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Zu diskriminierend: Konzert der "Hinichen" abgesagt

07.12.2012 | 11:40 |   (DiePresse.com)

Das Weihnachtskonzert der selbsternannten "ordinärsten Band von Österreich" im Gasometer fällt aus - wegen Kritik der Wiener Grünen.

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Das für Samstag im Gasometer angesetzte Weihnachtskonzert der Wiener Band "Die Hinichen" findet nicht statt. Grund für die Absage ist Kritik der Wiener Grünen. Deren Kultursprecher Klaus Werner-Lobo hat den Veranstalter laut eigenen Angaben darauf hingewiesen, dass der Auftritt nicht den Subventionsbedingungen der Stadt entspreche. Im Visier stehen die Texte der Band, die unter anderem einschlägige bis obszöne Ausdrücke aus der Wiener Mundart verwendet.

Zu Repertoire der "Hinichen" gehören etwa Lieder wie "Fut Orsch Beidl", "Der Neger am Mittelmeer" oder "Gruppensex im Altersheim". Ein Album ist mit "Wir mischen auf im Frauenhaus" betitelt. Derartige Inhalte hätten in einer von der Stadt geförderten Einrichtung wie dem "Planet-Music Gasometer" nichts verloren, zeigte sich der Grüne Kultursprecher überzeugt. Darauf habe er den Veranstalter in einem Telefonat aufmerksam gemacht.

Keine Subvention für Sexismus, Homophobie, Rassismus

"Das hat nichts mit Zensur zu tun", versicherte Werner-Lobo. Man könne durchaus provozieren, die Texte der Hinichen seien jedoch menschenverachtend und diskriminierend. Dass Sexismus, Homophobie oder Rassismus nicht gestattet seien, stehe in den Subventionsbedingungen der Stadt. Diese Hinweise sollen künftig noch eindeutiger formuliert werden, kündigte Werner-Lobo an.

Die Band selbst sieht sich hingegen als Opfer massiven politischen Drucks, wie in einer Aussendung beklagt wurde: Die Methoden würden an die Geschehnisse rund "Pussy Riot" in Moskau erinnern. "Dass ausgerechnet jene Fraktion, deren Selbstverständnis sich auf Toleranz und liberales Denken begründet, die diktatorisch anmutende Konzertabsage mit mangelnder Förderungswürdigkeit eines angeblich menschenverachtenden und frauenfeindlichen Rock-Kabaretts argumentiert, gibt zu denken", hieß es.

Die Lieder würden mit "durchaus beabsichtigt derben Worten" Geschichten aus dem Leben erzählen, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Humor und Selbstironie würden jedoch nie aus den Augen verloren, wurde in der Mitteilung versichert.

FPÖ entsetzt

"Entsetzt" über die Absage zeigte sich der Wiener FPÖ-Klubchef Johann Gudenus. Das Demokratieverständnis der Grünen würde sich an der DDR orientieren. Es sei ein "traditionelles Konzert" untersagt worden, für das schon mehr als 400 Karten verkauft wurden, ärgerte sich der blaue Politiker in einer Aussendung. Er befand, dass "Scharfmacher" wie Werner-Lobo schnellstens aus dem Gemeinderat entfernt werden sollten.

(APA)

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26 Kommentare
 
12

Wer wissen will wie das die andere Seite sieht:

http://www.profil.at/articles/0822/560/207482/aufs-aug-goschen

8 3

Nur Blümchensex

ist politisch korrekt

Re: Nur Blümchensex

Aber nicht wenn hetero

So "Menschenverachtend",

wie ich die grüne Pest verachte, können die Hinichen gar nicht sein. Hiniche Weihnachten, jetzt erst recht!

5 6

Re: So "Menschenverachtend",

Heute schon die Beruhigungsmittel genommen?

Re: Re: So "Menschenverachtend",

Mißbrauch pharmazeutischer Produkte ist doch eher in Ihren Kreisen verortet. Husch, zurück in den Konsumationsraum.

Wie heißt es so schön auf der "Sezession"

"Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit"

...davon haben die miefigen Mielke-Apologeten & spießigen Spittelberger natürlich null Ahnung.

Re: Wie heißt es so schön auf der "Sezession"

Das trifft den Nagel auf den Kopf!

