25.05.2012 10:38 | Meine Presse Merkliste 0

Sag beim Abschied leise Servus

13.02.2011 | 09:44 |  Barbara Petsch (Die Presse)

Peter Alexander, ein großer Entertainer, ein wunderbarer Mensch, ist tot. Die Familie war ihm wichtiger als eine Weltkarriere. Im harten Showbusiness ist er Mensch geblieben.

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In den Achtzigern gab es eine Umfrage, wonach Peter Alexander das liebste Pantscherl der Österreicherinnen wäre. Ein Wiener Sexualtherapeut erklärte das so: "Peter Alexander stellt für viele Frauen genau das dar, was der eigene Mann nicht ist. Er ist freundlich, charmant, gewaschen, gut angezogen. Er kommt mit Blumen ins Haus, auch wenn er gar keine in der Hand hat." Die Kunst des Stars, gleichzeitig nah und unerreichbar zu sein, beherrschte Peter Alexander perfekt. Vor allem aber war er ein Künstler, kein Design-Produkt eines Entertainment-Konzerns. Er konnte singen, tanzen, spielen - und Klavier spielen. Schon das Reinhardt-Seminar hat er 1948 mit Auszeichnung abgeschlossen.

Sein Vorbild war Frank Sinatra, was weniger sonderbar erscheint, wenn man Sinatra auf alten Aufnahmen im Smoking sieht. Er war aber auch verwandt mit dem erdig-volkstümlichen Heinz Conrads. Die richtig große Weltkarriere hat Alexander vielleicht deswegen nicht gemacht, weil er immer darauf Wert gelegt hat, ein Mensch zu bleiben, sich nicht verführen ließ vom großen Geld, das er dann vor allem in Deutschland machte.

Familie und Beruf

Er hatte eine Frau, eine Familie. Er wollte sich nicht opfern für den Ruhm. Er kam weit genug: sechzig Filme, 120 Schallplatten, 600 Fernsehshows. Die Peter-Alexander-Show war ein Straßenfeger. Warum wurde er derart geliebt? Er war fesch - bis ins hohe Alter. Er repräsentierte glaubwürdig den ewigen Lauser und den Lieblingsschwiegersohn. Er reagierte aber auch, auf seine Weise, auf den Wandel der Zeit: 1970, als die 68iger-Revolutionäre die Kunst in heftige Schwingungen versetzte, war Alexander mit "Hier ist ein Mensch" in der Hitparade: Ein Appell, über dem geräuschvollen Egotrip in der Popmusik das Herz und das Mitgefühl mit dem Nächsten nicht zu vergessen, auch das war ja damals Teil der Ideologie. Alexander sang neben Schlagern Volksmusik und Operetten. In Deutschland punktete er als liebenswürdiger Österreicher. Er repräsentierte die Unterhaltungskultur der Nachkriegszeit, strahlte Frohsinn, Idylle, Sauberkeit aus.

Mit der Banalität mancher heutiger Populär-Musik hat er wenig gemein. Er animierte zwar die Schenkel-Klopfer, wenn er "Kalinka" intonierte oder "Wie Böhmen noch bei Öst'reich war" sang, aber er behielt selbst als Interpret von Gassenhauern immer die Aura des Künstlers. Er wirkte feiner, schüchterner, eleganter, als es im Geschäft mit der Masse üblich war - in dem er so viele Jahrzehnte punktete.

Unvergessliche Filme

Einige seiner Filme sind heute Klassiker als Dokumente einer Zeit und einer Unterhaltungskultur, in der man sich noch entspannt, nicht verfremdet oder verzerrt dem Blödeln hingeben durfte: "Die Fledermaus" mit dem großen Kasperl und begnadeten Ohrenwackler Gunther Philipp (1918 bis 2003) zählt dazu, die beiden amüsierten des öfteren gemeinsam die Zuschauer - oder: "Charleys Tante", "Im Weißen Rössl am Wolfgangsee". Die heutige Schwatzhaftigkeit, mit der echte und Möchtegern-Stars sich inszenieren, war nicht die Sache von Peter Alexander. Er gab selten Interviews. 1998 war er zu Gast bei Helmut Zilk in dessen Reihe "Lebenskünstler". Auf die Frage, was er zu Weihnachten macht, sagte Alexander: "Wir beten, wir singen. Wir spielen Weihnachtslieder von der Platte, zum Beispiel Bing Crosby". Auf die Frage nach seiner TV-Zukunft meinte er: Es fehlen die Drehbuchschreiber. Alexander, der Star von nebenan, wenn auch nicht zum Anfassen. Alexander, der Profi, der wusste, dass er die richtigen Helfer brauchte, um so lange auf der Höhe des Erfolgs zu bleiben, wie es ihm gelang.

