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Heavy-Metal-Sänger Randy Blythe auf Kaution frei

03.08.2012 | 13:57 |   (DiePresse.com)

Der Sänger muss sich für den Tod eines Fans vor Gericht verantworten, Blythe soll einen 19-Jährigen bei einem Konzert in Prag von der meterhohen Bühne gestoßen haben.

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Der US-Heavy-Metal-Sänger Randy Blythe (41) ist in Tschechien auf Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Frontmann der Band Lamb of God wird beschuldigt, einen Fan bei einem Konzert in Prag vor zwei Jahren brutal von einer meterhohen Bühne gestoßen zu haben. Der 19-Jährige starb nach Polizeiangaben an den Folgen einer Kopfverletzung.

Blythe habe umgerechnet rund 300.000 Euro als Sicherheit hinterlegt, sagte Gerichtssprecherin Martina Lhotáková am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die Staatsanwaltschaft bereite die Anklage vor. Lamb of God war mehrmals für einen Grammy in der Kategorie "Beste Metal-Darbietung" nominiert.

(APA/dpa)

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1 Kommentare
Gast: Till Weinert
08.08.2012 12:18
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Neutrale Berichterstattung und Recherche

Sehr geehrter Autor, bemühte Redaktion,

für mich als Medienwissenschaftler ist es weder überraschend noch verwunderlich, wie tendenziös man selbst in solch einer kurzen Meldung berichten kann. Traurig ist es dennoch.

Zugegeben, Bilder, auf denen hübsch gelächelt wird, sind im Heavy-Metal-Bereich nicht gerade üblich. Sie haben aber ein besonders schönes gefunden, bei dem der beschuldigte Totschläger wunderbar bedrohlich von oben herab blickt und seine Augenpartie auch noch vorbildlich verdunkelt ist. Sicherlich, es ist ein offizielles Foto und es spricht nichts dagegen, es zu benutzen - zumindest rechtlich. Dass es sehr viel neutralere Bilder, die zudem noch aus dem gegebenen Kontext der Verhandlung stammen, zu hauf zu finden gibt, muss den reßerischen Berichterstatter von heute ja nicht stören.

Aber gut, das Bild sei Ihnen, wie bereits gesagt, gegönnt. Man könnte ja argumentieren, wer solche Promobilder veröffentlicht ist selber schuld. Lächerlich wird es an der Stelle, wenn Sie von einer "meterhohen Bühne" sprechen. Ich weiß ja nicht, ob Sie das so aus ihren Quellen übernommen haben, aber wenn sie einfach mal den Namen des Beschuldigten bei Youtube eingeben, werden sie an erster Stelle mit Aufnahmen des exakten Konzertes belohnt. Auf diesen können sie leicht erkennen, dass die "meterhohe" Bühne geschätzt zwischen 1m und 1,50m misst. Aber Sie haben schon recht: "Übertreibung verdeutlicht - gerade im Journalismus!"

Mit unglaublich herzlich freundlichen Grüßen
Till Weinert

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