antworten Von Gast: Gast am 17.12.2007 um 20:22

„Leider verspotten auch manche Kirchen die Worte Jesu…“


gute Beschreibung der katholischen Kirche…

Von Gast: mike am 17.12.2007 um 14:56

Auch Satanismus

ist eine Art Religion ..
Wenn man liest, wieviele Menschen in den letzten Jahrtausenden zur höheren Ehre irgendeines Gottes massakriert wurden, kann man Herrn Eco nicht völlig unrecht geben.

Von typhon typhoon am 17.12.2007 um 12:36

Apropos

besitze ich ein Foto von der Page eines durchgeknallten britischen Grufti-Freak downgeloaded (diese wurde einstweilen gesperrt), das einen von Satanisten gekreuzigten Buben zeigt. Diese haben ihn als bewusste Verhöhnung des christl. Kreuzestodes auf das Gestänge einer Wegtafel gehängt.
Leider kann ich es nicht veröffentlichen (dieser Beitrag würde sofort gesperrt). Das Foto wäre nur ein guter Beweis dafür, dass Atheismus nicht unbedingt uns zu besseren Menschen macht bzw. dasss das Böse nicht irgendwo von aussen in uns durch Religion induziert wird sondern es in uns innewohnt & egal von was identitätsstiftendem instrumentalisiert werden kann

Von Sisyphus am 17.12.2007 um 11:42

Aussagen eines wahren Menschenfreundes..

und...Kommunisten....WARUM er gegen die Na.is wettert versteh ich aber in dem Zusammenhang nicht..Sinds doch dieselben Massenmoerder wie die Kommunisten (wobei die Roten noch mehr Menschen umgebracht etc. etc. haben als die Depperten im Schatten des Braunauers..)

Von typhon typhoon am 17.12.2007 um 10:13

Zugegeben

es erstaunt, dass ein Mensch vom Niveau Papst B. XVI solche Plattheiten wiedergibt, aber ebenso platt ist die Behauptung von Saramago, dass Atheismus uns eo ipso zu besseren Menschen macht. Übrigens dieser hatte selber dummdreist den Angriff Israels auf Jenin mit den Praktiken der Nazis in Auschwitz gleichgesetzt (http://fra.europa.eu/fra/material/pub/AS/AS-Main-report.pdf, S 173). Damit widerlegt er sich selber!
Allerdings auch den Stampf, den Eco hier herauslässt, ist auch nicht klüger.
Verstehen alle drei nicht, dass das Problem des polit. motivierten Terrors nicht unbedingt damit zusammenhängt, ob ich an etwas Glaube und damit Andersdenkende ausschliesse, sondern mit was ich mich mit dazugehörigem Ausschliesslichkeitsanspruch identifiziere -gleichwertig ob totalitäre Religion, totalitäre Ideologie oder totalitärer Weltanschauung?

Von Gast: Franz am 17.12.2007 um 07:17

Phuter & Qualtinger sei Dank!

Geniale Kommentare, die Beiden bringen es auf den Punkt, danke!

Genau! Ismus ist schlecht!
Weg mit dem KatholizIsmus
dem EvangelIsmus
dem JudaIsmus
dem MonotheIsmus

Ich bin für Asmus!
den Sark-
und nicht zuletzt den
Org-

Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.
Ein Glueck fuer die Religionen, dass der Tod endgueltig ist. So kann ihnen niemand den Unfug wiederlegen den sie predigen!
Jeder betet zu einem Gott damit er ihnen hift dem anderen den Schaedel einzuschlagen!
Faszinierend bloedsinnige Logik!

Antworten Von Helmut Magnana am 17.12.2007 um 09:46

Re: Phuter & Qualtinger sei Dank!

Es gibt auch noch weitere Ismen mit äußerst schädlichen Nebenwirkungen: Z.B. den Kpitalismus in Verbindung mit dem Aktienismusten! Auf dem Altar des schnellen Profits wird nämlich alles andere an ethisch-moralischen Werten leichten Herzens über Bord geworfen, was das Dasein WIRKLICH lebenswert macht! Nur sind die "Priester" der New Economy eben die Börsen-Gurus, welche aus irgend welchen Kaffeesuden heraus lesen, wessen Börsenwert gerade steigt oder fällt.

