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Programm für 29. Impulstanz-Festival vorgestellt

21.06.2012 | 16:52 |   (DiePresse.com)

Von 12. Juli bis 29. August findet das internationale Tanzfestival statt. Heuer hat es sich einem Österreich-Schwerpunkt verpflichtet.

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Countdown für die 29. Ausgabe des Impulstanz-Festivals, die von 12. Juli bis 12. August über die Bühne gehen wird. Heuer hat sich das Sommerfestival einem besonders großen Österreich-Schwerpunkt verpflichtet und versteht sich erneut auch als "Gedächtnis des zeitgenössischen Tanzes". Das betonte Intendant Karl Regensburger bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Performance-Meilensteine von Jan Fabre, Anne Teresa de Keersmaeker und Ismael Ivo werden wieder gezeigt. Hinzu kommt eine erweiterte Nachwuchsreihe, innerhalb derer heuer nach fünf Jahren wieder der Prix Jardin D'Europe verliehen wird.

In diesem Jahr wird es so viele verschiedene, sich immer wieder kreuzende Programmschienen wie noch nie geben: CPA, die Choreographic Platform Austria, 8:tension, die Nachwuchsreihe, Wild Walk, die Spätnachts-Termine - oder sogar alles drei auf einmal. Dass die CPA, also die konzentrierte Präsentation von heimischem Tanzschaffen, innerhalb eines internationalen Festivals platziert wird, hält Michael Stolhofer, Noch-Leiter der Sommerszene Salzburg, für ein "wunderbares Experiment". Kern der CPA ist der "Österreich Pavillon" im Etablissement Gschwandner in Hernals, wo 20 österreichische Choreographen "ausstellen" - von einer zeitgenössischen Version des Schunkelns bis zu Stereotypen türkischen Tanzes.

Als Abend mit Eventcharakter wird der Pavillon vielleicht ein wenig die traditionelle Freiluft-Eröffnung im MQ-Hof ersetzen, die heuer aus Kostengründen nicht zustande kommt. Eigentlich hätte Anne Teresa de Keersmaeker ihren Steve-Reich-Klassiker "Drumming" zunächst Open-Air zeigen sollen, nun tut sie es "nur" im Burgtheater. Als "Schlüsselwerk der Performancegeschichte" werden zwei frühe Arbeiten von Jan Fabre neu inszeniert, zum einen "The Power of Theatrical Madness" (ebenfalls im Burgtheater), zum anderen der achtstündige Marathon "This is theatre like it was to be expected and foreseen" in der Halle G. Eine weitere Rückkehr zu einem Klassiker bestreitet ImPulsTanz-Mitgründer Ismael Ivo, der seine gemeinsame Arbeit mit Johann Kresnik, "Francis Bacon", im Odeon noch einmal auf die Bühne bringt.

Ein "besonderes Anliegen" ist Regensburger die neue Zusammenarbeit mit dem Wiener Staatsballett, dass unter seinem Direktor Manugel Legris heuer eine Gala zeitgenössischen Balletts im Burgtheater zeigt - rund um ein Duett von Jiri Kylian, das dieser exklusiv für Legris und seiner Pariser Partnerin Aurelie Dupont choreographiert hatte. Ein neues Werk, das morgen Weltpremiere bei der Biennale in Venedig feiert, ist Wim Vandekeybus' "Booty Looting". "Er hat es noch im Ofen und kocht noch herum", berichtete der frisch aus Venedig angereiste Ismael Ivo.

Beim Publikum beliebt ist ImPulsTanz, das heuer über ein Budget von 4,7 bis 4,8 Millionen Euro verfügt, aber nicht nur wegen der Performances, sondern vielfach vor allem wegen der großen Anzahl an Workshops. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene und Profis werden dabei angesprochen. Eine große Auswahl gibt es heuer im Bereich des zeitgenössischen Tango, erstmals sind auch Kinderateliers im Programm.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Wie tief kann man noch fallen?
21.06.2012 19:48
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Und das mit Steuergeld!

Workshop Preis, für ein Einheit 90min 38.- Euro bis 120min 43.- Euro zu verlangen bei dieser Auswahl an Dozenten und dem Programm ist gelinde gesagt eine Frechheit, oder anders gesehen reine Abzocke das mit nichts zu begründen ist, wer wirklich Tanzen will, Flug nach NewYork, Hotel und dort Workshops besuchen - hat dann auch etwas um sein Geld das es Wert ist zu erleben, wer nicht ganz so viel Geld auf der Seite hat, Berlin und der Ruhrpot bieten ebenfalls ein sehr abwechslungsreiches Angebot, das richtig belegt auf jeden fall billiger und vor allem interessanter ist als diese Workshops!

Die Dozentenliste das ist zum Teil nicht mal mehr mittelmäßig, sondern aller letzte Klasse, ich hätte viel Lust den einen oder anderen Namen hier zu nennen, aus was den Überhaupt die Berechtigung hergeleitet wird bei einer derartigen Veranstaltung zu Unterrichten?

Zum Teil unterrichten die internationalen Dozenten auch in anderen Studios in Wien um weniger als den halben Preis in der Zeit, und die wenigen vielleicht interessanten Dozenten aus Österreich, die unterrichten detto um den Bruchteil an kosten in Wien's Studios das ganze Jahr!

Und was Bodywork und Co. überhaupt noch mit Tanzen zu tun hat, das sei auch mal sehr zu hinterfragen!