Die Konkurrenz war kleiner als heute, aber höchst markant: der Grandseigneur Hans-Joachim Kulenkampff, der kantige Dietmar Schönherr, der lustige Holländer Rudi Carrell, der intellektuelle Frank Elstner, der gelassen-clowneske Thomas Gottschalk. Das Fernsehen wandelte sich, was blieb, war die jährliche Peter-Alexander-Show - bis in die Neunziger. Soviel Wert Alexander auf persönliche Distanz legte, so viel Intimität erzeugte er in seinen Shows: Man hatte das Gefühl, der Mann plaudert im eigenen Wohnzimmer mit seinen Gästen, auch wenn er niemals indiskrete Fragen stellte. Alexander, das war Heimatlichkeit, Beständigkeit. Der österreichische Charme, der österreichische Stil haben sich damals noch besser verkauft als heute, wo der deutsche Humor doch sehr zu dominieren scheint.

Außergewöhnliches Talent

Alexander wurde in Wien geboren. Der Vater war Bankbeamter, er starb bereits 1947 an den Folgen seiner Kriegsverletzungen. Die Mutter war die Tochter eines Musikalienhändlers aus dem böhmischen Pilsen. Man könnte sagen: die böhmischen Weisen, die böhmische Musikalität lagen Peter Alexander im Blut: in der Heiterkeit ein bisserl Melancholie, in der Traurigkeit immer ein Lächeln. Das humanistische Gymnasium musste er wegen Lausbubenstreichen verlassen. Der Vater schickte ihn zum Not-Abitur nach Znaim, dort lebte der Großvater. Das Klavierspielen brachte sich Alexander autodidaktisch bei. In der englischen Kriegsgefangenschaft versuchte er sich als Laienschauspieler.

Nach dem Krieg inskribierte er Medizin, wechselte aber bald zur Schauspielerei. Im Wiener Bürgertheater trat er das erste Mal auf. Später hat er erzählt, dass ihn die ersten Hungerjahre stark geprägt haben ("Ich steh an der Bar und ich habe kein Geld"). Im Jahr 1953 gewann er den Münchner Schlagersängerwettbewerb "Bella Musica". 1952 hatte er seine Filmkarriere begonnen. Damals trat er auch erstmals als Quizmaster auf. 1969 gab ihm das ZDF mit "Peter Alexander serviert Spezialitäten" eine eigene Show, es folgte "Peter Alexanders Wunschkonzert" und "Peter Alexander präsentiert Spezialitäten". Einschaltquoten von bis zu 78 Prozent! Da dürften heutige Fernsehmacher vor Neid erblassen. Besonders geliebt wurde Alexander für seine von den betroffenen Kollegen nicht immer geschätzten Parodien. 1976 durfte er als erster Ausländer in Disneyland einen Teil seiner Adventshow drehen. In den Achtzigern gab es eine Pause, vermutlich wegen nicht überzeugender Show-Vorschläge des ZDF. In den Neunzigern gab es wieder jährlich zu Weihnachten die "Peter-Alexander-Show". 30 Jahre Fernseh-Karriere, davon können viele TV-Stars heute nur träumen. Das Angebot ist enorm, aber auch die Fluktuation.

Starke Frau im Hintergrund

In den letzten Jahren hat Alexander schlimme Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Seine Frau Hilde starb, seine Tochter Susanne verunglückte mit dem Auto. Hilde & Peter vermarkteten sich weit über ihre Jugendzeit hinaus als "Schnurrdiburr und Daddy", eine offenbar goldene Ehe in Zeiten, da Beziehungen brüchiger wurden und es eher schick war, sich zu trennen, als zusammenzubleiben. Der kommerzielle Erfolg Alexanders ist wohl seiner Hilde zu verdanken, die immer fester mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen schien als ihr Mann, der sich vor allem gern beim Angeln ablichten ließ. Bis zu seinen letzten öffentlichen Auftritten, über Video, blieb Alexander der feine, elegante Gentleman. Seine Gesichtszüge hatten - noch in den Fotos von der Trauer am Grab seiner Familie, die indiskreter Weise veröffentlicht wurden und die man natürlich trotzdem angeschaut hat - einen Anstrich von Frische und Jugendlichkeit.

