22.11.2009 13:12 | Meine Presse Merkliste0

Marilyn Manson: Der plumpe dürre Antichrist

27.11.2007 | 18:05 |  SAMIR H.KÖCK (Die Presse)

Marilyn Mansons Show gipfelte auch in der Wiener Stadthalle in der Verbrennung einer Bibel. Eine infantile Inszenierung der Tabubrüche und Schrecken.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Leckfettn! – dieser genuin österreichische Ausdruck für den Zustand ausgreifender Verwunderung mochte anfangs noch den zahllosen offenen Mündern entwichen sein. Nach einem süßlichen aus Geige und Klavier gehäkelten Intro, tänzelte der dürre Schausteller des Antichristen zu selig knatternden Geisterbahngeräuschen vor aller Augen. War er fußwund? Litt er an starken Darmwinden?

Nein, unser bleicher Freund versuchte bloß eine Lebenskrise abzuschütteln. Stets will er das Extreme zeigen, weil angeblich nur dieses extreme Reaktionen auszulösen vermag. Furchterregend heiser hustete er seinen ersten, beinah romantischen Song „If I Was Your Vampire“ ins Messer-Mikrofon: „So soft and so tragic as a slaughterhouse you press the knife against your heart and say: I love you so much, you must kill me now...“

Der im echten Leben frisch geschiedene Brian Warner, der sein Alter ego Marilyn Manson seit 1989 über die Bühnen dieser Welt spazieren führt, hat schon gefinkelter mit Theaterblut gespritzt als in seiner aktuellen Show. Gut, mit „Disposable Teens“ und „mObscene“ begann die Pop-Perchtenschau recht dynamisch. Schwere Riffs rüttelten an Trommelfell und Schädelnaht, Becher flogen, Mädchenfäuste mit Stacheldrahtreifen stocherten in die Dunkelheit.


Hymne des Hasses

Doch recht bald rieselte Sand ins Getriebe. „Let's just kill everyone and let our God sort them out. Fuck it. Everybody's somebody's nigger, I know you are, so am I. I wasn't born with enough middle fingers.“ Zu diesen martialischen Zeilen der „Hate Anthem“ mochten Angstlust-Profis noch schmunzeln. Damit war's vorbei, als die Regie die moralische Keule schwang und Kommentare über ein Schulmassaker in Cleveland über die Leinwand flimmern ließ. Die wenigsten Fans wollten sich in ihrer lustvollen Regression stören lassen. Schon gar nicht von banaler Kritik an realen gesellschaftlichen Gewalt-Zusammenhängen.

Wütend stampften da zahlreiche DocMartens-Stiefel, auch jene mit den freundlichen rosa Schuhbändern, Richtung Erdmittelpunkt. Die Illusion, wenigstens für eineinhalb Stunden straffrei menschliches Monster sein zu dürfen, ging da jäh kaputt. Der Applaus blieb fortan gedämpft.

Ja, die Koberer des Schreckens haben es in den letzten Jahren mit ihrer Ware immer schwerer. Der ganze Krach und das viele Blut, das Tändeln mit seltenen Sexpraktiken und die Koketterie mit der Häresie, das sind alle kleine Geschütze im Gewimmel der neuen Regenten der Angst. Heutzutage schaudert es die Jugend eher vor Begriffen wie Daseinsvorsorge, Arbeitslosigkeit und Flexibilisierung als vor den Bibelschändungen der geräuscherzeugenden Schwermetallindustrie. Vielleicht möchte der ehemalige Musikjournalist Manson ja, dass das internationale Feuilleton den großen Nietzsche bemüht, um einen rüden Song wie „Antichrist-Superstar“ in seiner vollen Semantik zu erforschen. Aber das wäre bloß lächerlich. Mansons Spiel mit geheiligten wie belasteten Symbolen ist schlicht zu plump für ernste Analyse. Wenn der 38-Jährige als Highlight seiner Show eine Bibelverbrennung ankündigt, dann ist das ein Autodafé der singulären Art.

