Andy Williams ist tot. Der US-Sänger soll am Dienstagabend im Alter von 84 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Missouri an den Folgen von Blasenkrebs gestorben sein, zitierten US-Medien wie die "New York Times" am Mittwoch seinen Sprecher. Im vergangenen Jahr hatte Williams bei einem Konzert in seiner Heimatstadt Branson seine Krankheit öffentlich gemacht.
Williams wurde 1927 in Iowa geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Gemeinsam mit drei Brüdern trat er zunächst als Quartett auf, bevor er 1953 eine Solokarriere startete. Besonders in den 60er und 70er Jahren feierte der Crooner mit Songs wie "Butterfly" und "Can't Take My Eyes Off You" weltweit große Erfolge. Neben "Speak Softly Love (Love Theme)" aus dem Film "Der Pate" (1972) und "Charade" (1963) aus dem gleichnamigen Streifen ist wohl "Moon River" (aus "Frühstück bei Tiffany") die Erkennungsmelodie des Sängers schlechthin. Im Blake Edwards-Film aus dem Jahr 1961 sang zwar Audrey Hepburn den Song, Williams aber bei der Oscarverleihung 1962.
Mehrmals war er Gastgeber berühmter Preisverleihungen wie der Grammys oder der Golden Globe Awards. Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan bezeichnete Williams einmal als "nationale Kostbarkeit". Mit der Kennedy-Familie soll Williams eng befreundet gewesen sein.
In seiner Heimatstadt Branson ließ Williams ein eigenes "Moon River Theater" bauen, in dem er häufig auftrat - selbst noch nach seiner Krebsdiagnose. Der Schlagersänger war zweimal verheiratet und hat drei Kinder. In den USA wird Williams, der von 1962 bis 1971 eine nach ihm benannte Variety-Show im Fernsehen hatte, in einer Reihe mit großen Entertainern wie Frank Sinatra oder Dean Martin verehrt.
(APA)
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