Karlheinz Hackl ist gestorben

Der Schauspieler erlag im Alter von 65 Jahren seinem Krebsleiden.

Karlheinz Hackl ist in Wien gestorben
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Karlheinz Hackl ist in Wien gestorben
Karlheinz Hackl – Imago (Manfred Siebinger)

Einmal konnte er den Krebs besiegen, ein zweites Mal gelang es ihm nicht. Der Schauspieler starb heute, Sonntag, 65-jährig friedlich im Kreis seiner Familie in Wien, teilte seine Ehefrau mit. Hackl spielte an zahlreichen Bühnen, avancierte am Burgtheater zum Publikumsliebling, spielte in Film und TV, ehe 2003 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Doch Hackl schaffte ein Comeback - nun hat er seinen Kampf gegen den Krebs verloren.

Am 16. Mai 1949 in Wien geboren, absolvierte Karlheinz Hackl nach der Matura sowohl ein Betriebswirtschaftsstudium als auch die Schauspielschule Krauss. 1972/73 debütierte er schließlich am Wiener Theater Die Courage. Nach einem ersten Vertrag an der Josefstadt war Hackl von 1974 bis 1976 am Volkstheater engagiert, danach holte ihn Boy Gobert für zwei Jahre ans Hamburger Thalia-Theater. 1978 wurde Karlheinz Hackl Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Hier avancierte er zum Publikumsliebling und war unter anderem als Demetrius in Shakespeares "Sommernachtstraum", als Karl Moor in Schillers "Die Räuber", als Alfred in Horvaths "Geschichten aus dem Wienerwald", als Molnars "Liliom" und Osbornes "Entertainer" zu sehen.

Bei den Salzburger Festspielen spielte der Kammerschauspieler, der u.a. auch mit der Kainz-Medaille, einer "Romy" und 2012 auch mit einem "Lebenswerk-Nestroy" ausgezeichnet wurde und am Wiener Reinhardt-Seminar unterrichtete, u.a. 1991 die Titelrolle in "Der Schwierige" oder 2012 den Doktor von Aigner in Schnitzlers "Das weite Land". Musicalerfolge feierte Hackl u.a. als Partner von Frank Hoffmann im "Käfig voller Narren" sowie als "Mann von La Mancha" an der Wiener Volksoper. 1988 feierte Hackl am Volkstheater mit Neil Simons "Brooklyn Memoiren" sein Regiedebüt. Danach inszenierte er u.a. Ibsens "Nora", Shakespeares "Romeo und Julia", Feydeaus "Ein Floh im Ohr", Raimunds "Verschwender" und Nestroys "Der Färber und sein Zwillingsbruder". Neben seiner Bühnentätigkeit wirkte Hackl in zahlreichen TV- und Filmproduktionen mit.

Sein schauspielerisches Comeback nach der ersten Krebserkrankung feierte Karlheinz Hackl im Jänner 2005 ausgerechnet mit der Wiederaufnahme des "Zerrissenen": Schließlich war er 2003 während einer Vorstellung des Stücks zusammengebrochen, woraufhin er die Diagnose eines bösartigen Hirntumors bekam. 

(APA)

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