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Studie: Österreichs Künstler leben unter Armutsgrenze

22.08.2008 | 10:53 |   (DiePresse.com)

Mehr als ein Drittel der österreichischen Kulturschaffenden verdient weniger als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Viele Künstler üben einen zweiten Beruf aus, um sich finanzieren zu können.

Mehr als ein Drittel der Kulturschaffenden in Österreich hat ein Einkommen, das unter der offiziellen Armutsgrenze liegt. Genau heißt das, 37 Prozent der österreichischen Künstler verdienen weniger als 839 Euro im Monat. Dies geht laut einem Bericht des "Standard" aus einer bisher unveröffentlichten Studie hervor. Diese Studie "Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich" wurde vom Bildungsministerium in Auftrag gegeben.

Im Durchschnitt verdienen Künstler mit 1.000 Euro pro Monat weit weniger als die Gesamtbevölkerung, dessen Durchschnitt bei 1.488 Euro liegt. Auch wenn Künstler mit 52,1 Stunden pro Woche weit mehr arbeiten.

Weiters wurde in der Studie ermittelt, dass nur knapp jeder Vierte ausschließlich künstlerisch tätig ist. Der Rest finanziert seine künstlerische Arbeit durch einen anderen, kunstnahen oder -fernen Beruf. Mehr als 85 Prozent kennen finanzielle Schwierigkeiten aus eigener Erfahrung, 65 Prozent verspüren "Einschränkungen im täglichen Leben". Und wie in den meisten anderen Berufssparten findet man auch im Kultubereich ungleiche Bezahlung: Künstlerinnen verdienen im Schnitt 30 Prozent
weniger als ihre männlichen Gegenparts.

Weiters besagt die Studie, dass überdurchschnittlich viele Künstler in Großstädten leben. Auch soll Wien eine hohe Anziehungskraft auf ausländische Künstler haben.

(APA/Red.)


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11 Kommentare
 
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Von Gast: Nachläufer am 24.08.2008 um 08:38

So what?

Hobbies sind halt unterschiedlich teuer und selten einer kann von seinem Steckenpferd leben. Und falls Künstler sich das als Beruf ausgesucht hat, na wenn ich heuzutage Schriftsetzer werde oder einen anderen exotischen Beruf wähle, der weltweit 3x gebraucht wird, dann wird der mich auch nicht ernähren. Entweder die falschen Freunde oder total von sich überzeugt, leider kommt die Rückmeldung bei einem Künstler etwas unklarer als bei einem Sportler der keine Olympiaqualifikation schafft. Die wirklich Guten bekommen sowieso genug Aufträge, die anderen dürften halt nicht so gut sein. Sorry

Von Gast: Dr. Roland Natlacen am 22.08.2008 um 21:39

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen

Es muss endlich Schluss sein mit der staatlich subventionierten Faulenzerei. Einer der mit seiner "Kunst" nicht genug erwirtschaften kann, muss es eben bleiben lassen und sich als Hilfsarbeiter verdingen.

Von Ratio am 22.08.2008 um 15:26

Ich wäre auch gern Künstler.

Wenn ich aber nicht davon leben kann, muß ich einer geregelten Arbeit nachgehen, ob mir das gefällt oder nicht. Wenn ich dämlich bin, mache ich es nicht - dann drehn´s mir eben Gas und Strom etc. ab. Dafür aber gleich wieder den Steuerzahler anzuschnorren, den man dann ausnimmt, sobald man berühmt ist, kanns nicht sein. Wenn echte Künstler echte Kunst machen, dann werden sie auch davon leben können. Krixi-Kraxi wird nicht immer hofiert, da haben Rainer, Nitsch, Prahensky, Mikl usw. Glück, das aber eben nicht jeder hat.
Hutter, Brauer, Fuchs, Bramer können was und können daher auch leben davon. In der Musik ist es genauso.
Wer brotlose Kunst produziert, kann sie bestenfalls als Hobby betrachten.

Antworten Von Gast: Waremme2 am 22.09.2008 um 16:22

Re: Ich wäre auch gern Künstler.

Sie leben halt unter der geistigen Armutsgrenze ...

Von anderlee am 22.08.2008 um 15:07

unter der armutsgrenze

ich finde es fies, eine kreative Berufsgruppe mies zu machen. Es erfordert heutzutage schon eine menge enthusiasmus künstlerisch tätig zu sein (malen, bildhauern, video, film, wort, darstellend). ein künstler hat eine menge materialaufwände und dann interssiert, wie gut das ergebnis auch ist, keinen menschen das ergebnis. weil alle nur schauen, dass der kühlschrank voll, das auto getankt und die klamotten uptodate sind. ein netter urlaub und der österreicher ist glücklich. künstler ? - um die sollen sich die politiker kümmern. ein schönes bild, eine skulptur oder kunsthandwerk - vielleicht vom baumarkt made in china um € 1,-. mehr kunst braucht der ösi nicht. und der kunstschaffende lebt dann lt. statistik an der armutsgrenze. förderungen bekommen akademische bzw. die die schon bekannt sind. der durchschnittsmaler kann nur zahlen (Material, atelier, werbung, ausstellungsorte, galeristen, transporte, usw) und wenn er dann für ein bild €300,-- verlangt, ist' allen zu teuer............

Von Gast: Gernot am 22.08.2008 um 14:52

Wieso müssen eigentlich Künstler, Journalisten und Ärzte

höhere Beiträge an die SVA bezahlen als jeder andere Unternehmer? Wieso muss ein Würstelstandler weniger abliefern - um dann die dieselbe Leistung zu erhalten???

Von U9tupfingAktuell am 22.08.2008 um 12:34

Mehr als die Hälfte...

...dieser Künstler fabriziert weniger künstlerischen Wert als der Durchschnittsösterreicher. Vermutlich sind sie noch überbezahlt...

Antworten Von Ratio am 22.08.2008 um 15:27

Re: Mehr als die Hälfte...

!!!

Von freeman am 22.08.2008 um 11:12

Hmm, und?

Wieviele Sportler können nicht von den Früchten ihrer Leistung leben?

Wieviele Modelleisenbahner brauchen einen zweiten Beruf, um ihr Hobby zu finanzieren?

Werden dazu auch bald Studien veröffentlicht?

Antworten Von demedici am 22.08.2008 um 11:36

Re: Hmm, und?

So ist es, ja.
Was soll uns diese Studie und dieser Artikel in der Presse nun sagen ? Man soll einen anderen Beruf wählen und nicht Künstler werden, wenn man durchschnittlich verdienen will ? Wir brauchen sofort ein Unterstützungsprojekt und müssen Künstler mit monatlichen Sonderzahlungen unterstützen, damit Österreich kein kulturloses Land wird ?

Antworten Antworten Von Gast: topiltzin am 22.08.2008 um 12:13

Re: Re: Hmm, und?

Au ja und dann kommt man mit ein paar selbst geschriebenen Muttertagsgedichten oder ein paar Tintenklecksen auf Leinwand an und zockt dann die Kohle aus Steuermitteln ab? Da könnte ja jeder kommen... Wer sich künstlerisch versuchen möchte, muss das finanzielle Risiko selbst tragen. Wenn ich mich als Bäcker oder Finanzberater selbstständig mache, krieg ich ja auch keine Unterstützungsprojekte...


 
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