Manson fackelte das Heilige Buch in seiner Inszenierung nicht ab, nein, die geschundene Bibel entflammte von selbst. Nicht nur deshalb kann er dessen sicher sein, dass solch Treiben ungeahndet bleibt. Anders als andere Religionsgemeinschaften beschäftigt die Christenheit bekanntlich derzeit keine schnelle Eingreiftruppe, die derlei Spuk ein jähes Ende bereiten würde. Der ungewöhnlich schwache Applaus war wohl Strafe genug. Und so umwehte gegen Ende ein leiser Hauch von Bela-Lugosi-Tragik das Haupt des düsteren Gesellen.

Gelungenes gab es dennoch. Das ruppige „Rock Is Dead“ fand durch seine Singalong-Qualitäten ungeteilte Zustimmung im Auditorium und von den neuen Songs begeisterte der Gothik-Dancefloorfiller „Heart-Shaped Glasses“. Den meisten Applaus bekam indes das alberne Eurythmics-Cover „Sweet Dreams“, wo sich zeigte, dass die Marilyn-Manson-Fans wohl weniger nah am schwarzen Wasser denn an den Gestaden des Mainstream-Pop gebaut sind.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.11.2007)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Artikel kommentieren Kommentieren BookmarkBookmarken bei [Was ist das?]

Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*


Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

29 Kommentare
Gast: Paul Jekyll Blame
10.07.2008 19:02
0 0

journalistisch anspruchslos

Das ist der dümmste Artikel, den ich je gelesen habe...
ich meine, wenn man mit dem Referenten nicht klar kommt, sollte man sich wenigstens objektiv mit ihm auseinandersetzen...

Gast: totalegal
05.12.2007 20:39
0 0

Manson

Religion heist nicht wissen wollen,
glauben heist nicht wissen , nicht wissen ist dummheit.
genießt das was gefällt.


Gast: Roman
02.12.2007 14:15
0 0

sehr guter Artikel!

mein Lieblingsteil:

Den meisten Applaus bekam indes das alberne Eurythmics-Cover „Sweet Dreams“, wo sich zeigte, dass die Marilyn-Manson-Fans wohl weniger nah am schwarzen Wasser denn an den Gestaden des Mainstream-Pop gebaut sind.

Trifft den Nagel auf den Kopf !

Daniii
10.01.2008 19:59
0 0

Re: sehr guter Artikel!

Den Mainstream zu unterwandern ist eine Methode in umzustürzen!!!

Gast: hock
02.12.2007 14:06
0 0

manson verdient damit massig kohle

die leute nehmen ihm das ganze schauspiel ab... er nutzt es aus.

Gast: Gast
30.11.2007 21:18
0 0

Sehr mutig, dieser "Künstler"...

... in Österreich eine Bibel zu verbrennen.

Suchen Sie doch um eine Visum nach Saudi Arabien an und führen Sie diesen armen Menschen, die noch nicht in den Genuß Ihrer Live-Darbietungen gekommen sind, das gleiche vor. Es muß nicht einmal ein Koran sein - nehmen Sie ruhig wieder eine Bibel....

Gast: denise
30.11.2007 16:30
0 0

schwachsinn!!!!

das ist ja wirklich der größte schwachsinn den ich je gelesen habe!! ich war selber beim konzert und kann sagen das es einfach nur geil war!und ich finde es einfach nur extrem abstoßend wen jemand so einen bullshit schreibt! er ist ein fantastischer künstler und musiker! und wegen den ganzen anschuligungen die manson gemacht werden wegen den amokläufen da kann ich nur 1.sagen: diese anschuldigungen sind alle falsch! marilyn manson wurde einmal gefragt was er dazu sage das in jeder die schuld an den amokläufen gibt! und manson antwordete so in etwa: das er dazu garnichts sagen könnte und er hätte den jugendlichen nur zugehört was warscheindlich heisst das es sonst niemand in littleton getan hat!!!

ich möchte damit bitten das die ganzen falschen anschuldigungen und den schwachsinn der über manson desagt und geschrieben wird aufhören soll!!
denn ich werde immer zu ihm stehen!!

denise

Antworten Gast: press(e)wurst
02.12.2007 17:14
0 0

Re: schwachsinn!!!!

