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"Wir sind Helden": Bandgeschichte erscheint als Buch

12.02.2008 | 15:46 |   (DiePresse.com)

Basierend auf einem Tour-Tagebuch und Interviews und hat die Band ihre eigene Geschichte rekonstruiert, von den kleinen Anfängen bis zu den großen Hits und ausverkauften Hallen.

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Die Band Wir sind Helden zählt zu den erfolgreichsten Gruppen der deutschen Musikszene. Die Geschichte der Band von Sängerin Judith Holofernes, Schlagzeuger Pola Roy, Keyboarder Jean-Michel Tourette und Bassist Mark Tavassol gibt es nun auch zum Nachlesen. Die Musiker haben die Höhen - aber auch einige Tiefen - ihrer gemeinsamen Geschichte in dem Buch "Wir sind Helden" festgehalten.

Das Buch mit dem Untertitel "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen" basiert auf dem von Holofernes im Internet geführten Tour-Tagebuch und wurde um aktuelle Interviews ergänzt. Es erzählt chronologisch den Werdegang der Band: Von ihren Ursprüngen im Jahr 2000, der ersten Tour (2002) und dem ersten Album "Die Reklamation" (2003) über weitere Tourneen und das zweite Album "Von Hier an Blind" (2005) bis hin zur Geburt von Judiths und Polas Sohn Friedrich und dem dritten Album "Soundso" im vergangenen Jahr.

Fragwürdige Angebote

"Wir haben alles kommentiert und so Schwerpunkte geschaffen", sagt Bassist Tavassol. Ein roter Faden seien die lustigsten Fan-Emails, ein weiterer die absurdesten Angebote, die die Band erhalten habe. So wollte eine Sportwagen-Firma mit Frontfrau Holofernes einen Werbespot drehen. "Das Schönste war, dass den Leuten meine konsumkritische Haltung sehr wohl bewusst war und sie darauf hinwiesen, dass es ihnen um den 'reizvollen' Kontrast zwischen meiner Überzeugung und diesem hochwertigen Gefährt gehe", sagt Holofernes und fügt hinzu: "Ich kann nicht mal Auto fahren."

Auch hätten zu Karrierebeginn die einschlägigen Herrenmagazine angefragt, ob sich die Sängerin entblättert fotografieren lasse. Die Band habe stattdessen Keyboarder Jean-Michel angeboten. "Im Feinripp oder auch ohne - aber das wurde abgelehnt", erzählt Holofernes. Für sie ist die Anfangszeit die wichtigste Phase der Bandgeschichte.

Der Arzt mit dem Bass

Damals sei die Band noch in verschiedenen Städten gewesen, und Mark habe als Arzt in einem Hamburger Krankenhaus gearbeitet. Auch für ihn sei schwierig gewesen, "dass irgend so eine dahergelaufene Band ohne Plattenvertrag und mit einer mickrigen Tour, die in zwei Wochen anfangen sollte, ihm ein Messer auf die Brust setzte und sagte: Willst du jetzt eigentlich Vollzeitmusiker werden oder Arzt oder was?"

Auch für Tavassol sind die vier Helden, die tatsächlich "beste Freunde" seien, durch das Buch weiter zusammengewachsen: "Wir haben zwar schon stressigere Phasen gehabt, wenn wir im Studio vor irgendeiner Deadline standen, aber das Buch hat uns noch mal die ganze Geschichte erzählt." Jeder sei an den Anteil der einzelnen erinnert worden und daran, wie gut alles gelaufen sei. Nun freuen sich die Helden auf eine Lesereise durch Deutschland. Allerdings: "Wir sind alle keine Vorleser", so Holofernes. So soll es eher "eine Rundum-Party" werden mit Liedern, Filmen und Gesprächen.

(Ag.)

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