Dependance Volkstheater

Komplexe Seelenarbeit im Volx Margareten

Die Schweizer Dramatikerin Gornaya legt mit „Nanjing. The Future“ eine eigenwillige Talentprobe ab.

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Gruppenbild mit Mutter, Jungunternehmer und Sohn (von links): Anja Herden, Manuel Ossenkopf und Nils Rovira-Muñoz – © Robert Polster / Volkstheater

Eine so geheimnisvolle wie bizarre Familienaufstellung ist im Volx Margareten, der Dependance des Wiener Volkstheaters im 5. Bezirk, zu sehen. Jede der sechs Personen, die hier auftreten, hat auf der von Dimitrij Muraschow gestalteten Bühne ihr kleines Rückzugsgebiet – drei weiße Holzboxen, aus denen Vater, Mutter, Kind fallweise Objekte (Erinnerungen, Alkohol) hervorholen, eine Säule, an der ein rebellisches Mädchen lehnt, ein barocker Bilderrahmen, aus dem ein skrupelloser Unternehmer Anweisungen gibt, ein Stuhl für die altersschwache Großmutter. Wie Monaden wirken die Figuren, jeder scheint so einsam, als ob er sich in einem dunkelgrauen Endspiel von Samuel Beckett verirrt hätte.

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