Luzerner "Peer Gynt" gewinnt Online-Theatertreffen

Das Portal "nachkritik.de" hat das Ibsens-Stück am Theater Luzern zur herausragendsten Inszenierung im deutschsprachigen Raum gekürt. Die drei österreichsichen Nominierten hatten keine Chance.

Triumph für ein kleines Schweizer Haus: Mit Henrik Ibsens Stück "Peer Gynt" in einer Inszenierung des Isländers Thorleifur Örn Arnarsson hat das Theater Luzern das virtuelle Theatertreffen 2011 des Internetportals nachtkritik.de gewonnen. Zunächst hatten die Korrespondenten der Kritikendatenbank eine Vorauswahl von 38 herausragenden Inszenierungen der vergangenen zwölf Monate im deutschsprachigen Theaterraum erstellt. Die Internetgemeinde wählte daraus ihre zehn Favoriten.

Auf der Liste der Nominierten fanden sich auch drei Aufführungen aus Österreich: Rene Polleschs "Peking Opel" am Akademietheater Wien, Franz Xaver Kroetz' "Stallerhof" unter der Regie von David Bösch am Burgtheater und "Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt", vom estnischen Theater NO99 bei den Wiener Festwochen aufgeführt. Alle drei schafften es bei der Endwertung jedoch nicht unter die besten Zehn.

Neben dem Stimmsieger, dem Luzerner "Peer Gynt", finden sich auf der Bestenliste "Das Prinzip Meese" (Maxim Gorki Theater Berlin), "Das Werk / Im Bus / Ein Sturz" (Schauspiel Köln), "Die Räuber" (Schauspiel Bremen), "Don Carlos" (Staatsschauspiel Dresden), "Ein Volksfeind" und "Perfect Happiness" (beide Theater Biel-Solothurn), "Prinz Friedrich von Homburg" (Prinz-Regent-Theater Bochum), "Shoot / Get Treasure / Repeat" (Theater Osnabrück) und "Testament" (Hebbel am Ufer Berlin).

Als Medienpartner des Berliner Theatertreffens angefangen

Seit Mai 2007 ist nachtkritik.de online. Damals ging das Portal als Medienpartner des renommierten Berliner Theatertreffens aufs Netz. Mittlerweile hat das Kulturprojekt über 40 Autoren und acht Redakteure und verzeichnet monatlich gut 900.000 Seitenaufrufe. Leser können sich bereits zum Frühstück mit Rezensionen vom Vorabend beschäftigen, über Festivals informieren oder in erbitterten Leserdiskussionen den Profikritikern Kontra geben. Die Texte zu den besprochenen Inszenierungen bleiben im Lexikon und im offenen Archiv auch über den eigentlichen Aufführungszeitraum hinaus unbegrenzt zugänglich. Durch eine Kritikenrundschau anderer Medien wird in den Folgetagen die jeweilige Nachtkritik ergänzt.

(Ag.)

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