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Weltmusik: Vier Kontinente in der Wachau

19.06.2008 | 19:04 |   (Die Presse)

Das Festival „Glatt und verkehrt“ (17. bis 27.Juli) bringt Musik aus aller Welt. Und Stille dazwischen.

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Wer je in der Sandgrube in den Anhöhen von Krems beim Festival „Glatt und verkehrt“ war, vergisst die ganz eigene Atmosphäre dort nicht. Und weiß, dass man darauf vertrauen kann, dass die Veranstalter Josef Aichinger und Albert Hosp eine gute Auswahl treffen, auch wenn einem beileibe nicht alle Musikernamen bekannt sind.

Bereits in der Carnegie Hall, im Concertgebouw usw. gespielt hat der Salzburger Martin Grubinger, ein Schlagzeuger und Perkussionist, der insofern zur E-Musik zählt, als er nicht improvisiert, sondern nach Noten spielt, aber auf allen Schlaginstrumenten, die man sich denken kann, vom Gong bis zum Glockenspiel, mit bis zu 40 Schlägen pro Sekunde. Er kommt mit einem Bläseroktett zu den „Wachauer Begegnungen“ am 23.Juli, wie die griechische Sängerin Savina Yannatou und „Troica“ um die rumänische Sängerin Claudia Cervenca.

 

Paolo Contes Bruder

Am 24.7. ist das Motto „Von Lusitanien in die neue Welt“: Es spielen u.a. „Tcheka“ von den Kapverdischen Inseln, „Moderna Tradição“ aus São Paulo und die Gaiteros de Lisboa (mit vielen Dudelsäcken). Am 25.7. kommt u.a. Schlagzeuger Pierre Favre mit seinem Grand Ensemble, am 26.7. die chinesische Flötistin Min-Wu-Xu, die die Elektronik nicht scheut und bereits mit John Zorn gespielt hat. Ein Highlight am 26.7.: das iranische Ensemble Mezrab.

Schon am 18.7. singt am Schloss zu Spitz der Bruder von Paolo Conte: Ebenfalls ein raukehliger Cantautore, Freund des Swing und studierter Jurist, hat Giorgio Conto sich erst mit 52 Jahren ganz für die Musik entschieden.

Zwischen den Konzerten gibt es heuer übrigens erstmals keine Pausenmusik. Grünen Veltliner schon.

Info: www.glattundverkehrt.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.06.2008)

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