Maschek: Wenn Faymann den Kärntnern den Mietvertrag kündigt

10.10.2011 | 17:20 |   (Die Presse)

Stimmakrobaten-Trio Maschek lässt im Programm „101010 – ein revolutionärer Tag“ die Welt erneut untergehen, mit Brachialkomik und feinem Humor in leichten Dosen. Österreichische Politik spielt kaum eine Rolle.

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Durchaus zwiespältig hinterlässt einen das neue Programm der Stimmenimitatoren von Maschek, denn in „101010 – ein revolutionärer Tag“ spielt die österreichische Politik kaum eine Rolle. Peter Hörmannseder, Ulrich Salamun und Robert Stachel haben 100 Stunden Fernsehmaterial von einem Tag, dem 10. Oktober 2010, gesammelt und die Bilder zu einer konfusen Geschichte zusammengesetzt, in der die Welt nach einer durch Kim Jong-il angezettelten „Analogen Revolution“ untergeht.
Es ist einerseits nur konsequent, dass die Austropolitik von anderen globalen Ereignissen verdrängt wird, die Wien-Wahl ist kein Weltereignis. Andererseits: Wer Maschek kennt, mag gerade ihre Stimmpersiflagen heimischer Politiker. So gehört die Szene mit den Ansprachen zum 90-Jahr-Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung zu den besten dieses Abends. Da erklärt Werner Faymann, er kündige Kärnten nach 90 Jahren den Mietvertrag und Bundespräsident Heinz Fischer erklärt das südliche Bundesland zum Schurkenstaat. Die Werbung für Urlaub im Land liefern Maschek gleich nach, ebenso wie für Kim Jong-ils Nordkorea: „Kommen Sie hierher. Hier gibt es keine Werbung. Das ist wie bei Google+ oder wie bei Facebook vor fünf Jahren.“
Präsident Hugo Chavez führt mit der roten Tomate eine neue Weltwährung ein, im verregneten ZDF-Fernsehgarten wird für Reinhold-Messner-Rettungsschirme geworben und der Papst schwärmt vom iPad. Noch einmal kommt Österreich ins Spiel: Die arabischen Länder suchen ein Double für Syriens Staatschef Bassar al-Assad – und finden ihn: in FPÖ-Chef Strache.  awa

Rabenhof, 11., 26., 27., 28., 30., 31.10. und 8., 9., 12., 20., 21., 22.12., 20 Uhr.

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