25.05.2012 08:52 | Meine Presse Merkliste 0

Bayreuth letztmals unter Leitung Wolfgang Wagners

11.07.2008 | 11:21 |   (APA)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Am Nachmittag des 25. Juli 2008 öffnet sich der Vorhang im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth für eine Neuinszenierung von Richard Wagners Bühnenweihfestspiel "Parsifal", dem letzten Werk des Musikdramatikers. Für den fast 89-jährigen Wolfgang Wagner ist die Eröffnung der diesjährigen 97. Richard-Wagner-Festspiele die letzte unter seiner Leitung.

Nach 57 Jahren gibt der vom Alter gebeugte weißhaarige Enkel des genialen Leipzigers sein einzigartiges Amt auf. Über die Zukunft herrscht Ungewissheit, nachdem es dem langjährigen Herrscher über die Wagner-Gralsburg in Oberfranken nicht gelungen war, seine erst 30-jährige Tochter Katharina als alleinige Nachfolgerin in der Festspielleitung durchzusetzen. Die Entscheidung, wie es weiter geht in Bayreuth, wird erst nach der am 28. August zu Ende gehenden diesjährigen Aufführungsserie fallen.

Dem norwegischen "Parsifal"-Regisseur Stefan Herheim und dem italienischen Dirigenten Daniele Gatti wird also schon ein besonders spektakulärer Wurf gelingen müssen, wenn die Kunst in diesem ganz besonderen Jahr Vorrang vor der Nachfolgediskussion bekommen soll. Der ausgebildete Musiker Herheim hat trotz seiner jungen Jahre einen ausgezeichneten Ruf als Opernregisseur und bereits in Riga eine von Kritik und Publikum gefeierte Inszenierung der ersten "Ring"-Oper "Das Rheingold" abgeliefert. Wie der 46-jährige Dirigent Gatti ist auch der 38-jährige Norweger Debütant in Bayreuth.

Beiden Künstlern sollte ein überzeugender Gegenentwurf zu der umstrittenen, vorzeitig abgesetzten "Parsifal"-Version von Christoph Schlingensief gelingen. Die Titelpartie singt der junge britische Tenor Christopher Ventris, der als Wagner-Interpret schon große internationale Erfolge feiern konnte und nun auch die Bayreuther Bühne erobern will.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen