Brüder House, Schwestern-Rock: Die spannendsten Debüt-Alben 2013

Das erste Album, das ein Künstler bzw. eine Band herausbringt, bleibt zwar nicht immer das beste seines/ihres Œu­v­res, aber vielleicht das wichtigste: Schließlich zeichnet es den musikalischen Weg vor, entscheidet über Aufstieg in den Pop-Olymp oder Niedergang in der anonymen Massenware. Deshalb zahlt es sich aus, einen Blick auf die Debüt-Longplayer 2013 zu werfen. (Text: mtp)

Im Bild: Elvis zur Zeit seiner ersten Albumveröffentlichung(c) AP

Den Anfang machte A$ap Rocky: "Long. Live. A$ap" (Releasedatum: 15. Jänner 2013) bescherte dem 24-jährigen Rapper aus New York nicht nur einen Auftritt bei der "David Letterman Show" sondern gleich Platz eins der Billboard 200 und der UK Album Charts.


Hier eine Hörprobe daraus: (c) REUTERS (© Andrew Burton / Reuters)

Noch keinen einzigen Song hat die Supergroup namens Atoms for Peace veröffentlicht. Die Formation besteht aus Radiohead-Mastermind Thom Yorke, Red Hot Chili Peppers-Bassist Flea, dem langjährigen Radiohead-Produzenten Nigel Godrich (Gitarre), Joey Waronker (Schlagzeuger von Beck und REM) und Mauro Refosco, der auf zwei RHCP-Alben (Trommeln/Percussion).

Am 25. Februar soll das erste gemeinsame Album "Amok" auf den Markt kommen.(c) EPA (Laurent Gillieron)

Dem namhaften Pop-Magazin NME war die Indie-Formation Palma Violets bereits eine Cover-Story wert. Ihre Single "Best of Friends" gewann im Vorjahr die Wertung der "50 best tracks of 2012". Am 25. Februar erscheint "180", das Debüt des Londoner Quartetts.

(c) Rough Trade

Der Brite Gareth Daley, kurz Daley, orientiert sich weniger an Babyshambles und Konsorten als an Justin Timberlake. Ende Februar/Anfang März kommt sein Debüt "Days and Nights" heraus. Die Stimme des 23-Jährigen kennt man von den Gorillaz (Single "Doncamatic") und einer Kollaboration mit Jessie J (der Gewinnerin der BBC-Abstimmung "Sound of 2011").

(c) AP Photo/Universal Republic

Apropos Großbritannien: Auch die beiden Brüder Guy and Howard Lawrence alias Disclosure exportieren frische Musik nach Kontinentaleuropa. Die jungen Briten schwören dabei aber ausgerechnet auf UK-House und -Garage der 90er Jahre. Mit ihrer eingängigen Single "Latch" haben sie an die Top-10 angeklopft, mit ihrem Album, das im März erscheint, sollte der Sprung nach ganz oben gelingen.

(c) Disclosure/Facebook

Elektronisch, wenngleich auch mehr in Richtung Deep-House/Techno geht es weiter: Das Duo HVOB (Her Voice over Boys) aus Österreich tourt bereits jetzt schon durch halb Europa. Nach zwei EPs soll am 8. März der Longplayer herauskommen.

(c) HVOB/Facebook

Für 15. April ist der Release von "Long Way Down", dem Erstling von Tom Odell geplant. Die Vorbilder des jungen Briten sind nicht die schlechtesten: Elton John, Bob Dylan und Leonard Cohen.

(c) John Marshall JME/Invision/AP (John Marshall JME)

Die Einflüsse der nächsten Debütantin Sky Ferreira würden wohl Madonna, Blondie und Gwen Stefani heißen. Die 20-jährige Sängerin und Model könnte 2013 mit ihrem ersten Album "I'm Not Alright" den Durchbruch im Pop-Business schaffen.

(c) REUTERS ( GUS RUELAS Reuters)

Nicht viel älter ist die New Yorkerin Azealia Banks. Die Rapperin aus Harlem spielte bereits eine ausverkaufte Tournee durch Großbritannien, bei der Geburtstagsparty von Karl Lagerfeld und konzertiert hoffentlich demnächst auch mal in Österreich. 2013 soll ihr Debütalbum "Broke With Expensive Taste" erscheinen.

(c) Invision for DETAILS Magazine (John Shearer)

Die Brit-Invasion komplettieren Aluna Francis und George Reid alias AlunaGeorge. Ihr Zuckerlpop in LP-Länge "Body Music" erscheint im Juni 2013.

Zum Anspielen: "Just A Touch"(c) John Marshall JME/Invision/AP (John Marshall JME)

Auch das Trio Haim wird 2013 ihr Debütalbum herausbringen. Die drei Schwestern aus Kalifornien wurden Anfang Jänner von der BBC zum "Sound of 2013"-Sieger erklärt. Vorherige Gewinner waren u.a. Ellie Goulding, Adele oder 50 Cent. Einen Releasedate für den ersten Haim-Longplayer gibt es noch nicht.

(c) Reuters (HANDOUT)
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