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107 Kommentare
 
1 2 3
Gast: entertainer
15.02.2011 08:07
0 0

... einmal war es doch schön

An einem Peter Alexander prallen Lobhudelei wie Anschwärzung gleichermaßen ab. Den Verwegenen, die sich ereifern den hohen Sockel anzupinkeln, bläst der Sturm unabänderlich ins Gesicht.
Sein Name sollte in keiner Aufzählung großer Österreicher fehlen.

Gast: Gast
15.02.2011 05:21
0 0

Er ruhe in Frieden !

Peter Alexander war ein Genie, und Allrounder, dem von den heutigen sogenannten Künstlern die Allerwenigsten das Wasser reichen können.
Er hat unzähligen Menschen Freude gebracht.

Servus Peter !

Gast: isaak mauschel schlomei
14.02.2011 22:39
0 0

aus der stille meiner gemüts

Für mich war ER, der zeitlos jugendfrische Pennäler, der gerade seinen wenig geliebten Schulranzen in die Ecke geschmissen hat. Sein sonnig-freundliches Entree erhabenes Ich-Gefühl, „wir müssen - nach einer schrecklichen Zeit zwischenmenschlicher Verrohung - wieder ans Gute im Menschen glauben.“
ER war Garant für ein wohltuendes „lockig-flockiges“ Unterhaltungsgenre. Eigentlich d e r VORZEIGEÖSTERREICHER, dem man seine sprichwörtlich Natur belassene Feinsinnigkeit ohne diskrepanter Nachfragerei zu jeder Zeit abgenommen hat. Es gibt nicht mehr viele davon…


Gast: tja
14.02.2011 11:12
6 0

..., gestern war die Zeit der Beileidsbekundungen,

und wie viele andere auch, habe ich mich beteiligt. Seltsam fand ich die postings von den armseligen Zeitgenossen, die es nötig hatten, einmal den Toten heruntermachen zu müssen, und zum andern diejenigen angreifen zu müssen, denen Peter Alexander etwas bedeutete.
Beide, der Tote, der sich nie auf Kosten anderer profilieren mußte, wie auch die, denen er Freude bereitete, die er mit seinen Liedern, seinen Filmen und Fernsehauftritten sehr gut unterhalten hatte, haben diesen bedauernswerten, armseligen Leuten was getan.
Ich frage mich allen Ernstes, wie kommt man zu so einer minderwertigen Geisteshaltung - und wie schamlos muß man geartet sein, damit auch noch hausieren zu gehen?

Sie kennen die Definition von "Intellektueller"?

Akademisches Proletariat.
Die wollen nichts Schönes, Heiles.
Aber es geht ihnen wie Adorno. Ihre Gedanken fressen sie eines Tages auf.
Haben wir Mitleid mit ihnen und denken an den liebenswerten Vorbildmenschen Peter Alexander.

Gast: Desinfoterminator
14.02.2011 10:58
3 2

Peter der Große ließ Menschen ohne Drogen in heile Welt fliehen

Es gibt Unterhaltung, die steigert die Selbstmordgefahr. Dazu gehört beispielsweise Country Musik.

Ich bin davon überzeugt, dass die heutige Form von TV-Formaten eine Hauptquelle für hohen Drogenkonsum in der Bevölkerung sind. Erst als der US-Schmarrn nach Peter Alexanders Lösungen nach Europa schwappte, explodierte die Zahl der Drogentoten in Österreich und genauso auch in Deutschland.

Mit Peter Alexander - egal ob im Film, bei TV-Shows oder in Liedern wie "Komm steck dir deine Sorgen an den Hut..." - konnte jeder ohne Drogen in eine heile Welt flüchten.

Primitives "Reality TV" ist das genaue Gegenteil. Der ärgste Drogentyp wird als normale Realität angeboten. Bei solchen Formaten gibt es aber ein Problem und das ist unsere Verwandtschaft zum Affen und die machen bekanntlich alles nach. Und nun kommt das Hauptproblem. Die meisten Menschen können leichter einen Drogensüchtigen nachmachen als einen Peter Alexander. UND es war nicht schlimm, wenn TV-Publikum Peter Alexander nachäffte und nachsang und was weiß ich was nach einem Film, einer Show oder einem Lied tat. Bei den gezeigten Drogensüchtigen aus "Reality-TV-Serien" hingen ist es extrem problematisch, wenn sie vom Publikum möglichst perfekt nachgeahmt werden.

Wir brauchen wieder mehr Unterhaltung im Stile eines Peter Alexander im TV, das ist volkswirtschaftlich einfach sinnvoller als Formate, die zwar Quote aber auch negative Nachahmungswirkung haben.