Der Typ hat mutmaßlich noch nie ein Lied der Hinichen selbst gehört,

sondern blamiert sich höchtswahrscheinlich auf Zuruf eines Grünfundis.
Bei "Fiats De Oide Nida" hätte es ihm ansonsten sicher den Keilriemen seiner Denkmechanik zerrissen!

Naja, für manche muss man eben alles und jedes mit einem "Achtung Ironie" Schild markieren...

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das einmal schreiben werde,

aber in diesem Fall muss ich Herrn Johann Gudenus ausdrücklich beipflichten. Die Haltung von Herrn Klaus Werner-Lobo ist leider wirklich unglaublich und stellt einen weiteren Schritt zur endgültigen Selbstdemontage der Grünen dar.

Den Auftritt einer Künstlergruppe, die sich ganz klar als satirisch-provokativ deklariert, unter dem Deckmantel der Ablehnung von "Sexismus, Homophobie oder Rassismus" zu verhindern, das hätte man nun wirklich eher von der politisch ganz rechts stehenden Fraktion erwartet.

Re: Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das einmal schreiben werde,

Wie kommst du denn bitte darauf dass die Ablehnung von Homophobie oder Rassismus von rechts zu erwarten gewesen wäre? oO

Das habe ich niemals behauptet

Bitte lesen Sie noch einmal genauer, was ich geschrieben habe. Ihre Interpretation ist ungefägr das Gegenteil dessen, was mein Posting eigentlich aussagt.

"und stellt einen weiteren Schritt zur endgültigen Selbstdemontage der Grünen dar"

Das wäre zu wünschen, ja.

12 3

:-)

Hier ist anscheinend noch nicht soviel Hopfen und Malz verloren wie im derStandard Forum

eine Minderheitenpartei

unter griechischer Führung diktiert den WienerInnen, was sie sehen und hören dürfen!
Weit haben wir es gebracht ....

Ich verstehe

Meinungsfreiheit ist also nur dann erlaubt, wenn sich besagte Meinung mit jener der Grünen deckt.

Diese kommunistische Bewegung mit ökologischem Feigenblatt ist offensichtlich der Ansicht, die moralische Deutungshoheit gepachtet zu haben.

Das sollten sich die Wähler gut merken.

Ulrich Seidl

Wenn Altkommunisten und zertifizierte Staatskünstler "kruzif-ixen" lassen ist es Kunst.

GrünInnen sind radikale MarxistInnen - so etwas zu wählen ist einfach zu gefährlich.


16 1

Kultursubvention

sichert die Vielfalt und Freiheit der Kunst...

Wenn Grissemann-Stermann das gleiche sagen ist es große Kunst!


Zensur!

Das ist Zensur!
Wehret den Anfängen, dagegen muss man sich mit allen Mitteln verwehren.
Scheinbar nehmen die Grünen nun endgültig ihre Maske ab und zeigen uns was sie von Meinungsfreiheit und Demokratie halten!

Gruene Astloecher

"waunst a hirn host wia a schlauchboot" = Werner Lobo

Lobo

tomie

Der ist gut !

"Dass Sexismus, Homophobie oder Rassismus nicht gestattet seien, stehe in den Subventionsbedingungen der Stadt."

Ja .. so schaut es in Wien mittlerweile auch aus.


Re: Der ist gut !

Ja, ist schon ne furchtbare Sache dass man Menschen nicht aufgrund ihres Geschlechtes, ihrer Sexualität oder ihrer Herkunft nicht diskriminieren darf gell?

25 2

Freie Meinungsäußerung

und Kunstausübung ist bei den Grüninnen nur solange gestattet, solange es mit der Parteilinie daccord geht!

Über den Inhalt dieses "Konzertes" mag man ja geteilter Meinung sein, für mich wäre es nichts, man muss ja nicht teilnehmen!

Meinungsdi.ktatur par Excellence ist das - da könnte Nordkorea neidig werden!

31 3

Einfach nur widerlich.

Diese grünen Fa.chisten werden einfach keine Ruhe geben bis nicht alle das Leben eines grünen Träumers leben.

Und von wegen: "Das hat nichts mit Zensur zu tun", NATÜRLICH HAT ES DAS!

 
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