Kann ich dir nur absolut Recht geben. Deine Aussage trifft genau zu und ich denke, jeder MM Fan auf diesem Konzert würde dir zustimmen. Ich finde diese Kritik schon fast skandalös, denn wie kann ein offensichtlicher MM Gegner eine neutrale Kritik über ein Konzert schreiben ( noch dazu über ein derart gelungenes), welche jegliche zutreffende Kritikpunkte misst?! Manson ist nun bekannt für seine Show und die Fans lieben ihn dafür. Mein Tipp an den Verfasser des Textes: gehen Sie lieber in die Kirche und schreiben Sie lieber Texte über politische Treffen im Irak!

Gast: Candide
29.11.2007 21:05
0 0

Fremd bin ich eingezogen...

Sehr geehrter Herr Köck!
Sehr geehrte Redaktion der Presse.

Mit der freien Meinung ist es so ein Ding...
Respektieren wir mal, auch wenn der negative Tenor des Artikels nicht unser Fall sein sollte, dass Sie, lieber Herr Köck offensichtlich kein Fan gut gemachter, philosophisch tiefgründiger und überaus professionel präsentierter alternativer Musikrichtungen sind, respektieren wir desweiteren, dass sie vielleicht spät ins Bett gekommen sind, oder vielleicht in Eile waren, oder aus irgend einem anderen Grund wenig Zeit und Muße hatten, diesen Artikel zu verfassen. Respektieren wir auch, dass sie vielleicht eine mangelhafte Grundausbildung in kreativem Schreiben hatten.
Aber, verehrter Herr Köck: Wer sich gerne Intelektuell gibt, sollte zumindest im Ansatz wissen, worüber er schreibt oder spricht. Das Ihrer Meinung nach süßliche aus Geige und Klavier gehäkelte Intro stammt nämlich aus der Feder des von uns allen respektierten Herrn Schubert. So schwer ist das ja nicht.

Gast: MM rocks!
29.11.2007 02:01
0 0

erbärmlich!

dieser artikel ist so was von negativ das es schon lächerlich wirkt!
ich war ebenfalls in der stadthalle und kann mit fug und recht behaupten, dass es ein geniales konzert mit einem (selbst)ironischen, gut gelaunten, äußerst sympathischen marilyn manson war.
uns hat es sehr gut gefallen und ich bereue keine sekunde bei diesem konzert gewesen zu sein!!

übrigens ist es ja sehr praktisch einem künstler wie manson die schuld für diverse massaker zu geben, sich zu mokieren weil er eine bibel "verbrannt" hat usw. - muss natürlich sein, ist vollkommen klar ;-) - gott sei dank gibt es genug menschen deren blickwinkel nicht so eingeschränkt ist!


Gast: That's me
28.11.2007 18:23
0 0

Schrottig

Mir kommt es so vor als ob der Autor dieses Artikels alles negative über Manson zusammengesammelt hat un ein paar songexte durchgelesen hat un dann diesen Artiekl schreibt mit lauter Vorurteilen.Und wenn er sich beschwert dass in einem Manson Song das Wort"Nigger" mal vorkommt dann soll er sich mal sämtliche hip hop songs angucken-in vielen Songs wird dort das Wort "Nigga" öfter benutzt als jedes andere im Lied und keine presse sagt etwas aber Marilyn Manson hat es in einem Lied drinne und schon hat die presse ihren Sündenbock wieder gefunden.Nebenbei dachte ich eigentlich dass der Artikel ein Konzertbericht sein sollte und nicht eine Hasstirade gegen Manson.Ich glaube außerdem nicht dass der Autor länger als 5 Minuten auf dem Konzert war denn Freunde von mir waren da un diese haben mir unabhängig voneinander bestätigt dass eine sehr gute Stimmung war und es lauten Beifall und nciht spärlichen gab.Zur Religionssache:Soll er doch seine Bibel verbrennen-muss sich ja nicht jeder ansehen!