Antworten Gast: SaintBob
15.02.2011 15:14
0 0

Re: Peter der Große ließ Menschen ohne Drogen in heile Welt fliehen

Ohne Drogen ?

Gibt es eigentlich einen PA Film ohne Alkohol. Und Heurigenlieder hat er ja keine gesungen ?

Aber Alkohol ist ja keine Droge und wird in Ö eh ned konsumiert (oder wenn, dann nur maßvoll). Ich will nix zu PA sagen - ihn aber als Abwehrheiligen gegen die pösen Hippies und Junkies und ... ist lächerlich. Paßt zu einem Land dessen letzter Kaiser wegen Krampfadernheilung selig gesprochen wurde.

PS: Auch die Islamisierung Österreichs war erst möglich, nachdem PA keine Showa mehr gemacht hat ! </sark>

Gast: Samtpfote
14.02.2011 09:12
0 5

Quartett komplett

Peter Alexander, Rudi, Kuli und Hänschen. Die Einschläge kommen näher.

10 0

Danke schön, Sie war'n bezaubernd, danke schön!

Seine Art der Unterhaltungsmusik war bei Weitem nicht immer die meine, auch gab es bessere "Hans Moser" als ihn, ja sogar das Original hat ihn hier manchmal übertroffen, dennoch war er ein wirklich großer Entertainer. Die "Heutigen" verdienen sehr oft nicht einmal die Verballhornung "Ententrainer" als Bezeichnung. Jetzt ist er tot! Und schon treten wieder Einige auf, die glauben, es sei unbedingtes Menschenrecht, ihre sprachlichen Exkremente dem Verstorbenen in "die Grube" nachwerfen zu müssen, anstatt Blumen, wie es gerechtfertigt wäre. Dabei hielte die tägliche Aufführung ihres Lebens der kritischen Betrachtung im Spiegel in keiner Weise stand - Hauptsach', "cool samma"! Soll sein, man kann und wird es nicht ändern. Ein Unterhalter mit exzellenter Ausbildung - die heute immer seltener wird - hat seinen endgültigen Abgang. Bei allem Unterschied in meiner Meinung zur Art seiner Darbietungen - stehende Ovation von mir.

Gast: gast
14.02.2011 00:13
8 0

den rotstrichlern und sargpinklern



im standard-forum iss faaad, gell, unter lauter so schlurf wie ees !

Nein, nein,

... die sind so.

heinz57
14.02.2011 00:09
3 5

Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

Kantenlosigkeit halten hier manche für einen besonderen Vorzug.Insofern war er ein echter Österreicher.Die"heile Welt" in der es keine Mädchen oder Frauen gab nur Backfische und Mütter verkörperte er auf unnachahmliche Weise.Peter Alexander war Mainstream als es das Wort noch nicht gab.Er war politisch, mehr als ihm selbst lieb war.Als Kind habe ich das nicht verstanden und auch gelacht, wenn er mit Gunther Philip die Ohren wackelte.Heute kann ich das nicht mehr.Peter Alexander ist ein Kind seiner Zeit und ein Entertainer ,der viele für sich begeistern konnte ,weil eine bleierne Zeit für Kanten nicht viel Raum ließ .zB "Charley's Tante" hat eine Ausgangslage , die heute nicht mehr ohne historischen Kommentar verstehbar ist.Wo gibt's denn noch sowas wie Anstandsdamen ?War das damals nicht schon eher elterliche Wunschvorstellung denn Realität ?
"Nil nisi bene.."?Davon halte ich nichts.Denn erst wenn ein Leben abgeschlossen ist , kann man darüber urteilen.Ich wünschte es gäbe soviel Respekt den Lebenden gegenüber, wie es gegenüber den Toten verlangt wird.Kritischer gegenüber den Toten, nachsichtiger gegenüber den Lebenden.Man wird ihn jetzt hochleben lassen wie zu Lebzeiten nicht, zu nochmaligem Tode zerdrückt.Das hat er sicher nicht verdient und seine Familie auch nicht.

Antworten Mr.Punch
14.02.2011 13:07
1 3

GRATULATION...

...der mit Abstand intelligenteste, kritischte und gleichzeitig taktvollste Kommentar den ich seit langem gelesen habe.

"Ich wünschte es gäbe soviel Respekt den Lebenden gegenüber, wie es gegenüber den Toten verlangt wird."

