Wovon sollen die „Game of Thrones“-Spin-offs handeln?

Gleich vier Ablegerserien soll das Mittelalter-Fantasyepos in den nächsten Jahren bekommen. Vier Vorschläge, wann und wo diese spielen sollen.

Auch Arya und The Hound würden gerne wissen, wie es mit
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Auch Arya und The Hound würden gerne wissen, wie es mit

Ich habe mir ja schon ein wenig Gedanken darüber gemacht, was ich nach der letzten Folge von „Game of Thrones“ tun soll: alles noch einmal sehen? In Dauerschleife? „Herr der Ringe“-Fan werden? Aber mir dürfte nicht fad werden, denn der Fernsehsender HBO hat gleich vier Spin-offs für das Mittelalter-Fantasyepos angekündigt.

Vier Drehbuchautoren sollen gemeinsam mit George R. R. Martin, von dem die Buchvorlage „A Song of Ice and Fire“ stammt, vier potenzielle Weiterentwicklungen der Fantasy-Saga entwerfen. "Wir werden uns so viel oder so wenig Zeit nehmen, wie die Autoren benötigen", sagte ein HBO-Sprecher.

Das klingt schon einmal vielversprechend: nichts überstürzen, sich Zeit lassen – damit zumindest eine (oder zwei) dieser Ableger-Serien ein Hit wird (werden). Wie „Breaking Bad“ und sein Spin-off „Better Call Saul“ (das ich nur immer wieder empfehlen kann, es ist wirklich gut!).

Wann und wo die „Game of Thrones“ Serien spielen sollen, ist freilich noch nicht bekannt. Aber man kann ja mal spekulieren – und hoffen. Ich habe jedenfalls ein paar Ideen für Spin-offs:

Achtung, Spoiler für „Game of Thrones“ inklusive Staffel sechs

 

Robert's Rebellion

Gut, diese Idee ist sehr naheliegend. Was ist damals, im „Jahr des falschen Frühlings“ wirklich passiert? Ist Lyanna Stark, Ned Starks Schwester, mit dem Thronfolger Rhaegar Targaryen durchgebrannt oder hat er sie entführt, wie Robert Baratheon immer behauptet hat? Und was zum Krieg und zum Sturz der Targaryens geführt hat? Ist Jon Snow ein Kind der Liebe? Oder folgte Rhaegar bloß einer Vision, nämlich, dass er drei Kinder haben wird?

+ Was für die Idee spricht: es gibt viele offene Fragen in „Game of Thrones“, die aus dieser Zeit stammen, und die man hier beantworten könnte. Man kennt zumindest einen Teil der Figuren – was Zuschauer binden könnte. Interessant könnte auch sein, wie Ned früher so war.

- Was gegen die Idee spricht: Wir wissen ja (bei Serienstart hoffentlich), wie „Game of Thrones“ ausgeht. Das heißt, wir kennen auch das Ende der Geschichte, die mit „Robert's Rebellion“ ihren Ausgang nahm. Wollen wir die Vorgeschichte trotzdem sehen?

Der Untergang von Valyria

Einst eine reiche und hochkultivierte Stadt, ist Valyria heute nur mehr eine Ruine, bevölkert von Steinmenschen. In „Game of Thrones“ segelten Tyrion und Jorah durch die einst prunkvolle Hauptstadt des Kontinents Essos. Ein Blick in deren Blütezeit wäre schon faszinierend – auch weil dort Magie noch Teil des Alltags war. Wieso ist Valyria untergegangen? Und wie zur Hölle wird Valyrischer Stahl hergestellt?
+ Was für die Idee spricht: George R.R. Martin hat sicher noch viele Geschichten aus Valyria, die er gerne erzählen würde.
- Was gegen die Idee spricht: Das Ende ist vorgezeichnet: Valyria ist untergegangen. Aber das führte auch zu einem Aufbruch, der nächsten Serienidee:

Die Eroberung der sieben Königreiche

Die Grundgeschichte ist längst Legende in der Welt von „Game of Thrones“: Nach dem Untergang von Valyria eroberte der Kriegsherr Aegon I. Targaryen mit seinen Schwestern Visenya und Rhaenys (die gleichzeitig seine Ehefrauen waren) mit gigantischen Drachen Westeros und begründete eine Dynastie. Beinahe drei Jahrhunderte herrschte die Familie über die sieben Königreiche, ehe der Vater von Daenerys Targaryen gestürzt wurde. Wie genau ging diese Eroberung vonstatten? Mit welchen Mitteln wehrten sich die Einwohner von Westeros? Gab es damals noch „First Men“ und „Children of the Forest“?

+ Was für die Idee spricht: Das Haus Targaryen ist wahrscheinlich das faszinierendste Adelshaus der „A Song of Ice and Fire“-Romanreihe – die Familienmitglieder bewegen sich zwischen Genie und Wahnsinn. Wie heißt es in "A Storm of Swords" (verkürzt)? „But every child knows that the Targaryens have always danced too close to madness. Madness and greatness are two sides of the same coin. Every time a new Targaryen is born, the gods toss the coin in the air and the world holds its breath to see how it will land.“

- Was gegen die Idee spricht: Eigentlich nichts. Außer vielleicht dieses Geschwister-Ehe-Ding, das ist nicht wirklich sexy.

Der Bau der "Wall" aus Eis

Einige „Game of Thrones“-Fans sind ja der Meinung, dass die gigantische Mauer aus Eis, die die nördlichen Lande von den Sieben Königreichen abtrennt, einstürzen wird, noch ehe die letzte Folge von Staffel acht aus ist. Ich kann mir das auch gut vorstellen. Aber wie entstand die Wall? Welche Rolle spielte Magie dabei? Und welche die Familie Stark? Und wen sollte sie ursprünglich abwehren? Doch nicht die Wildlinge, die sind ja vergleichsweise harmlos ...

+ Was für die Idee spricht: In dieser Serie müssten Riesen eine Rolle spielen!

- Was gegen die Idee spricht: Es würde möglicherweise kaum Frauenrollen geben. Die Wall ist eher so ein Männerding. Das wäre dann wohl eher fad.

Was wollt ihr sehen? Mehr Riesen, mehr Direwolfs, mehr von Ritter Bronn? Oder ganz was anderes?

Postet eure Serienideen! Ich bin gespannt!

 

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