Madonna befindet sich derzeit auf Europatournee. Am 29. Juli tritt sie in Wien auf, drei Tage später in Polen. Dort wehrt sich eine konservative katholische Jugendorganisation gegen das Konzert der Pop-Queen. Bis dato sammelte der sogenannte "Kreuzzug der Jugend" mehr als 16.000 Unterschriften gegen die für den 1. August geplante Show. Das Datum markiert den Jahrestag des Warschauer Aufstands (1944). Des Weiteren wird kritisiert, dass die Sängerin den katholischen Glauben angreift, indem sie christliche Symbole zu Bühnenattributen macht.
"Wenn jemandem Madonna oder das Datum nicht gefällt, soll er einfach nicht hingehen", sagte Rathaussprecher Bartusz Milczarczyk. Die Stadtverwaltung Warschaus sehe keinen Anlass, das Konzert zu verbieten, solange die Sicherheitsbestimmungen erfüllt seien.
Rückendwind erhält die Aktion von Abgeordneten der nationalkonservativen Oppositionspartei "Recht und Gerechtigkeit": "Das ist ein besonderer Tag in der Geschichte Polens, ein Konzert hat da einen schlechten Beigeschmack", sagte der Europaabgeordnete Ryszard Czarnecki im Interview mit der Zeitung "Polska Times".
Am 1. August wird in Warschau mit einer Schweigeminute, Sirenen und patriotischen Veranstaltungen des Aufstands der polnischen Untergrundbewegung gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg gedacht. 100.000 Menschen kamen in den mehrwöchigen Kämpfen ums Leben. In einer Vergeltungsaktion nach der Niederschlagung des Aufstands wurde die polnische Hauptstadt systematisch zerstört.
(APA)
Das Final-Ergebnis im ÜberblickDänischer Sieg und Deutsche "Cascadastrophe"
Wie gut kennen Sie den Song Contest?Wer trat mit dieser Haarpracht für Österreich an?

Filmstarts der WocheMysteriöse Millionäre, Tanzende Teufel
''The Great Gatsby''Vom Scheitern eines Spektakels
Inge Morath''Menschen'' in der Galerie Leica
Ballett im BerghainKlassischer Tanz erobert den besten Club Berlins