Volkstheater: Mit Georg Kreisler im Wahlkampf

KritikNikolaus Habjan zeigt „Wien ohne Wiener“ und drischt Klischees über eine von Stereotypen beladene Stadt. Die aufwendige Show prunkt mit viel Jahrmarktklimbim.

„Wien ohne Wiener“ mit vielen weniger bekannten Texten und Liedern von Georg Kreisler, der das Etikett Kabarettist ablehnte und ein Satiriker à la Tucholsky war.
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„Wien ohne Wiener“ mit vielen weniger bekannten Texten und Liedern von Georg Kreisler, der das Etikett Kabarettist ablehnte und ein Satiriker à la Tucholsky war.
„Wien ohne Wiener“ mit vielen weniger bekannten Texten und Liedern von Georg Kreisler, der das Etikett Kabarettist ablehnte und ein Satiriker à la Tucholsky war. – (c) APA/HERBERT NEUBAUER

Puppen blicken durch den Vorhang, links Georg Kreisler persönlich, rechts der Tod, in der Mitte die sattsam bekannten gemütlichen Wiener mit Klappmaul, schlechten Zähnen und böser Zunge: „Wien ohne Wiener“ von Puppenmacher Nikolaus Habjan und der Franui-Musicbanda ist eine Uraufführung. Schauspieler Christoph Rothenbuchner war bei der Premiere Mittwochabend im Volkstheater heiser. Habjan sprang ein, mutig bei diesen mitunter zungenbrecherischen Liedern. Kreisler zu ergründen ist nicht einfach. Am meisten kommt man ihm nahe, wenn man seine Selbstdefinition als Anarchist ernst nimmt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2017)

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