Desweiteren gibt mir aber schon zu denken, daß Herrn Eco zum Thema Marxismus rein gar nix einzufallen scheint: Die rd. 2 Mio. Menschen, die etwa unter dem kambodschanischen Steinzeitkommunismus Po Pots und seiner Roten Khmer ermordet wurden hätten es doch eigentlich auch verdient, in diesem Konnex erwähnt zu werden!

Auch während der Französischen Revolution hat man den christlichen Glauben über Bord geworfen und an seiner Stelle die "Göttin der Vernunft" eingesetzt. Letztlich fraß die Revolution ihre eigenen Kinder...

Antworten Von typhon typhoon am 17.12.2007 um 09:45

Re: Phuter & Qualtinger sei Dank!

Schätze eher, Sie schliessen aus Ihrer intellektuellen Befindlichkeit unzulässig auf die ALLER religiösen.
Zugegeben, es ist eine niveaulose Plattheit von B. XVI alles Böse pauschal dem Atheismus anzulasten, ebenso aber platt ist es wie Saramago zu glauben, Atheismus würde uns automatisch zu besseren Menschen machen.
Dieser Saramago hat übrigens über die Räumung des Palästinenserlagers Jenin (hier in der Presse sogar erwähnt) gesagt: "Über Jenin weht der Geist von Auschwitz". Besser kann ein durch Nobelpreisehren selbstverblödeter Schwachkopf seine Aussage nicht selber widerlegen.

Von Gast: Beobachter am 17.12.2007 um 04:43

Ecco dixit Lucifer

Franco mit Hitler in eine Topf werfen....
Schon Hitler sagte nach dem Spanischen Buergerkrieg, dass er die falsche Seite unterstuetzt habe, da die sog. "Republikaner" seiner Ideologie weitaus naeher standen. Konsequenterweise hat Franco Hitler auch NICHT im 2.WK unterstuetzt. Und der einzig nenneswere Widerstand gegen Hitler kam vom 20.Juli, eine durch und durch christlich-adelig motivierte Sache. Und die aus Woellersdorf befreiten Roten haben sehr gerne gemeinsam mit den Nazis die Christlich-Solialen verhaftet, und ins KZ verschafft. So sieht es aus. Und im KZ und auf den Schafotten des 3. Reiches starben weitaus mehr Katholiken als Rote.
Wo war denn der Renner 1938-45, und wo war der Figl und der Raab? Vom Ober-Bruno ganz zu schweigen.

Von Halka am 16.12.2007 um 23:40

naja

Also man kann behaupten was man will, aber die drei größten Massenmorde in der Geschichte der Menschheit sind im Name des Rassismus und des Klassenkampfes begengen worden (Hitler, Stalin, Mao). Das sind Ideologien in denen Gott keine Rolle spielte, oder, bei den Nazis, nur insofern, als das sie behaupteten ihre Ideoligie widerspreche nicht der Religion.

Antworten Von Rene Herndl am 17.12.2007 um 20:33

Re: naja

Da muß man widersprechen: die schlimmsten Massenmorde waren jene der Kolonisatoren Amerikas im Zeichen des Kreuzes, die sowohl Inkas, Azteken und alle möglichen Indiovölker dahinmetzelten. Der sicher zweitgrößte Volkermord war gewiss jener der meist europäischen (und christlich geprägten) Einwanderer in Nordamerika, wobei die seriösen Schätzungen etliche Millionen angeben - die offizielle amerikanische Geschichtsschreibung allerdings nur einige 100000, was aber schon mehrfach widerlegt wurde. Wieviele menschen durch die Kolonisierungen in Asien und Afrika umgekommen sind kann leider niemand sagen, aber, dass die Europäer nicht zimperlich waren und diese Menschen meist schlechter als Tiere behandelt wurden, das steht allemal fest. Christliche Überheblichkeit und die angebliche rassische Überlegenheit der (großteils christlichen) Weißen wurde beispielsweise in den USA erst iin den späten 60ern des 20. Jahrhunderts gesetzlich aufgehoben, der christliche KuKluxKlan treibt´s aber immer no.

Antworten Von political incorrect am 17.12.2007 um 12:37

Re: naja

vergessen Sie den vierten großen Massenmord nicht: In Kambodscha haben die Roten Khmer geschätzt ein Viertel der Bevölkerung ausgelöscht, anteilsmäßig war das der größte Massenmord der Geschichte. Natürlich war da wieder eine Ideologie dahinter, die ihre Ursprünge bei einem Pseudophilosphen hat, welcher die Religion als Opium bezeichnet hat. Umberto Eco stellt sich nicht unbedingt auf die richtige Seite, mir sind die Religionen allesamt symphatische als der Marxismus.