Gast: ein Presse Leser
28.11.2007 17:34
0 0

Objektivität - nein danke!?

Ich hätte mir von der Presse schon etwas mehr erwartet. Schade, dass eine der wenigen seriösen und einst objektiven Zeitungen österreichs jetzt auch schon inhaltlich mit NEWS und der Bild- Zeitung gleichzieht.
Das der von Samir H. Köck verfasste Artikel wohl nichts mit der Wahrheit zu tun hat, dürfte jedem konzertbesucher klar sein. Aber, dass er damit nach außen hin ein Schlechtes Licht auf diese Veranstaltung wirft, finde ich als Presse Leser nicht akzeptabel.

Genau solche Artikel sind es, die mich stark an dem Urteilsvermögen mancher Redakteure zweifeln lassen...


Gast: Marcus
28.11.2007 14:28
0 0

Ärmlich

Einen so BILDartigen Artikel habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Kann es sein das der Verfasser mal von den schwarzen verdroschen wurde ? Die Kommentare unter diesem Artikel zeigen ja bloß die kleinbürgerliche Gesinnung der Verfasser die das Rollo einen SPalt offen lassen um zu sehen was der Nachbar macht damits was zum aufregen gibt ! Keinerlei Handel des Künstlers hatte irgendwelche negativen Konsequenzen für die Leute die in hören, auf seine Konzerte gehen, diesen Artikel lesen oder noch nie etwas von Ihm gehört haben ! Jedem das seine: des einen Kunst ist des anderen Nachbar der Staubsaugt in der Mittagsruhe !!!!

Marcus, 21

Gast: Crusader
28.11.2007 12:06
0 0

Kleingeister

die sonst dem Multikulti frönen und ihr gutmenschsein jedem mitteilen verbünden sich mit dem klerikalen Pseudobürgertum (sonst Erzfeind) um eine Show (es ist nichts anderes) eines Künstlers zu geißeln.
Warum gibt`s eigentlich keine solche Aufgeregtheit bei den Gutmenschen bei den Blutfestspielen eines Nitsch? Da inszeniert sich nur der Haider immer als großer Gegner, warum nicht auch andere?
Ist immer schön das Versagen in der Erziehung der eigenen Kinder auf andere abwälzen zu können.

So long, gon on Marilyn und "schocke" weiter...

freeman
28.11.2007 11:04
0 0

Feig und bieder.

Die Bibel verbrennen kann heutzutage wirklich jeder Nachwuchsprovokateur, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen.

Wenn er wirklich rebellischen Geist und Mut besäße, hätte er einen Koran "geschändet".

Gast: ****
28.11.2007 11:03
0 0

wo bleibt hier die Wahrheit??!??!??!?!?

Kann es sein, dass der Autor von diesem Artikel selbst nicht anwesend war???
An einen heiser klingenden Manson kann ich mich jedenfalls nicht erinnern, er hat seit langem wieder einmal eine gute show hingelegt.
Der Applaus blieb keineswegs gedämpft, im Gegenteil.
Schwachsinniger Artikel!!!
Dieser Artikel hat einen Wahrheitsgehalt von 0% und sollte deshalb hier sofort gelöscht werden.


Gast: ...
28.11.2007 09:31
0 0

so ein bullshit

war der jenige Journalist, welcher diesen wunderbaren Bericht geschrieben hat, auch wirklich anwesend???
Wohl eher kaum,...denn die Stimmung war einfach NUR GEIL und Manson hat es sichtlich spaß gemacht-...

wie auch immer,..

Gast: Montagmorgen
28.11.2007 07:20
0 0

Frage:

Was wäre gewesen, hätte diese elendige Figur einen KORAN oder den TALMUD abgefackelt?!?!?!?

Wenn ich das kritisiere, bin ich dann kleingeistig?????