Genauso

Antworten Gast: Altwiener
14.02.2011 09:48
7 2

Re: Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

@heinz57
"...sowas wie Anstandsdamen..." wären damals "...eher Wunschvorstellung, denn Realität..." gewesen?

Sie interpretieren sich da was zurecht nach eigenem Gutdünken.

Anstandsdamen waren damals weder Wunschvorstellung noch Realität, sondern wurden als (imaginäre) Relikte einer damals längst vergangenen Zeit dargestellt, die es humorvoll überzeichnet darzustellen galt.

Im Gegensatz zu heute, da den meisten Menschen das Lachen schon vergangen ist, nahm man damals alles nicht so ernst, obwohl - oder weil - sich so ein Wohlstand wie jetzt noch gar nicht breit gemacht hat.

Die Menschen konnten eben noch lachen, wenn humorvoll verarscht wurde. Heutzutage müssen sie alles analysieren und sind dabei geradezu darauf bedacht, dass ja keinem ein Lachen auskommt in dieser immer gefühlskälteren Welt, in der man sogar versucht, die Vergangenheit nur schlecht zu machen, sich diese zurechtzubiegen, wie man sie braucht. Wahrscheinlich deshalb, weil es unerträglich zu sein scheint, dass die Menschen damals zufriedener waren, obwohl sie weniger hatten.

Ein untrügliches Zeichen der heutigen Zeit: Der herzliche Wiener, den es damals tatsächlich noch zuhauf gab, ist fast nicht mehr anzutreffen, quasi fast schon ausgestorben.

Antworten Gast: timeo
14.02.2011 09:17
6 3

Re: Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

Sie schreiben soo g'scheit und glauben dazu auch noch, gebildet zu sein, dabei können Sie nichteinmal etwas, ohne abzuschreiben, richig zitieren !

Es heißt nicht "Nil nisi bene..", sondern: NIHIL de mortuis, nisi bene ..."

Naja, wahrscheinlich sind Sie so ein Möchtegern-gebildeter Akademiker, wie sie dezeit unsere Uni's produzieren, um eine möglichst hohe Akademikerquote herzeigen zu können.

Wenn Sie es nicht können, lassen Sie es bitte !

Si tacuisses, philosophus fuisses !

Na, was soll denn das schon wieder sein ? Vielleicht gar etwas zu essen '?

.


Antworten Antworten Ch. Seidl
14.02.2011 12:52
2 2

Re: Re: Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

In Ihrer Beschimpfung und ebenso großen Gescheitheit haben Sie selbst die lateinischen Sprichwörter falsch zitiert:

1. Das eine Sprichwort heißt "De mortuis nil nisi bene" und nicht "Nihil de mortuis nisi bene", wie Sie meinen. Heinz57 hat einfach den Schluss, aber dafür korrekt, zitiert.

2. Es muss heißen: "Si tacuisses, philosophus mansisses."

Jetzt kann jeder selbst beurteilen, wer da nun ein "möchtegern-gebildeter Akdemiker" ist.

Antworten Antworten Antworten Gast: timeo
14.02.2011 16:43
0 1

Re: Re: Re: Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

Nun 1)
MEINE Lateinlehrerin hat es uns gelernt, wie ich geschrieben habe, aber über die Wortstellung kann man diskutieren.

2) und zu : ...fuisses od. mansisses:

Sie lehrte uns, dass es ursprünglich "fuisses" hieß, erst später wurde es im deutschen Sprachraum, um im Deutschen dem Reim zu entsprechen, zu "mansisses. "
---> hättest du geschwiegen,
wärest du ein Philosoph geblieben."

Also Ch.Seidl: Jetzt kann jeder selbst beurteilen, wer da nun ein "möchtegern-gebildeter Akdemiker" ist.

Ich gehe nicht davon aus, daß meine Lateinlehrerin etwas Falsches uns beigebtracht hat.

.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Lydia34
16.02.2011 09:22
0 0

Meine Lateinlehrerin hat es uns gelernt...


Vor lauter Beschäftigung mit einer toten Sprache blieb wohl keine Zeit mehr für Ihre Muttersprache.

Wie besagtes Zitat ursprünglich lautete lehrte mich niemand, sehr wohl brachte man mir hingegen bereits in der Volksschule den Unterschied zwischen "lehren" und "lernen" bei.

Basics der deutschen Sprache sozusagen, die in meinem Umfeld auch Anverwandte und Bekannte beherrschen, die, bedingt durch die Lebensumstände, nur kurze Bildungsbiographien aufzuweisen haben.

