"Es war reiner Rückenwind", sagte Matthew Bellamy, Sänger, Gitarrist und Keyboarder von Muse über die Arbeit am neuen Album "The 2nd Law" (Warner). Klingen tut es in etwa wie Queen auf halluzinogenen Drogen. Oder um Vergleiche von Bellamy im britischen Magazin "Q" zu benutzen: wie eine Kreuzung aus Rock, Oper und Monty Pythons. "Es gab ein großes Moment des Abenteuers, während wir daran saßen", so Drummer Dom Howard im Pressetext zum sechsten Studio-Longplayer der Rockgruppe aus Devon.
Am 19. November gastieren Muse in der Wiener Stadthalle.
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Energieverschwendung als Metathema
Thematisch haben sich die Mitglieder der britischen Band wieder ein Konzept gesucht: Die Texte wurden vom Zweiten Gesetz der Thermodynamik inspiriert. Dieses beschreibt die unvermeidliche Verschwendung von Energie innerhalb eines geschlossenen Systems. Entsprechend exzentrisch klingt die Musik. Ein "Haufen wilder Sounds" sei da zu hören, meinte Howard. Die Formation verbrachte u.a. drei Wochen in Los Angeles, um mit Granden der Filmmusik zu kooperieren.
"Ich liebe diese großen Sounds in verrückten, Action geladenen, epischen Sci-Fi-Filmen", betonte Bellamy, der für das Album-Finale eine zweiteilige Suite schrieb ("Unsustainable" und "The 2nd Law"). Arrangeur David Campbell transkribierte die Passagen für ein Orchester. Laut Bellamy sollte "Unsustainable" ausschließlich mit "echten Instrumenten" eingespielt werden - "eine organische Version all dieser neuen elektronischen Genres, die man nun überall hört."
Die lockerste Stimmung in der Muse-Geschichte
"Das Album verfügt über eine Exzentrik, die Spaß macht", sagte Bellamy weiter. "Ich glaube nicht, dass es sich selbst zu ernst nimmt, auch wenn manche Texte durchaus so gemeint sind. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass wir uns einen regelrechten Spaß mit dieser Platte gemacht haben. Die Stimmung war gelöst und locker, weitaus mehr als auf jedem Muse-Album zuvor. So viel ist sicher."
Mit dem Vorgänger "The Resistance" hatten Muse einige Preise, darunter einen Grammy für das beste Rock-Album eingeheimst. In 20 Ländern kletterte die LP, die sich bis dato 3,5 Millionen Mal verkaufte, auf Platz eins der Charts. In Österreich gab es ebenfalls die Spitzenposition und "Gold".
Auf dem Nachfolger singt erstmals auch Bassist Chris Wolstenholme, neue stilistische Einflüsse und eben ein Orchester sind dazugekommen. An Bombast und Größenwahn mangelt es dabei nicht - was Fans wohl voraussetzen.
(APA/Red.)
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