Vor den zwei geplanten Konzerten in Russland hat sich die US-Popstar Madonna den Zorn russisch-orthodoxer Gläubiger eingehandelt. Ultraorthodoxe empörten sich über die Unterstützung der Sängerin für die inhaftierte kremlkritische Band Pussy Riot als auch über ihren Einsatz für die Rechte Homosexueller.
Die Gemeinschaft orthodoxer Bannerträger kündigte nach Angaben der Agentur Interfax an, ein Foto der Sängerin zu verbrennen, wenn Madonna am heutigen Dienstag in Moskau und am Donnerstag in St. Petersburg auftritt. Madonna mische sich in innere Angelegenheiten ein, kritisierte die Gruppe. Mit ihrer Unterstützung für Schwule und Lesben verstoße Madonna zudem gegen Gesetze, hieß es. Die Touristenmetropole St. Petersburg hatte vor wenigen Monaten die Verbreitung von "Homosexuellenpropaganda" unter Strafe gestellt.
Drei jungen Punkrockerinnen von Pussy Riot drohen nach einer Protestaktion in einer Moskauer Kathedrale gegen Kremlchef Wladimir Putin in einem umstrittenen Prozess bis zu sieben Jahre Haft.
(APA)
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