Antworten Antworten Antworten Antworten Ch. Seidl
14.02.2011 22:01
0 0

Re: Re: Re: Re: Wer allen Freund ist ist niemandes Freund

Sie vergessen, dass (1) auch Lehrer Fehler machen können und (2) Sie vielleicht nicht alles so im Gedächtnis behalten haben, wie Sie es seinerzeit gelernt hatten.

Ich habe von beiden Sprichwörtern die kanonische Version zitiert, also die Form, in der sie üblicherweise zitiert werden. Nehmen Sie nur eine der üblichen Zitatensammlungen, ob das der Büchmann ist oder meinetwegen Bartels' "Veni, vidi, vici". Es ist schon merkwürdig, dass man Ihnen im Latein ausgerechnet unübliche Formen beigebracht hat. Was soll das für einen Zweck haben?

Dasselbe gilt für "nil" oder "nihil": Gerade bei diesem Sprichwort heißt nun mal "nil", auch wenn sonst im Standardlatein eher "nihil" geschrieben wird. Hier haben Sie Ihre Lateinlehrerin überinterpretiert – oder sie hat Ihnen eine unübliche Form beigebracht, damit Sie nicht durch das sonst nicht so standardmäßige "nil" präokkupiert werden.

Und was das "mansisses" betrifft: Dieses Sprichwort ist erst nach der Antike entstanden, und zwar als Verdichtung eines Wortwechsels, der bei Boethius überliefert wird. Die Begründung Ihrer Lateinlehrerin für das "mansisses" ist aber ganz verkehrt, denn wenn schon, hätte sich ja das (angeblich ursprüngliche) "fuisses" viel besser auf "tacuisses"
gereimt als das (angeblich dazu erfundene) "mansisses".

Gast: Johan C.
13.02.2011 23:53
10 0

Jeder Mensch ist einzigartig...

aber so einen wie ihn wird's wohl lange nicht mehr geben... Humor, super Ausstrahlung, tolle Stimme, Kreativität,...

Peter Alexander war ein absolut herausragender Entertainer!

Gast: ThomasHofer
13.02.2011 23:16
8 0

In memoriam Peter Alexander

Als ich als 13jaehriger Junge in meiner Schulzeit in Giessen/Hessen iim Jahr 1960 zum ersten Male die "Frankfurter Schlagerboerse" hoerte, wurde ich auch mit Peter Alexander bekannt. Seitdem habe ich ihn sehr geschaetzt, seine Lieder gerne gehoert und seine Filme gerne gesehen. Er war ein grossartiger Kuenstler, von dem ich immer begeistert war. Und ich hoffe, vielleicht einmal auch eine CD oder eine DVD mit seinen Liedern zu bekommen.

Gast: werbistdu
13.02.2011 20:19
18 5

die stark vertretene

Rotstricherl-Fraktion hier kann anscheinend nichts mehr anfangen mit solchen Gentlemens wie Alexander einer war.
Das sind dann halt die Primitivlinge, die sich mit seichten Schund wie DSD und ähnlichem Müll beglücken.

Antworten heinz57
14.02.2011 00:19
3 9

Re: die stark vertretene

Der Plural von gentleman ist gentlemen und das s schon zu viel.
Bei deutschem Plural hieße es Gentlemans, nie und nimmer aber Gentlemens.
Seltsam finde ich die Verknüpfung von DSD Fan mit nichts mehr mit Peter A.anfangen können.Es hängt eher damit zusammen, ob jemand die Flucht in die heile Welt braucht oder nicht und das ist unabhängig von zerebralen Qualitäten.
Über Geschmack kann man streiten, aber es bringt nichts.

Antworten Antworten Gast: Gast111
14.02.2011 11:43
4 0

Re: Re: die stark vertretene

@heinz57

Nicht "Beim deutschen Plural hieße es...".

sondern:
"Zu deutsch hieße es im Plural..."!

Also: Erst mal tüchtig Deutsch lernen und dann klugschwätzen, was das Englische betrifft.

Antworten Antworten Gast: Waliluso
14.02.2011 10:49
5 0

Re: Re: die stark vertretene

Wenn interessiert denn der Plural eines englischen Substantivs?

Hat der gute "werbistdu" einfach eingedeutscht.

Passt scho :-))


Gast: empathie
13.02.2011 19:44
2 8

Sicher mehr

Peter Alexander wollte sicher mehr als nur harmlosen Klamauk machen,und heile Welt Entertainer sein.
Aber einmal in diese Rolle gepresst,kommt man nur schwer wieder raus

 
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