Die isländische Popsängerin Björk hat sich für die Freilassung der Mitglieder der russischen Punk-Band Pussy Riot ausgesprochen. Als Musikerin und Mutter sei sie ganz und gar dagegen, dass die Frauen wegen einer friedlichen Protestaktion im Gefängnis seien und vor Gericht stünden, schrieb Björk in einer Erklärung auf ihrer Website. "Meiner Meinung nach sollten die russischen Behörden sie zu ihren Familien und Kindern zurückkehren lassen", so die Künstlerin. Den Musikerinnen drohen wegen Rowdytums bis zu sieben Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hat drei Jahre gefordert. Das Urteil soll am 17. August bekannt gegeben werden.
In Reykjavik solidarisierte sich am Freitag auch der Bürgermeister der isländischen Hauptstadt, Jón Gnarr, mit den Sängerinnen. Gnarr hatte, als Frau verkleidet und auf einem Transporter tanzend, an der Gay Pride in Reykjavik teilgenommen und während seiner Ansprache die Freilassung der Bandmitglieder gefordert. Gnarr rief die isländische Regierung dazu auf, sich für die Frauen einzusetzen. Die Regierung sollte überall und zu jeder Gelegenheit gegen "diese Menschenrechtsverletzung protestieren", forderte der Bürgermeister.
(Apa)
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