"Legenden" gibt es viele im Jazz, aber nur einen "Koloss". Tenorsaxofonist Sonny Rollins hat Generationen von Musikern mit Kompositionen wie "St. Thomas", "Airegin" und "Oleo" den Weg in die Welt explosiver Improvisation sowie expressiver Phrasierung gewiesen. Am Samstag, dem 27. Oktober, gastiert der 82-Jährige US-Amerikaner mit seiner Band im Rahmen des Jazz-Zyklus im Konzerthaus Wien. Noch sind Karten erhältlich.
Erst 2012 erhielt Rollins den Jazz Journalists Assosiation Award als "Musician of the Year". Sein Album "Road Shows Vol. 2" wurde ebenfalls ausgezeichnet und wurde mit Kritiker- und Fan-Lob überhäuft. Kein Wunder: Neben John Coltrane hat Rollins Jazzgeschichte in fast allen Stilen mitgeschrieben. Miles Davis, Charlie Parker and Thelonious Monk zählten zu seinen gleichberechtigten Partnern, als Solomusiker hat er wiederum zahlreiche Talente entdeckt und gefördert.
Sein Album "Saxophone Colossus" aus dem Jahr 1956 hat ihm schließlich den Namen verliehen, den er seitdem nicht mehr abstreifen konnte. Dass er diesem auch mit 82 Jahren noch gerecht wird, beweisen nicht nur seine zahlreichen Veröffentlichungen, sondern auch seine Liveauftritte. Im Konzerthaus wird er flankiert von Bob Cranshaw (Bass), Clifton Anderson (Posaune), Saul Rubin, (Gitarre), Sammy Figueroa (Percussion) und Kobie Watkins (Schlagzeug).
(APA)
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