Martin Schwab: „Schreiben Sie einfach Charakterspieler“

Am 9. November feiert Burgschauspieler Martin Schwab seinen 80. Geburtstag. Der „Presse“ erzählte er über seine schwäbische Heimat und 55 Bühnenjahre, über seine Treue zu Peymann und die Stimme Erwin Ringels.

„Den Konflikt hat Claus Peymann damals schon gesucht“: Martin Schwab erinnert sich.
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„Den Konflikt hat Claus Peymann damals schon gesucht“: Martin Schwab erinnert sich.
„Den Konflikt hat Claus Peymann damals schon gesucht“: Martin Schwab erinnert sich. – (c) Clemens Fabry

Die Presse: Herr Schwab, was verbinden Sie mit dem 9. November? Martin Schwab: In erster Linie meinen Geburtstag. In zweiter Linie Martin Luther, der am 10. November geboren wurde und nach dem ich deshalb genannt wurde.

Der Tag ist in mehrfacher Hinsicht belastend und befreiend.
Am 9. November 1918 wurde mit dem Ende des Ersten Weltkriegs die Weimarer Republik ausgerufen. 1923 wollte Hitler mit den Nazis von München aus die Reichsregierung stürzen. 1938 begannen an diesem Tag die Novemberpogrome. Ein Jahr später misslang Georg Elsers Attentat gegen Hitler. 1989 fiel die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland. Und 1937 sagte meine Mutter als protestantische Pfarrerstochter beim Amt, der Name Adolf komme für mich überhaupt nicht in Frage. Sie beharrte auf Martin.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2017)

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