Schon komisch, was heute akzeptiert wird....

Kunst (auch Musik) kommt vom Wort KÖNNEN und kann ruhig auch kritisieren. Aber wenn wie hier die Grenzen der Geschmacklosigkeit überschritten werden, das braucht man sich nicht gefallen zu lassen!

Daniii
10.01.2008 20:03
0 0

Re: Frage:

Wer legt den die Grenzen der Geschmacklosigkeit fest?

Antworten Gast: N:N
28.11.2007 12:16
0 0

Re: Frage:

Na hätte er den Talmud abgefackelt wäre wohl das ganze Haus in Flammen aufgegangen zumal dieser zig Tausend Seiten umfasst und in dutzende von Bänden existiert.


Antworten Antworten Gast: Montagmorgen
28.11.2007 13:55
0 0

Re: Re: Frage:

Das mitn Talmud ist schon klar - und dennoch ist es nicht in Ordnung, daß die hl. Schrift verbrannt wird!!! Würde es sich eine andere Religionsgemeinschaft gefallen lassen?!?!?! Zu Recht NICHT, oder?

Irgendwie komisch, daß gerade die Christen für allfällige Besudelungen herhalten müssen.

Antworten Antworten Antworten Gast: ROTweißROT
16.12.2007 18:15
0 0

Re: Re: Re: Frage:

Manson kommt aus einem völlig anderen Kulturkreis als wir, aus den USA, wo das Christentum um Welten vielgreifenderen Einfluss auf das Denken der Menschen hat. Er protestiert meiner Ansicht nach nicht gegen das Christentum an sich, sondern nur gegen Gruppen die ohnenhin nicht an mehr Glauben als an ein Buch voll bedruckter Seiten.
Wenn du einen ernsten Glauben hast, kann es ihn nicht erschüttern, wenn irgendein Musiker daherkommt und ein Symbol verbrennt.

Und wenn er einen Koran verbrennt? Na und?
In unserem Land wäre es langsam an der Zeit solche Wege einzuschlagen, weil diese importierten Elemente in der Gesellschaft ein rasant wachsender Störfaktor sind. Meine unterstützung hätte er.

freeman
28.11.2007 16:15
0 0

Eine Religionsgemenschaft,

die sich dies nicht gefallen ließe, wäre als verfassungsfeindliche (Meinungsfreiheit) Organisation zu verbieten...


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Montagmorgen
29.11.2007 07:24
0 0

Re: Eine Religionsgemenschaft,

Also darf ich Sie, falls ich Sie je auf der Strasse treffe, unflätig beschimpfen und Sie alles mögliche heißen????

Wehe, wenn Sie nicht stillhalten - dann sind Sie verfassungsfeindlich und gehören verboten, denn ich lebe ja nur meine Meinungsfreiheit aus!!!!!!!!!!!!!

Lerne: Es gibt Grenzen, die einzuhalten ist. Man nennt das Respekt. Schon davon gehört?

Natürlich gibt es Mißstände in der Kirche, aber es ist ein Unterschied, diese offen anzuspreche oder gleich mal die Bibel zu verheizen....

Gast: Beobachter
27.11.2007 23:32
0 0

WARUM????

Wenigstens ist der Presse-Artikel nicht positiv. Es darf nicht vergessen werden, dass dieses Un-wesen die Moerder von Colombine (und wer weiss wie viele andere labile Jugendliche noch) wesentlich beeinflusst hat.
Warum erlaubt man den Auftritt eines Anstifters zum Mord und Sebstmord? Wo bleibt der Jugend (und Erwachsenen) schutz? Warum darf sowas ueberhaupt nach Oesterreich?

Antworten Gast: gAST
28.11.2007 11:55
0 0

Re: WARUM????

