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„Hans im Glück“ im Rabenhof-Theater

06.04.2011 | 18:29 |  NORBERT MAYER (Die Presse)

„Pimp my luck!“: turbulentes, gelungenes Kindertheater nach dem Märchen der Brüder Grimm. Den herzlichen Applaus hat sich das glückliche Team wirklich verdient.

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Diesem sympathischen jungen Mann kann man wirklich vertrauen. Hans (Paul König), von Optimismus sprühend, poliert einen furchtbar schweren Goldklumpen, wie ihm sein geckenhafter Schneidermeister (Bernhard Majcen) aufgetragen hat, und freut sich arglos des Lebens. Am nächsten Morgen werden seine sieben Lehrjahre vorbei sein, er wird noch seinen Lohn kriegen und darf dann endlich nach Hause. Aber die Schneidermeistersfrau (Sonja Romei), die ihm sieben Goldmünzen aushändigen soll, ist eine schwer verwirrte Person.

So beginnt eine turbulente Verwechslungskomödie nach einem der reizendsten Märchen der Brüder Grimm, von einem, der die Schlechtigkeit der Welt zwar erfährt, aber überhaupt nicht wahrnimmt. Wie es um die Warenwelt steht, kann das Publikum des Rabenhof-Theaters in „Hans im Glück. Pimp my luck!“ auf köstliche Weise erfahren. In einer Kooperation mit dem Theater der Jugend hatte dieses von Gregor Barcal und Alex Scheurer verfasste Stück am Dienstag Premiere. Es ist für Kinder ab sechs Jahren, aber bei der Erstaufführung lachten nicht nur die Kleinen, sondern auch ihre erwachsenen Begleiter aus vollem Herzen, denn diese lustvolle, sprachverspielte, schrille Inszenierung von Roman Freigaßner ist wirklich gelungen – buntes, einfallsreiches Kindertheater, aber auch charaktervoll und mit ein wenig Hinterlist. Die Bühne und vor allem die Tiere sind von Isidor Wimmer liebevoll bis ins Detail gemacht, die Kostüme von Caterina Czepek passen bestens dazu.

 

Blaulicht an der Uniform

Hans tauscht also, wie das Märchen sagt, viel Gold gegen ein Pferd, das gegen eine Kuh, die gegen ein Schwein, das gegen eine Gans und so fort in abenteuerlichen Situationen, bis er mit leeren Händen dasteht, glücklich darüber, dass er unbelastet heimkommt. Der Bursche ist erfrischend naiv, aber bei Weitem nicht so dumm wie der Polizist, den Michael Schuster spielt, eine gelungene Mischung aus Louis des Funès und Peter Sellers. Dieser Amtshandler auf Streife, der an seiner Uniform Blaulicht und rotes Telefon fix montiert hat, provoziert mit seinen tollen Aktionen und vifen semantischen Gags Lachsalven und glänzt, so wie Romei und Majcen in einer Reihe ausdifferenzierter Rollen, die rasant wechseln. Den herzlichen Applaus hat sich dieses glückliche Team wirklich verdient.
Termine im April: 7. bis 11., 13./14., 28. bis 30.4. Weitere Staffel im Mai. Beginnzeiten siehe www.rabenhof.at, Tel.: 7128282.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.04.2011)

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1 Kommentare
ma2412
08.04.2011 10:01
0 0

ei

dafür, dass diese bühne (die ich sehr schätze!)
höher förderungen als der gesamte wiener sport mit seinen 2000 vereine nbekommt war diese aufführung nicht das gelbe vom ei!