Von Gast: Gast am 16.12.2007 um 23:37

Hmm

Alter Wein in neuen Schläuchen ...

Von Gast: pravda am 16.12.2007 um 22:59

Religion ist eine infektiöse Geisteskrankheit

welche durch Erziehung übertragen wird.

Antworten Von typhon typhoon am 17.12.2007 um 11:57

Leider

Dummheit scheint in vielen Fällen allerdings vererblich zu sein. Das getraue ich mir zu sagen, obwohl mir Ihre Herkunft fremd ist!

Von woizi am 16.12.2007 um 20:11

Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.

Gott wird Mensch in Bethlehem um uns von allen Ismen zu befreien.

Jeder Ismus erklärt: "Wenn du zu mir gehörst, bist du vollkommen und besser als andere."
Jesus erklärte: "Kein Mensch erlangt die Vollkommenheit. Glücklich ist, wem seine Schuld vergeben ist."

Schuld eingestehen, fanatische Ismen aufgeben,
Glauben, Liebe und Hoffnung über den Tod hinaus, das würde ja Frieden bedeuten und keine Angst mehr, zu kurz gekommen zu sein. Frohe Weihnachten

Antworten Von Fragender am 17.12.2007 um 20:17
Antworten Von Gast: Montagmorgen am 17.12.2007 um 07:24

Re: Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.

Wahre Worte so kurz vor Weihnachten!!!

Frage: Wenn die röm.-kath. Religion so schlecht ist, warum feiern die Massen so begeistert Weihnachten????

Scheinmoral ist leicht zu durchschauen....

Antworten Antworten Von Michael am 17.12.2007 um 09:36

Re: Re: Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.

Es hat ja niemand behauptet, dass die Massen, also die Anhänger die eigene Religion schlecht finden.

Klar, dass die geistesgestörten Mitglieder das Treiben gut finden und auch feiern. Das heisst aber noch lange nicht, dass es gut ist. Die Natsis hatten auch viele Anhänger, deshalb war das System auch nicht unbedingt optimal *zynisch verniedlicht*.

Ich verurteile übrigens niemanden, der ein gewohntes Fest feiert, obwohl er eine Religion aufgegeben hat. Man kann schliesslich feiern, was man will und wer Rosinen mag, meine Güte, soll sie von mir aus auch auch dem Kuchen picken, besonders dann, wenn er den Kuchen selbst gebacken hat.

Antworten Antworten Antworten Von Gast: Montagmorgen am 17.12.2007 um 10:22

Re: Re: Re: Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.

Der Vergleich Nazis - Katholiken ist schon hart....

Aber auch Umberto Eco wird um die Frage nicht herumkönnen, WARUM Religion in den verschiedenen Ausprägungen der Lebensmittelpunkt von einigen Milliarden Menschen auf diesem Planeten ist!!!

Sind die jetzt alle Deppen?

Natürlich ist Religion schon oft als Vehikel der Politik mißbraucht worden (und umgekehrt). Aber die Aussage "Religion ist Kokain" kann man so nicht machen!

Antworten Antworten Antworten Antworten Von Gast: Multimedia am 17.12.2007 um 13:01

Re: Re: Re: Re: Gott sei Dank gibt es Erlösung von allem Ismus.

.....und doch so stimmig.

Warum wird/ist Religion Lebensmittelpunkt? Vielleicht weil viele Menschen sich der damit verbundenen Fremdbestimmung nicht bewußt sind.

Wie sagte es Viktor Frankl, die Grundthese ist: der Mensch ist ein Wesen auf der Suche nach einem Sinn.

Trotzdem Frankls Grundeinstellung theistisch ist, lässt er diese Entscheidung offen. Sinn kann man selbstverständlich auch ohne Religion finden (sogar bevorzugt, da der Sinn so – ganz im Sinne Frankls – nicht gegeben wird, sondern selbstbestimmt gefunden werden muß). Selbstbestimmung und die Suche nach dem Sinn führt viele in religiöse Gefilde. Die Frage bleibt natürlich offen, ob diese Menschen sich selbst- oder fremdbestimmt sehen. Das darf/kann/soll/muß jeder Mensch selbst definieren.

Eco hat die Aussage so gemacht (er kann und darf!). Für mich passt diese Aussage. Warum kann man?! so etwas nicht sagen? Was stört Sie daran? Erläutern sie uns ihre Einwände?

 
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