Kennen Sie die Hintergründe des Amoklaufes in Littleton?
Es ist ziemlich leicht einen kontroversen Musiker die Schuld daran zu geben, aber haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es ist, wenn man Tag für Tag von seinen Mitschülern gedemütigt wird, wie im Fall von Eric Harris und Dylan Klebold.
Die Gesellschaft gibt einen Künstler die Schuld dessen Musik sie nicht einmal mochten (Ja, die Attentäter mochten die Musik von Manson nicht. Erst dann begannen die Medien ihre Anschuldigungen gegen Manson fallen zu lassen und er wurde in Fernsehberichten im Zusammenhang mit dieser Tat nicht mehr erwähnt.

Michael Moore: If you were to talk directly to the kids at Columbine or the people in that community, what would you say to them if they were here right now?
Marilyn Manson: I wouldn't say a single word to them, I would listen to what they have to say and that's what no one did.
("BOWLING FOR COLUMBINE")

Schlagzeilen Kultur

  • Herr Jürgens, werden Sie unterschätzt?
    Udo Jürgens, derzeit mit seiner "Best-Of"-CD an der Spitze der Hitparaden, beschließt seine große Tournee mit drei Österreich-Konzerten. "Die Presse am Sonntag" traf den Charismatiker.
    Disziplin in tausend Blättern
    Für den neuen Uni-Campus im Prater baut Architekt Hitoshi Abe einen Komplex für Büros, Bibliothek und Institute. Ein Spiel mit Licht, Luft und ein wenig Konditorkunst.
    Musikmarkt: Der Fan als Plattenboss
    Die Internetseite Sellaband wird als Onlinerevolution auf dem Musikmarkt gefeiert. Dort kann man sein Geld in potenzielle Hitfabrikanten investieren.
  • Vielfalt zu Haydns Zeiten
    Eine CD-Aufnahme von Flötenuhren beweist: In der Entstehungszeit klassischer Kom- positionen hielt man sich kaum an die Vorgaben der Maestri.
    Galerie in Graz: Das Ganze passt ihm nicht
    Die Neue Galerie in Graz zieht um. Was Chefkurator Peter Weibel am Samstag für eine deftige Abrechnung mit Verhinderern, Verwaltern und Verkennern nutzte.
    Sandmännchen feiert Geburtstag: "Nun schnell ins Bett..."
    Am Sonntag feiert das beliebte Sandmännchen mit großem Trara seinen 50. Geburtstag. Es entstand aus einem Wettstreit zwischen Ost- und Westdeutschland.
  • Und immer wieder Vintage
    Das Dorotheum versteigert am Dienstag Design – von Klimts Zeichenmappe bis zu Domenigs Prototyp eines Armsessels. Der Trend: Vintage.
    Oprah Winfrey tritt ab: Talk, Tränen und Trara
    Die Talkshow-Queen Oprah Winfrey verkündet ihren Abschied in zwei Jahren, um einen eigenen Sender zu lancieren. Sie ist zur mächtigen Marke geworden.
    "Paranormal Activity": Horrorkammerspiel zum Mitmachen
    Um einen Dämon dreht sich das Debüt des Israelis Oren Peli – samt dazugehöriger Marketingkampagne. Peli spielt geschickt mit Urängsten: Sein Film ist effektiv, aber nicht innovativ.
  • Josefstadt: „Hans Moser sang mit Goebbels!“
    Franzobel schrieb ein Stück über Moser, das am 25. 2. 2010 mit Erwin Steinhauer in der Titelrolle uraufgeführt wird. Herbert Föttinger erklärt, warum dieses Moser-Stück wichtig ist.
    Thomas Quasthoff erhält Karajan-Musikpreis
    Der prominente deutsche Bass-Bariton wurde am Freitagabend ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro für die Nachwuchsförderung dotiert. Quasthoff wird das Geld für den Wettbewerb "Das Lied" verwenden.
    Buddhas, Bauernkästen– und Raubkunst
    Die geplante Fusion von Völkerkunde- und Volkskundemuseum weckt große Euphorie. Das Projekt ist attraktiv, aber teuer und unrealistisch. Die beiden Sammlungen dürften noch länger im Dornröschenschlaf ruhen.