Eine 6,2 Tonnen schwere und fast fünf Meter hohe Bronze-Skulptur des britischen Künstlers Anthony Cragg ist Freitagvormittag am Salzburger Makartplatz enthüllt worden. "Caldera" ist das siebente von zehn Kunstwerken eines international renommierten Künstlers, das die Salzburg Foundation in einem Zehn-Jahres-Projekt im öffentlichen Raum der Stadt Salzburg initiiert, kuratiert und finanziert.
Das ausschließlich private Geld - die Tony Cragg-Bronze kostete etwa 500.000 Euro - stammt überwiegend von der Credit Suisse, die in Salzburg eine "europäische Plattform für das Privatkunden-Geschäft" sieht. Der Name "Caldera" bedeutet "vulkanischer Kraterkessel". Die abstrakte Skulptur versteht sich als "mentale Landschaft, als Raum und Materie voller Energie und Emotion", wie der künstlerische Leiter der Salzburg Foundation, Walter Smerling, erläuterte.
"Die Herausforderung dieses weltweit einzigartigen und vieldiskutierten Kunstprojektes ist, mitzuerleben, wie die bedeutendsten Künstler unserer Generation auf die auch ohne Kunst schöne Stadt, in der jeder Winkel, jede Gasse und jeder Platz mit Kulturgeschichte voll ist, reagieren. Tony Craggs Skulptur ist wie alle anderen sechs Kunstwerke, die bisher für Salzburg geschaffen worden sind, einzigartig und selbstständig. Und doch reagieren die Werke aufeinander und schaffen ein größeres Ganzes", so Smerling bei der Enthüllung enthusiastisch.
Der in Wuppertal lebende Künstler Tony Cragg hingegen relativierte den Anspruch der Interaktion seines Werkes mit Kunst und Umgebung: "Ich verstehe mein Kunstwerk nicht als Installation für eine Stadt oder einen Platz. Der Entwurf ist in meinem Atelier entstanden, und ich habe in der Umsetzung für Salzburg nicht allzu viel geändert."
(APA)

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